Der treue Zionswächter
- Journal
- Der treue Zionswächter
- Volume
- 5 (1849)
- Issue
- 16 (20.4.1849)
- Date
- 1849-04-20
- Page
- – (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 96% known words query
- IRI
…/2625941-2626254-2626271--1843-2629523- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
»ZT i ss HK» Froh ist der Familienheerd. Willig sich fügen, wo Rettung verloren Wo gegen uns das Schicksal sich verschworen, LaS ist der Denkenden willige Pflicht» »»Unsre Kinder find wohl heiter. Aber alle sind es nicht! Enoch blick cin wenig weiter. Sieh wie dort die Rose blicht; Tirza senkt ihr theureS Haupt; Liese zarte, edle Blume »Höre doch ein ernstes Wort Tirza! sprach vcr kluge Vater. Laß den Zweifel endlich fort, Affas ist mit dir versprochen, Geh, erfülle deine Pflicht. Was er gege-, Gott verbrochen Stammt aus seinem Herzen' nicht. Theile mit ihm nur das irdische Leben, Darin sei Jedem die Freiheit gegeben. Wie er das Heilige redlich begreift. Und was fragst du nach dem Glauben? Nach den Thaten forsche nur. Kann sie falsche Ansicht rauben? Bleibt doch ewig die Natur. . Werde gutes Kind die Seine, Unser Segen geht mit dir, Locken dir nicht grüne Haine? — Und wie die Quelle vom Felsen entspringet. Mehre dann auch sein häusliches Wohl.- »»Dacht ich nimmer das von euch zu hören, Hier hat allein das Gewissen zu richten. Vater! etz schlägt keinen reuiger Schlag. Blicke doch näher des Jndenthums Leuchte, Forsche, welch' hohes Ziel ihm gefetzt, Das hier auf Erden kein Volk noch errichte. Wurd' es auch noch so vorzüglich geschätzt Perser und Griechen und Römer verschwanden. Ihre Geschichte steht öde und leer. Doch die Geschichte der Armen Verkannten Da steht mächtig, ergreifend und hehr. Ueber Jahrtausende reichet ihr Leben, Mächtig durchglüth vom veriüugendem Streben; Besser erkennt man den einzigen Gott. Wahrlich! es ist ein großer Gedanke, » Führer des Menschengeschlechtes zu sein; Gleich wft die ewig frischgrünsnderi Ranke, Laden den Wandrer schattigen Hain. — Als wir den Himmel einst treulos, verkannten, Als wir im eignen Staate gefehlt, Wurden zerstreut wir in unzähl'gen Landen. Daß wir Ein Wesen verehrend bewohnen. Zeiget sich Einheit im Menschen und Staat. Einheit im Leben, Einheit im Denken, Glauben und darin erkennen den Lohn. Immer und immer in Gott sich versenken. Standhaft ertragen den spottenden Hohn; Dieses ist. unser hochleuchtendes Zeichen; ^SLnd wrr gleich wenig, doch mächtig an Geist, , Werden-,wir Vieles noch. Vieles erreichen. Weil, nur die Wahrheit im Judenthüm kreist; " Darum behaupter's vor Allen die Stelle, Darum ist's ewige, sprudelnde Quellt, , Labender Born für reine Moral. Linst, wird die Zeit noch, die glückliche kommen. Wo es. begreift die erwachende Welt, ' Daß sie von uns nuv die Lichter entnommen. Die sie zur Schan stolzbrüstend' gestellt. Jetzt nur. da leben im Stillen wir weite». Und der Verständige prüfet den Plan. — Wir sind die ruhigen Gsttesverbreiter. Streiten ohn' Waffen gen irdischen Wahn. Harrt auf Erfüllung geduldig hienieven. Leugnet, wie Assaf, die Wahrheit nicht ab. Vl. Denn es ist der Tag erschienen Fortzuzieben, Mütter, Maid Sieht man mit betrübten Mienen. Hin nach Norden geht die Reise Holland wird das Vaterland;