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Der treue Zionswächter · 1849-04-06 · 14 (6.4.1849) · page 6

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Journal
Der treue Zionswächter
Volume
5 (1849)
Issue
14 (6.4.1849)
Date
1849-04-06
Page
– (sequence 6)
Language
German
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110 GZ» »ZS Hohe Kraft ihm ne« belebet. Und er spricht die klaren Worte: ..Nun es sei, was ihr erstrebet, Ich geh ein zur Christenpforte.* Ha! wie jubelte die Menge. Wie sie lobten den Erlöser» Weil die Kirch' durch blut'ge Strenge Um den einz'gen Juden größer. Und sie taufen ihm behende, Gaben ihm ein Kreuz von Eisen; Daß er Licht den Welten spende, Gott der Liebe zu verheißen. MS WZ Äayern. Die Märzstürmz des Jahres 1648, die einen vortheilhaften Einfluß auf die deutsche Freiheit zur Folge hatten, sind in unserm Vaterlande wirkungslos vorübergegangen. Fast in allen deutschen Staaten sehen wir theils durch Einführung der Grundrechte, theils durch Aenderung der Verfassungen freiern Institutionen hervvrtreren, während hier noch fast Alles in seinem Status <;uo besteht. Die machiavellischen Künste der Großen, die Kniffe und Pfiffe des Episkopates, sie find, der Hemmschuh jedes politischen Fortschrittes, sie sind es, die die edle Saat der Freiheit, die schon in ganz Deutschland aufsproßte, und die herrlichsten Blüthen entfaltete, hier im Keime schon mehrt werden sollen, obgleich ihnen die Ehre des Waffendienstes zu Theil wird, wobei sie jedoch nicht den Grad eines Officiers erlangen können. Wer sollte glauben, daß in einem Zeitalter der Freiheit und Gleichheit noch ein Gesetz über Verminderung einer Rcligionsparthei Geltung haben könne? Daß man mit aller Mühe jedes freiheitliche Streben zu unterdrücken suche? So hat man bei Eröffnung der Sitzung in der Abgeordnetenkammer die Emanzipation der Juden in der Thronrede verheißen, aber noch ehe diese zur Sprache kommen konnte, wurde die Kammer vertagt. Immer noch üben die Jünger des Loyola ihr trauriges Spiel, und suchen jedem Entwicklungsspiel einen bleibenden Damm entgegen zu sehen, bis einst der Strom der Zeit auch Bayern übirflnchrn, und mit Sturmesgewalt den Damm durchbrechen wird. Die „Deutsche cvnstitur. Ztg." berichtet: In Ingolstadt müssen nach einem jetzt noch gültigen Zolltarife die Juden verzollt werden, und zwar zahlen die Juden vom Leibe Transits zu Wasser 7 Kr. zu Land 1 Kr. Konsums 8 Kreuzer iz Pf., Essito 8 Kr. i; Pf. Die Judenweiber entrichten die Hälfte, ein Kind den vierten Theil. Werden dir Grundrechte in Baiern anerkannt, muß freilich dieser Zoll fallen, und da darf man kaum verwundern, wenn sich der Magistrat von Ingolstadt gegen die Einführung der Grundrechte sperrt, denn dieser Zudenzoll ist einträglich. Aus der Pfalz. Wie die die „Speyersche Ztg." berichtet, hat das FriedenSgrricht in Speyer, obgleich ihm bekannt war, daß sein Obergerickr, das Bezirksgericht in Frankenthal, eine entgegengesetzte Entscheidung getroffen halte, unlängst die gesetzliche Gründlichkeit der Grundrechte in Bayern anerkannt, rcjp. die enrgegenstehenden Artikel des pfälzischen Gesetzbuches für derogirt erklärt. Auch das Bezirksgericht in Kaiserslautern hat durch Unheil vom 16. März die unbedingte Gesetzeskraft der Grundrechte anerkannt. Es war einem Juden ein Eid nach jüdischem NituS zugeschoben, allein das Gericht entschied, daß dies nach §. 19 der Grundrechte unzulässig und darauf nicht zu erkennen sei. Das von Herrn Richter Haase, einem anerkannt scharfsinnigen und äußerst gründlich gebildeten Juristen, redigirte Unheil ist umfassend und gediegen morivin. Es ist darin auf das Schlagendste nachgewiescn, daß jeder Richter das Parlament in Frankfurt als rein konsiirnirend anschen muß, und daß demnach die Grundrechte, abgesehen von jeder Publikation durch die Negierungen der Einzelstaatcn Gesetzeskraft haben müssen. (Neue Fränkische Zeitung.) Aus dem WiirtembergisclM. Lieben Freunde und Glaubensgenossen! Zwanzig Jahre sind es nun, daß ich mit Euch und auf Euren Wunsch zum Theil an Eurer Spitze gekämpft haben für unsere bürgerliche und religiöse Freiheit. WaS all' unsere Mühen und' alle unsere Sorgen unvollständig und sehr beschränkt nur angebahnt haben, das har der Herr glorreich vollführt ohne unser Zuthun, wunderbar vor unseren Augen. Der Euch gedient nnd der gemMschastrchen. Sache lange

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