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Der treue Zionswächter · 1849-04-20 · 16 (20.4.1849) · page 4

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Journal
Der treue Zionswächter
Volume
5 (1849)
Issue
16 (20.4.1849)
Date
1849-04-20
Page
– (sequence 4)
Language
German
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»M 121 Zarte§Knabcn, Männer, Grelfe, Wandern hin, von hier verband. Wo ist der Heiligen Asche verborgen Hin zu der Juden chnr ürdigem Hcrrd. "Lcbe chohl du Unglücksland, Datz mein Theucrstcö entrissen; O des schönsten Glückes Pfand Muß ich kummervoll vermissen» Soll ich dir wohl etwa fluchen? Birgst mein edles, thcures Gut. — Meines? willst du mich versuchen Herz — in dir wohnt fester Muth. Scheiden auf ewig — süß waren die Stunden, Die in der Näh meines Assavs verschwunden. Mir ach verschwunden — leb wohl, du mein Land.' Vater, sieh den schönen Stern, Eben schoß er vor uns nieder; llnserm Auge ist er fern,' Glänzte herrlich, rasch verblichen; — Meinem Schicksal ist er gleich;. Denn mit Assav fortgewichen Ist mein ganzes Himmelreich.-- Tirza, sie sprach's; — ihren Wimpern entsprangen Zähren, heiß rinnen sie nieder die'Wangen, Mischen mit denen des Vateraug's sich. - ' Der gekrönte Hügel weicht, Die Olivenberge schwinden, - .' Und es fährt das Schiff so leicht, Fortgctrieben von den Winden. . Welle schlägt mit chjldem Müschen,, Wasserwoge fällt and schwillt, . Gleich als wollte sie erlauschen. Was des Wandrers Brust erfüllt. Und Lu dem Meere die mächtigen Wunder Tauchten den Kummer wohl manchmnl hinunter. . Fort aber spielten die Wellen ihn nicht., Näher giogs nach Süden zu, Sechzig Tage sind vergangen; Nach der lang ersehnten Ruh' Wurde stärker das Verlangen. Plötzlich rufen die Matrosen Jubelnd: Wir erblichen Land! Und sie steuern unverdrossen Endlich erreichten sic glücklich den Hafen. Wenige Tag' noch, die Edelcn trafen Unversehrt ein in dem heiligen Land. »Sei gegrüßt uns neue Welt, Wo die Scher, rein erhellt Vom Gesichte, squgen. Hdeii. Blauer Himmel sei willkommen. Unter dessen'dhuncugluth Unpre Ahnen stets, die Frommen, Stärkten sichnmi Gläubensmuth. Erfurchtsvoll knie'n wir: und küssen die Erde, Daß unser Loos hier.ein friedliches werde. Und den.Verfolgten ein ruhiger, Sitz. -- Ihre Hoffnung täuschte nichts Freundlich werten sie empfangen; - Juden üben Liebespflicht Gegen Fremde, ohn' Verlangen. Und sie zieh» zur Palmenstadt, Kauften sich dort blüh'nde Güter; Reichen Segens .Fülle hat Sich ergossen auf sie nieder. Bald war der Name des EnochS verbreitet; Wurde.mit Ehren und Würden bekleidet, Ehren und Würben verscheuchen sie Gram? ' > ' ZertsWAsNKchvichteN. Freie Städte. Frankfurt a. M. Die Reformer haben folgende Ansprache veröffentlicht: An die israelitischen Religionsgemeinden in - Deutschland. ES hat in neuerer Zeit in unserer Mitte mehr und mehr der Gedanke Wurzel' gefaßt w«e nvkhwendig auf dem Gebiete des Zndemhums, zur Erhaltung der Gemeinden, zur Förderung des religiösen Fortschrittes, zur Bewahrung des Glaubens, ein möglichst einheitliches Zusammenwirken in und zwischen den Gemeinden, ein ovganisirendes Verfaffungsweseii und insbesondere ein geeigneter Eentralpunkr erscheine, von welchem auS. ohne der Freiheit der Einzelnen zu nahe zu treten, das religiöse Leben seine Erfrischung, das Ge, mcinbeleben seine Ordnung, der Gottesdienst seine zeitgemäße Gestaltung uud das Sclbstbewnßtseiu der israelitischen NcligionSgeselljchafk einen neuen Aufschwung erhalten möge. Daß dieses nun nicht mehr durch ein bloS aus Rabbinen und Predigern zusammengesetzte Versammlung bewirkt werden könne, indem der zur Herrschaft gelaugte- Volks- und Gememdewille auch auf religiösem Gebiete sich zeltend machen will und soll, ist ebensu gewiß und unzweifelhaft aLS auf der

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