Der treue Zionswächter
- Journal
- Der treue Zionswächter
- Volume
- 5 (1849)
- Issue
- 9 (2.3.1849)
- Date
- 1849-03-02
- Page
- – (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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An euch. Bessergesinnten, an euch ergehen meine Erinnerungen, daß ihr den Werth der heiligen Mitzwaus anerkennend, sie auch so vollkommen als möglich, auszuüben Euch bestreben wöget. Euch, lheuren Freunde, mögen meine Erinnerungen aufmerksam machen, wie vfr die wichtigsten Gebote durch einen unbedeutend scheinenden Umstand fast ganz vernachlässigt werden. Es mögen nun meine einzelnen Erörterungen, euch zugleich eine Hinweisung auf euer ganzes religiöses Wirken sein. Wie glücklich würde ich mich schätzen, wüßte ich, dadurch nur einen kleinen Stein zum heiligen Bau beigetragen zu haben Mitzwaö Tephillin. Sind auch dem Aufschwünge unsrer Seele, Banden der Sinnlichkeit hemmend in den Weg gestellt, so hat jene feindseligen Mächte zu bestreiten Herz und Geist, Gefühle und Gedanken, diese Kinder der Seele, sie bedürfen wahrlich einer kräftigen Unterstützung, um nickt vom Wahne der Sinnlichkeit berauscht, um nicht deswegen zuvörderst Tephillin legen, ein Gebot,, haß unfern Geist im Kampfe mir dem Irdischen stärken soll, täglich aussnhren, auf daß wir unfern heiligen heiligen Beruf, unsere hohe Würde nicht vergessen, und den sinnlichen Ruf des Auges und des Herzens folgen. Es soll uns vielmehr d-eses göttliche Zeichen. stets eine Erinnerung an unfern Allvater sein, dessen Herrlichkeit schaut. Wir sollen den göttlichen Ruf, der uns zur Unterwerfung unter sein unendliches Königreich, zur kindlichen Liebe und Anhänglichkeit zu ihm und seinem heiligen Willen aufforderc. Folge leisten. Sollen stets eingedenk sein der vielen Wunder, die unser allgürigcr Vater znr Begründung unserer Nation und zur Erhaltung derselben ausgeübr. Eingedenk des großen Tages, der uns zum freien Volke znm Volke Gottes und Zwietracht vertreiben Weg mit den Kutten, weg mit den Tataren, Lehrer des Volkes wollen wir«' Doch was sprechen wir lange über den Geist der heiligen MihwauS, wissen wir doch, daß die nur lüften können den Schleier dieses großen Geheimnisses, daß wir nie in die unerforschliche Größe des göttlichen, allerheiligsten Willens, dieser Körperhülle vorzudringen vermögen, daß wir nur ahnen können von dem erhabenen Größe der göttlichen Gebote? So kann uns hingegen kein größerer Gedanke zur Ballführung derMitzwaus begeistern, als eben der, daß sie Mitzwaus Haschern, daß sie Befehle eines allliebenden Vaters sind, die er zum Besten seiner Kinder ihnen befohlen, daß wir mir der Vollführnng der Mitzwaus den Willen deS erhabenen Schöpfers vollführen. Wenn stch nun bei dem besprochenen Gebote, ihr göttlicher Wille so oft darrhnt*) so zeigt dieses gewiß scyon von der höchsten Wichtigkeit dieses Gebotes. Wenn wir aber den, noch von einem großen Theil unsrer Glaubencbrüdec diese Mitzwo so unvollkommen ausüben sehn, so wird eine Rüge, einer der besonderen Vernachlässigungen in diesem Gebiete nicht nur nicht überflüssig, vielmehr erforderlich sein. (Fortsetzung folgt.) Aphorisrne. Es giebr Menschen, die der jetzige Kampf nicht beunruhigt. Sie haben volles Vertrauen ans die mens blassen, dann würden sie schon das Rechte erreichen. Nach solcher Ansicht stammen alle Ucbel der Gesellschaft von den Negierungen her. Die Freiheit, die Freiheit reicht, nach dem sie strebt. ES ist ein Strom, der Übertritt, da er nicht stießtn kann Möge man daher die Gesellschaft in der Weise eiurichien, daß alle Triebe des Menschen, jeder für sich, seine Steile und seine Befriedidung finde; dann wird das Uebel verschwinden, *) Die ist nämlich acht mal K fohlen, also acht