Der treue Zionswächter
- Journal
- Der treue Zionswächter
- Volume
- 5 (1849)
- Issue
- 14 (6.4.1849)
- Date
- 1849-04-06
- Page
- – (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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Kleid abgelegt, aufchauend von dem erstarrenden Frost, eiNcwge-rd die Sttahle.w der Sonne, haben auch wir die Eisrinde des Herzens, die unk in Sorge, (Kram, in allen selbstsüchtigen Wünschen einhülll, fallen lassen, unser Feierkleid angelhan, und nehmen in uns auf deiner Liebe Strahlen, die Menschenliebe und alle andern Tugenden zurückwerfen. Und deine Liebe macht unS so stark, stimmt uns so freudig,, mit ihr sehen wir so heiter und klar, daß uns da.L Leber, selbst in, «inem Hähern Glanze erscheint., weil deine Majestät sich in deiner Liebe abspiegelt, diese einen Abglanz deiner Herrlichkeit ja ist. Deine Liebe, neu mit jedem Morgen, zeigt uuS so. hell: vor uns in der Natur: die Fluren bekleiden sich mir Grün, die Baume treiben Knospen, der Wald, jauchzt den Freudcngesang; vor uns in der Welt: wieder deine Liebe, der. Vollgenpß eines 30jährigen Friedens. mit allen seinen Segnungen in Künsten und Wissenschaften; Wohlstand, Gedeihen und Hebung aller Kraft; vor uns im Leben: immer deine Liebe: Ausgleichung aller Spaltungen und jeglicher Kluft. Und für Israel geht durch deine Liebe und Erbarmung gnadenvoll durch unfern hochherzigen König auf die Sonne der Humanität, die Aufnahme in den bürgerlichen Staat,, die Anerkennung und Werthschätzung. unserer Religion. Vater! ist das Messiasreich nahe? Zst das lHottesrcich im Anzüge? vpöfi nncr?. „Verborgenes ist dem Ewigen unsrem Gotte nur bekannt." Vermessen wäre der Erdensohn deine Wege zeichnen zu wollen, aber danken wollen wir für daS neue Licht, i'fio cvn ich, das über Zion, über du lassest leuchten. , Aber wie danken wir dir? Di'tch i'2p vd örn;ch. Wir Staubgeborne fassen ja nicht die Wunder, die du spendest; sehen nicht die Lichtboten, die du sendest, die Gnade, welche du gewährst.. Geheimnißvoll und dunkel ziehen deine Weltenpfade, deine unbegränzten Segnungen, deine Allgüte vor unS vorüber, und wie?Lp beten auch wir zu dir: „O, Vater weile bei uns, danken können wir nicht, ''pi7 Schweigen, Staunen ist dein Lob. Und doch möchten wir dir danken, und ist eS nicht in Worten, sei es durch die Freude, die uns ob deiner Gnade durchweht, hochkragt, zu dir erhebt, sei es durch das Gefühl, daß wir empfindsam das hohe Glied von dir, wie wir zurückgelegt die Bahn, die hinter uns liegt. Was vor uns sich entfaltet, läßt nur deine Gnade sehen, was in der Zeiten Grund verschwunden, in die Vergangenheit enteilt, v ösi-rc» Geschichte decken wir auf. Es ist Knechtung.in der ägyptischen Sklaverei, sein Hoch in dieser 200jährigen Grabesnacht, seine 40jährige Wanderung durch Arabiens Wüsten und Steppen; sein 400lähriger Schmerzensgang, bis eS sich die Selbstständigkeit errungen; seine 70jährkge Trauergejchichte an den Bächen Babylons; seine Leidensgeschichte zur Zeit der Makkabäer; die zweimalige Zerstörung seines Gotteshauses und das Einsinken seines Staates; sein Weheruf unter syrischer'und römischer Gewalt; fasse ich es kurz, seine Ströme Blutes, von im ab, bis zum Mittelalter, bis zum Tagen dieses Jahrhunderts, das ist eine. Nacht von LOOOjährkger Dauer, ö'bp?p Wächter, rufen wir mir '»uc», wie. lange, kauert: noch die Nacht? denn in Osten, wo die Sonne so früh aufgegangen, ist nach twön 2^5 scy finstredüstre Nacht? Freunde, Brüder! Das Wort, welches^-)? durch alle Wanderungen getragen, geheilt, gekräftigt und ge< stählt, das k rn rw >7N ö'p, mein Erlöser nahet, ist ewig und wahr,, unk v'snv!> ftr cik rw geht auch hier ein Stern für ölnc' aufverschwindet dort 2:2 »7,7 k m. Die. Erlösung ist-, doch nicht für ganz öfnc'. Wir stehen jetzt an der Entwicklung des großen Dra ma's, welche uns die. Fülle deL göttlichen Segens, den verheißenen bringt. Doch kehren wir zurück zu. der. ersten langen Nacht, zu der '?ö fiv v"»vL ö'ö, in welcher Gott sein Volk geschützet von ihrem Anfänge bei rwnr>'I, bis zu ihrem Ausgange 'Lin in der verflossenen Nacht, und betrachten, wodurch ö/nn dev Erlösung sich würdig, bezeugte. Der c-)?p führt wahre Verdienste v'öfiic» anheben wir daraus zwei hervor : 1) vr'Ld ob vcfiöe, sie hatten ihre Sprache nicht aufgegeben, 2) vpc r>5 vc bön, sie hatten ihren Namen nicht verändert; waS ich durch Beleg eines andern. L->7v auf folgende Weise zu erörtern wage^ sie hatten ihre