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Der treue Zionswächter · 1849-04-12 · 15 (12.4.1849) · page 5

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Journal
Der treue Zionswächter
Volume
5 (1849)
Issue
15 (12.4.1849)
Date
1849-04-12
Page
– (sequence 5)
Language
German
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»M IN Das Wort traf All« wie ein Blitz. Ohne weiter ein Wort zu reden, eilt der brave Mann voran, schreitet fest durch die tobenden Wellen und ergreift, am Hause glücklich angelangk, eine junge Frau und trägt sie auf die sichere Höhe. Ohne zw rasten, eilte er wieder hin; aber ehe ernoch daS HauS erreicht, sind alle Männer, von seinem.edlen Beispiel angefeuerr, hinter ihm. Zeder ergreift einen oder eine der Bedrohten; aber das Wasser steigt noch immer. DaS Haus kracht immer drohender. Die Gefahr für die Rettenden wie für die Bedrohten wächst. — „Vorwärts!" — rüfc der brave Zude und zum dritten Male schreitet er durch die Fluch und Alle wieder mit ihm. Auch jetzt gelingt der Ncrrungsgang, aber mit immer größerer Schwierigkeit. Noch sind mehre zurück. Verzweifelnder wird ihr Hilferuf; aber die Retter zauderm Sie vermögen kaum mehr. Es ist dem reißenden Strome kaum mehr Widerstand zu leisten. — „Sollen wir unser Werk-unvollendet,, lassen?" — ruft Moses Gumperich aus — „sollen^ sie uurrr, gehen und ihr Tod auf unserm Gewissen, lasten? Aus, Brüder, noch einmal mit Gott, dann sind sie Alle gereriel!" DaS Wort schsagr durch. Er ist wiebcö der Erste in der Fluch. Mit unendlicher Anstrengung erreichen sie endlich daS HauS und retten auch die Lehren; aber kaum haben sie die sichere Höhe erreicht; so brichr das HauS zusammen und die Fluch reißt das Dach, Wände und Gebälk in ihrer Wuch mir sich fort. Da erheben Alle auf der sichern Höhe Augen und Hände zu Gorr, ukd Zude und Christ preisen den, der hals! Groß war der Dank der Geretteten; schön der Dank der Gemeinde Klüsserath. Moses Gumperich wurde mir seiner Familie von allen Abgaben befreit und allgemeine Liebe und Achtung wurde ihm üderdieß wohlverdient zu Theil. Noch jetzt leben seine Nachkommen in Klüsserath in allgemeiner Achtung und be> ziehen als fortdauerndes Anerkenntniß der edlen Thar ihres Vaters und Großvaters die Gemeindenutzungen um die Hälfte der Taxe, welche alle übrigen Einwohner dafür zahlen müssen. Affav und Trrzu. Gedicht von Z. Schwarz. IU Welcher Jubel in dem Hause» Welche Freude in der Brust, Lauter Wonne, lauter Lust? EnochS Tochter wird vermählt Mit dem Jüngling treu und bieder. Wird ja das Jnnre dann leichter der Sorgen, Wird dann ihr Gatte der herrlichste Mann. .Zn der.Kindheit frühen Jahren >, .. Wir sind für echig einander geboren. Theilen das Leben und thcilen daS Grab. Ihre Eltern nah' verwandt Morgen da seh' man. wir bill'gcn die Wahl. Darum Jubel in dem Hause, Darum Freude in der Brust Lauter Wonne, lauter Lnst Heitre Musi? soll erschallen. Köstliche Speisen, Hispanische Weine, Jedem der Gäste bestimmt inan bas Seine, Gut und geschmackvoll ist Allebtzteit.

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