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Der treue Zionswächter · 1849-04-27 · 17 (27.4.1849) · page 3

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Journal
Der treue Zionswächter
Volume
5 (1849)
Issue
17 (27.4.1849)
Date
1849-04-27
Page
– (sequence 3)
Language
German
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«ZV «1 HZ» haben wir hier zu geben gesucht, denn was laßt sich nicht noch über die religiöse Erziehung sagen, wir werden spater noch darauf zurückzukommen suchen. Mögen aber die, welchen eS Ernst mit der Religion ist und die ein Wiederaufblühen unserer heiligen Reli. givn, wie sie einst war, als Leiden jeglicher Art uns umgaben wünschen, zur Einsicht gelangen, daß nur durch harmonisches Zusammenwirken der Eltern und Lehrer wir zum Ziele gelangen. — So kommt denn, Eltern und Lehrer! laßt uns vereint an'S Werk schreiten, daS uns hier die schönste Leuchte bringen wird, iw? pprn vöw!>. Die Hauptbelohnung wird unserer im Jenseits harren! -^»xrAvc<««- Literatur. Geschichte der Juden von vr. I. Heinemann, Berlin 1849, beim Verfasser und im Bureau für Kunst und Literatur. Trotz der stürmischen Zeit, welche -die Aufmerksamkeit Aller auf die bedeutsamen Tagesereignisse hinlenkr, hat HerrDr. Heinemann. der sich durch seine vielfache Bemühung auf dem Gebiete der jüdischen Literatur ein nicht geringes Verdienst erworben hat, mit erneuerter Thärigkeit einen Gegenstand bearbeitet, ungeachtet der vielfachen Pflege, welche in der neuesten Zeit der jüdischen Wissenschaft im Allgemeinen zu Theil wurde, noch immer einer sorgfältigen Bearbeitung bedarf. Die jüdischen Gekehrten, welche zum großen Theil einzelne Abtyeilungen der jüdischen Geschichte wissenschaftlich barzustellen suchten, unterließen das Gesammtgebiet derselben auf eine leichte, faßliche Weise dem größeren Publikum zugänglich zu machen. Wir müssen eS deshalb dem Verfasser Dank wissen, daß er es unternahm, das längst gefühlte Dedürfniß zu befriedigen, und unterlassen deshalb hier eine besondere Kritik zu geben, begnügen uns vielmehr durch die Mittheilung der Vorrede den Lesern zu zeigen, wie der Verfasser seine Aufgabe zu lösen suchte. „DaS vorliegende Merkchen umfaßt in zwei Abtheilungen die ganze Geschichte der Juden bis zum gänzlichen Untergange des jüdischen Staats im Jahre der Welt 3828, und zwar: bis zur Zerstörung deS zweiten Tempels durch TiruS hingegen nach den zuverlässigen Berichten des ESra und Nechemjah, de- Feldherrn und Geschichtschreibers Joseph»- Flaviu» und anderer Zeitgenossen. Was nun die erste Abtheilung betrifft, jo setze ich die allgemeine Bekanntschaft d«S Lesers mit dem geschichtlichen T heile der heiligen Schrift voraus, indeß der sich selbst Unterrichtende die auS den Urkunden nicht überall zu erfahrende specielle Zeit,- Geschlechts- und Regierungsfolge hier kennen lernen solle; gteichwol findet er in den Anmerkungen zu den Tafeln die wichtigsten Momente und Fakta am gehörigen Orre vermerkt. Von dem Lehrer, der diese- Merkchen zum Unterrichte gebrauchen und auch seinen Schülern ats Leitfaden in die Hand geben soll, ist zu erwarten, daß er die Geschichte der Juden dis zum babylonischen Evil, wie solche in den Büchern Moscheh^s und der Propheten — namentlich der ersten Propheten erzählt wird, aus dem Originale oder aus der Uebersehung gründlich kenne; indeß ihm hier in den genealogischen Tafeln und den Anmerkungen dazu ein ergänzendes Hülfsmittel dargeboren wird, indem er hier eine wohlgeordnete Folge der Erzvater, Richter und Könige, wann sie gelebt, wie lange sie regiert, und die bemerkenSwenhesten Vorgänge findet. Ganz besonders dürfte demselben die in den Anmerkungen, in Klammern gegebene Lösung der scheinbaren chronologischen und synchronistischen Widersprüche zwischen den Büchern der ersten Propheten und den Büchern der Chronik nicht unwichtig sein. Dieser Gegenstand namentlich hat seine eigenthümlichen Schwierigkeiten, und viele Gelehrte haben mühevoll versucht denselben zu ordnen, wobei Mehrere auf Murhmaßungen gerierhen, die noch mehr Dunkel als Lichr und Klarheit hinein brachten. Unter den schätzenswerrhen jüdischen Chronologen har der Verfasser des Lemsek-Darvül, der seine Vorgänger benutzte, wol die meisten Ansprüche auf Gründlichkeit. Diesem bin ich hinsichtlich der Chronologie im Allgemeinen gefolgt, gleichwot habe ich zuweilen und besonders in den Erörterungen hie und dn abweicheu müssen, und theils durch traditionelle Quellen, rheilS durch eigene sorgfältige Prüfung der Urkunden eine Ueberetnstimmung der verschiedenen Berichte zu erzielen gestrebt, wie wohl ich gestehe, daß dieses Feld bei Weitem noch nicht geebnet ist, und daß ich absichtlich weitläufige Diekusionen dieses Mal vermieden habe, um den Gegenstand nickt noch schwieriger zu machen, vielmehr mögen Sachkenner etwaige Berichtigungen und Ergänzungen mir wohlwollend für ein

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