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Der treue Zionswächter · 1849-03-30 · 13 (30.3.1849) · page 3

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Journal
Der treue Zionswächter
Volume
5 (1849)
Issue
13 (30.3.1849)
Date
1849-03-30
Page
– (sequence 3)
Language
German
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SS W» 7) Doutiquen-Gelder. Diese Steuer mußce für die Laden auf der Peterstreppe. die der Gemeinde eigenchümlich sind, entrichtet werden. 8) Intelligenz-Gelder. Hierdurch wurden die Znteüigenzblätter erhallen. 9) Fixum von Branntwein. Sie lasiere auf den Vranntweinhandel, und wird in den Protokollen sehr oft erwähnt, bald den einzelnen Detaillisten auferlegr. bald von einem derselben mußte die Gemeinde dafür, sowie für alle Regalien solidarisch hasten. 10) Armkassc. Dies war wahrscheinlich eine freiwillige Abgabe und rein lokaler Natur. Vor dem Zahre 1790 exisiirten außer den erwähnten noch folgende sehr drückende Lasten der Gemeinde : 1) P o r z e l l a n st e u e r. Es mußten nämlich die Juden, um die königlichen Porcellanfabriken zu heben, bei außerordentlichen Gelegenheiten, z. B. Verheirathung eines Kindes, Ankauf eines Hauses re., ein bedeutendes Quantum wiederum mit solidarischer Verbindlichkeit der Gemeinde kaufen. Dieselbe wurde im Zahre 1788 aufgelöst, und zwar bezahlten die Juden nach ihrem eignen Anerbieten die Summe von 4000 Thlr. dafür, welches in einer Konferenz zu Berlin und Spandau so repanin wurde, daß unserer Gemeinde iukl. Reisekosten eine Ausgabe von 1110 Thir. 17 gGr. erwuchs. 2) Kirchen gelder, wahrscheinlich identisch mir den „Probsteigeidern " dem Beiträge zur Besoldung des Probstes. Es betrug im Jahre 1800 7—8 Thlr. Die Gemeinde führte einmal hierüber mit dem Geistlichen zu ihrem Nachtheile einen Prozeß. 3) A c c i s e. Diese Abgabe lastete hier auf den Gemeinden, dort auf dem Einzelnen. So war sie in Berlin und Frankfurt a. Ä. ein jährliches Fixum von 200 Thlrn., in andern Städten mußte jeder Einzelne jährlich 1 Thlr. geben. Hier scheint es auch in eine Solidarität verwandelt worden zu sein. 4) Abgabe vom Seiden zeuge. Es mußte nämlich von den Juden im Interesse der königl. Seidenfabrikationen ein bedeutendes Quantum alljährlich gekauft oder den Betrag derselben durch ein Fixum entrichtet werden. 2m Zahre 1752 mußte von der Gemeinde, unter Verschärfung von Strafen im Unterlassungsfälle, für 705 Thlr. genommen werden. 5) 500 Thlr. mußten dieselben jährlich als Ablösungsgeld einer früher» Verbindlichkeit, wonach sie für 10000 Thalcr inländisches Tuch aus den königlichen Fabriken kaufen mußten, laut Verordnung ä. ä. 1722, entrichten. 6) Geburts > u. Verheirat h u n g ssieu er. *) 7) Hierzu kommen noch zahllose außerordentliche Gelegenheiten als da sind: Wahl ihrer Aelresten, bei jedem Feuer , Verheirathung des zweite» Kindes.*) dann des dritten u. s. w., außerordentliche Steuer für. den König. Zm Zahre 1814 mußte die Gemeinde 550 Thlr zur Equipiruug von 11 Jägern bezahlen, u. s. w. (Beschluß folgt.) Das Gesotz mrd -as Schwert. (Aus Ungar..) Eine Mutter mag noch so fromm und tugendhaft sein, sie mag noch so heilbringeud wirken. Glück und Güre spendend sich zeigen, eines ihrer Erzeugten, eines ihrer Kinder kann das traurigste Gegenbild seiner Mucler werden. ES kann Unheil, Verderben und Schrecken verbreiten, erwacht es, erfolgt Grauen; sei» zeigt, öffnet die Hölle ihre Pforten. Das Eisen, >o reich am Wohl der Menschheit, so mannigfach im Fördern des Menschenwohls; zur Förderung menschlicher Bedürfnisse unentbehrlich, ungenießbar, doch bei jedem Genüsse das nöthigste, ja, du fromme Mutter! Du von dem, an bedürfensreichen Menschen unzertrennlich, der wir alles Schöne uud Erhabene verdanken, o, wie grauet es uns vor deinem von Allem verhaßten Sohne — dem Schwerte!. daS schöne Roth fliehet bei deinem Erscheinen, Todtenblässe erfolgt; das Vlur er- «) Diese scheint nicht definitiv bestanden zu haben, und durch Verwendung aufzuhcben gewesen zu sein, was aber allerdings wieder mit Reisekosten verknüpft war. **) Dies Recht hatten die Juden für 70,000 Thlr. er. kaust, später wurde demselben jedoch noch die erwähnte Por, crllanabgabe hinzugefügt.

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