Der treue Zionswächter
- Journal
- Der treue Zionswächter
- Volume
- 5 (1849)
- Issue
- 5 (2.2.1849)
- Date
- 1849-02-02
- Page
- – (sequence 5)
- Language
- German
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-sHU 37 gürtel bei den Armeniern, welche die ersten Terrassen von den Kur-Niederungen trennt fühlen sich die Reisenden in jeglicher Hisssicht sonderbarer Weise nach der Heimath versetzt;' unser'Verfasser vergleicht sogar die dortd Gegend mir der fränkischen Schwelt;. Wenn Res. auch im Atkg'cmeinen vielleicht bekstimmen könnte, so sucht-ier 'doch vH'gebens bei Streitberg und Müggendorf die abgestützten Porphyrkegcl, welche dem Fnßedes untern Kaukasus ein eigenthnmlicheö Ansehen verleihen; er vermißt die großartigen Fernsichtcn nach dem Norden, wo hier der Kaukasus seine eisigen-Gipfel bis über die Wolken emporstreckt. Auch die Ebene ist keineswegs mit der deutschen so übereinstimmend als der gelehrte Vers, meint; obwol im Allgemeinen dieselben iWaldbäume am nntern Kaukasus Vorkommen, so vermißt man doch in Franken und Deutschland überhaupt die Weißbuche des Orients und diedem Orient eigenthümlichen Wachholderarten. Den Neich'thum von Zwiebclblumen, Puschkinien Scillen/ Iris und Crans, sucht man ebenfalls vergebens in nnscrin Vaterlaudc ' Den Aghistewi, ein Wort, was die Rüssen in Akstasa korrungirt haben, aufwärts kamen Unsere Reisenden bei Malokanen und Iesiden vorbÄ nach dem großen Alpensee Görtschai, d. i. BlNuwässcr< Das innigste Mitleiden ergreift mit Nechd ssüsern Vers, bei dem Anblick der Malekaueu Ulnd Icsidenderen Geschick so viele Ähnlichkeit Miteinander har. Die crstercn wurden ihres von griechisch-russischen Form abweichenden Glaubens lsirlber fckchss in Rußland von Provinz zu Provinz vertriebet Unbarmherzig stieß sie die russische Regierung aber endlich ganz ans ihrem Val erlaube, und zwang die Unglücklichen sich ans ihnen angewiesenen Ländereien jenseit des Kaukasus anznsicdeln. Auf gleiche Weise werden die Iesiden von ihren Landsleuten, den mohammedanischen Kurden verfolgt, und irren von den Grenzen Mesopotamiens zu den Niederungen des Kur herum. Der schöne Alpensee erregt mir Recht die ganze Aufmerksamkeit unserer Reifenden, aber leider besuchten sie ebenfalls nur die schon bekannte Westseite, wo die große Straße nach Eriwan voruberführt. Auf einer Insel deS Sees liegt das uralte armenische Kloster Scwang, in dem unwissende Mönche, abgeschieden von aller Welt,' ihre Wohnnng aufgcschtagcu haben, und durch geistloses Plappern was sie selbst 'Gebete und Messen nennen, die Gottheit zu erlangen suchen. Auf einem großen Brette wurden den Reisenden ein Dutzend Schüsseln vorgesetzt, aber alle enthielten nichts weiter als Milch und Eier in den verschiedenartigsten Zubereitungen. Fleisch wird auf Sewang gar nicht gegessen, und selbst Milch und Eier sind als rhierische Speise alle Monate im Jahre von der Klostcrtafel verbannt. Der gerühmte Klosterwcin von Eriwan schmeckte namentlich dem Eremiten wie deutscher Essig. Vom blauen Wasser südlich senkt sich das Land allmählig bis zur mit basaltischen Gerolle zum Theil bedeckten Ebene des Arares, an deren Anfang die in der Geschichte LcS Orients gewichtige Handelsstadt und Festung Eriwan liegt, die Ebene selbst -- bildet die erste vom nluern Kaukasus nmsänmrc Terrasse des armenischen Hochlandes; sie bildere früher' eine Provinz des persischen Anthcils von Armenien, wurde aber nach dem letzten russischpersischen Frieden von Tnrkmantschai an Rußland 'abgetreten. Unsere Reisenden erfreuten sich in der Festung Eriwan der gastfreundlichsten Aufnahme bei dKN Bruder' des russischen G-.'neralkonsnls in Leipzig, bei dem Kommandanten Kiel. Mit Recht rnhisst der Vers, die Ehrenhaftigkeit des Kon!Mandanten, namentlich in Bezug aus daS unter il'in sichende''LändH läßt sich aber durch falsche Berichte htüLeißeN, die Ehre eines frühern Gonvcrlieu'.s. dein bei manchen Fehlern das Land da zuerst die Sicherheit,' die auch'dem 'Vers, zu Gute kam, verdankt, aufs Heftigste anzugr'eiseü. Schon früher rhat der Vers, dem frühern Generakgouvlrnour Baron Rosen sehr llure-chr, wenn' er dehn uv: m, dsß dieser Vas nie benutzte Su-ulhanS in Pftus nur erbaut habe, um den damals durchreisenden Kaiser einen Begriff von der Kultur dieftss entlegenen Länder bciznbringen. Es -rrstirre aber damals noch gar nickt, sondern verdankt seRcu llrsprnng erst einer Anordnung des Barons Ha! n- Von Eriwan ans besuchten unsere Reisenden das uralte Kloster, in denen der Kal>'o!ikos, der Papst der Armenier residirt, und was den Namen Etschmiadsin (v. h der Eingeborue ist der ab ge-urgent erhalten hat. Von vielc'.t andern Reisenden hat es namentlich der neneubarger' Gelehrte cl.-