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Der treue Zionswächter · 1849-04-06 · 14 (6.4.1849) · page 3

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Journal
Der treue Zionswächter
Volume
5 (1849)
Issue
14 (6.4.1849)
Date
1849-04-06
Page
– (sequence 3)
Language
German
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»Zs 107 Schule durch alle Lebenswögen und Brandungen getragen, und zwar 1) die Schule des Lebens 2) die Schulen für dir Jugend. In den ersten glänzte die Wahrheit, in der zweiten ging ihnen auf das Licht und durch diese Beiden ward ihnen Erlösung. Freude Und Seligkeit. Und du Allväter, der du die Wahrheit bist, fipsi b im Lichte thronst 'wv hnrn und Seligkeit verleihst, pto -s-v'2 Dich flehe ich um deinen Beistand zu dieser dir geweihten Stunde. Leihe mir Kraft zum Vortrage.;icöt>:vp 2ö »27vv v7f>ö. Des Menschen sind die Gedanken des Herzens, doch von dir kommt der Ausdruck. Leite mich in deiner Wahrheit, erleuchte mich mit deinem Licht und führe Mich zU der Freude und Seligkeit vor dir. jvsi. 1) Wahrheit. Meine Hochverehrten, die erste Sendung v'twp war an die Alten und Ehrwürdigen gerichtet, denn so heißt es in der Schrift kic» »2pr oft ti2vk>5 -fb, und wo traf er diese, wohin ließ er sie zusammenkommen? in den M O2I 'M, in den Synagogen, in den Schulen. Schulen sind unsere Gotteshäuser, und unsere mösd ein eine Selbsttäuschung, ein Aufschwung dir Seel« durch Darstellung der Größe des Schöpfers in den v'ötw '7w.v, durch die Aufzählung der Wunder für sein Volk, durch Aussprechung der Einheit Gottes in ihrer höchsten Auffassung opfi msi. Sind wir so allmorgen neu über unsre Vergangenheit belehrt, für die Gegenwart gestärkt, haben wir erfaßt, was v'^c» Aufgabe im ist, was seine Mission noch sei, dann erst mögen wir die Gewährung unserer geringsten Wünsche erflehen. In solchen Schulen opfern wir noch heute das Sündhafte unsres Treibens auf dem Altar des Herzens; auf diesen steigt noch heute der Weiheduft des reuigen Gemüths himmelwärts zu Gott empor. Und in welcher andern Sprache könnten wir diese Empfindungen, diese Gesinnungen lauterer und reiner aussprechen, als in der Sprache, die mit unfern eigensten Wesen verwebt, die den wesentlichen Bestandtheil des jüdischen Lebens ausmacht? die Sprache, in der die Gottheit sich geoffenbark, ihr heiliges Wort niedergelegt, in der unser Weh und Leid so herzzerreißend tönt, Wonne und Freude so erhebenderschallt? Die Sprache, die unsere Vorfahren zum Kampfe angefeuert, die ihre Siege besingen, in der wir die Jahrestage unserer geschichtlichen Ereignisse leben, und die Zukunft als Abspiegelung einer verflossenen Zeit erblicken. Und wir sollten sie lassen, die Sprache, die drei Jahrtausende uns zu Gott, zu unfern Brüdern geführt? — Gern spricht der Jude in jedem Lande die Muttersprache, aber zu Gott, in unfern Schulen, die Sprache, die das gemeinsame Erkennungszeichen v'KiL» ist; in dieser Sprache werde durch vom Aufgange der Sonne bis zu ihrem Niedergange der Name des Herrn gelobt. Die Sprache war auch das Schiboleth unsrer Vorfahren unter ägyptischem Jocye, durch sie erhielten sie daS Nationale und wanden sich zum freien Volke empor. Die heilige Sprache war daS Band, welches 4575' zusammenhielk, hoch ward sie gefeiert in den rwvn '02, in den Schulen, denn hier war der Vereinigungspunkt Hier blieb die Sprache des Gebetes kein leerer Schall, sie ging über zur Thal. War irgendwo Noch und Kummer, in dieser Sprache und mit derselben fanden sie Trost Ermunterung, Unterstützung, guten Nach; daS Weh des Einzelnen wurde durch daS Mitgefühl des Ganzen getragen und gelindert; die Freude erregte Theilnahme in aller Herzen. Hier war ja das große Familienleben der Nation, Bruderliebe und Edelmury ihre Frucht, das engste Familienband war durch die Sprache und die Schule m'oon?>'2 um ganz ('75' geschlungen. So war 4575' Sprache und Schule des Lebens, nach dem ciTp: voic!> r^5 125 545, und so spricht auch der 577p zum hohen Liede aus: 71222 .77v5 7v '24' toc» »25 7V »24i twnpc, 4v ,57pp,7 O'2V 225' '25 2'2s>2 '224 kill' MP7L, Mtv2 M'O22 'NN. Ich schlafe, aber mein Herz wacht. Die Gesammtheit v'('75» spricht eS aus vor Gott: Liege ich auch feit Jahrtausenden den Winter, schlaf meines staatlichen Lebens, Zion, 57pv2 n»2, die GotteSidre trage ich fort durch die Zeiten hindurch, durch meine Gotteshäuser. Kann ich auch Opfer die nicht bringen, mein Herz wacht doch zu dir durch religiöse Handlungen und wahrhafte Tugenden. (75' lebte auch in der ägyptischen Sklaverei das Leben in seiner höchsten Würde und Wethe rw5 72V' 54i pip, Wahrheit und Treue war ein unverbrüchliches Gesetz, v'^c» Leben war Wahrheit in seiner Sprache, in seiner Rede, kn seinem Thun, darum der freiere und errettete sie. der Ewige, der ein Gott ist der Wahrheit, und befestigte seinen Bund mir (75» durch das Siegel der Wahrheit op5 4c (Beschluß folgt )

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