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Der treue Zionswächter · 1849-05-18 · 20 (18.5.1849) · page 4

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Journal
Der treue Zionswächter
Volume
5 (1849)
Issue
20 (18.5.1849)
Date
1849-05-18
Page
– (sequence 4)
Language
German
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Gedanken desselben zn meinem Eigenlhume?" Auf diesen Einwurf lassen wir einmal das Schulblatt in in seinen vier ersten Heften antworten: die berichten über alle Heiligenhafener Schullehrer - Conferenzen, über Statuten des pädagogischen Vereins in Altona und der Umgegend, über das Cvnferenzbuch deS Dürr ger und Brannedorfer Schulen auf Fehmarn, über die Statuten des Prenher Schullehrer Cvnferenz, über den Verein der LehtHehülftn in Flensburg, über die Lehrerconferenzen des Wester» Theils und den benachbarten Orten: sollten wir da nicht zu einer großen Zahl derjenigen, welche aus Mangel an Gelegenheit zur Besprechung pädagogischer Gegenstände sich für ihr Amt nicht forrbilden zu können glauben, sagen dürfen: Gehet hin und thuet desgleichen! Auch sind ja doch Schulbibliorheken bei uns so ziemlich überall eingeführt, (wenigstens für jedes Kirchspiel Vorgeschrieben,) und pädagogische Lesezirkel mindestens keine Seltenheit: erstere aber liefern ihre Schätze dem Belehrungbegierigen ganz unentgeltlich und letztere pflegen doch auf den gewöhnlichen Umfang der Lehrer« besoldung bei der Festsetzung ihrer Deitragsquote Rücksicht zu nehmen. Es scheint mir daher, daß gegen die Anforderung der Fortbildung im Schulamte von keinem Schullehrer irgend «ine entscheidende Zurückweisung erhoben werden könne, sondern daß die Anforderung an jeden Lehrer ohne Ausnahme zu stellen sei. An jedem? Wenn da nun einer sagt: „Ich habe keine solche Fortbildung nöthig, ich habe die Wissenschaft der Pädagogik in allen ihre» Zweigen hinreichend erfaßt?" — Daß in Wahrheit irgend ein Schullehrer von seinem Berufe dasjenige sollte behaupten können, waS die größten Gelehrten von dem ihrigen nicht zu sagen im Stande gewesen sind, will mir nicht einleuchten: sagt's aber einer, und meint eS auch, so wird er ohne Zweifel auch das schleswig holsteinische Schulblatt ungelesen lassen, und ich brauche ihn also überhaupt nicht weiter zu berücksichtigen. Dem. Volksschullchrer dagegen, der den Wunsch hegt» für seine amtliche Fortbildung etwas zu lesen, was er prüfen, studiren, verwerfen, ergänzen oder beschranken, behalten und anwenden könne» um durch solche Lektüre seine geistige Thätigkeit zu kräftigen, sein Wissen über Unterrichtügegenstäude oder Unterrichtsmethoden zu bereichern, seine Liebe für das Schulamt und seine feste Ueberzeugung von dem hohen Werrhe und dem reichen, Segen desselben zu beleben: einem solchen wünscht das Schulblatt nach Kräften dazu behülfiich zu sein; und das ist das Ziel, welches dasselbe sich gesetzt hat, an dessen wir im Eingänge dieses Aufsatzes erwähnten, „daß es die Fortbildung des Volksschullehrers fördere in der Hinsicht auf den Glauben, das Wissen und das Können." Affav und TLrza. Gedicht von I. Schwarz. IX. «Mein Geschick ist aufgeklärt. Nun erzählt mir auch das Eure, Vater! daß so unversehrt Euer Leben blieb, das Theure? Wurden unsre Brüder all'. Grausam von hier weggetrieben; Oder durch die größte Qual Mehrten sich nicht die gewaltigen Sorgen, Daß man entdecke den heimlichen Sitz? - »«Als die Nachricht ich gehört. Daß vom Glauben du gewichen; Sorg' um Sorge sich da mehrt, Zn die Brust kam Gram geschlichen. Gott, er gab mir nun Verstand, Neue Kräfte mir, dem Schwachen: Und Verzweiflung Hand in Hand. Mußten mich auch listig machen, Mir blieb ein heiliger Zweck zu erreichen» Netten von furchtbaren Sturze den Sohn. Hin in jenes Kirchenstift Ging ich, in dem Mönchgewande, — Wo gewiß mich Niemand trifft. Der mich als den Zuden kannte — Weil ich hoffte, dort einmal Den Verblendeten zu blicken. Zhm zu schildern meine Qual, Mein so nahes Graberücken. Hätte gejammert solch' Unglück zu sehen. Schreckliche Sünde und schrecklich Vergehen, Hätt' überzeugt, bis die Kraft mir entging.««

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