Der treue Zionswächter
- Journal
- Der treue Zionswächter
- Volume
- 5 (1849)
- Issue
- 5 (2.2.1849)
- Date
- 1849-02-02
- Page
- – (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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mir und für Euch gelebt, und das sind besonders solch?, die sich dessen nicht rühmren, es sclttn auch nur erwähnten. - Wählt Keinen, der snisr ein Krunimrückigcr war; er wi.d in diesem Leben ru.br gerade, er har zu kriechen, nichl aber zu gehen gelernt, er vermag Euch ^ahcr'nöch' weniger zur Slü^e zu dienen/ Wähler keinen Schrkflsicllcr, der durch Lchmachblärter und Zerrbilder Euch.und sich selber besudclr hat. Wählet fl-hr vorsichtig unter Euren Zur,sie,,; denn des vielen Ein lernen/ und des vielen ExaminirrnS wegen sind sie in der Regel sehr lange nicht ausgeglichen mir dem lebendigen Wirken/wollen alles messen und bezwangen wir den rodten Buchstaben, an denen sie selber gelitten haben, noch daran leiden und auch öfter Andere daran leiden lassen. Auch bei den Geistlichen kann die Vorsicht nicht schaden. Sie sollen Männer des Friedens sein; haben sic also Unruhen gefördert, ihren Wider, stand mir der Volkskrasc gefördert, sind sic ihren Beruf untreu geworden, und sie sollten vor Allem wissen, daß eine uttZkirige Wahrheit bei der Menge eiyer. Lüge gleich sein kann. Andrerseits weiß man da niemals recht, ob man cs mir einem Freien^ Zu Freien oder Unfreien zu rhun hat; also vorsichtig. Mit. de» Aerzten ist gleichfalls einige Vorsicht nörhlg, denn wissen, immer das Nichtigste vom Menschen erst dann, wann er todr; es geht ihnen zuweilen mir dem Starre, mit der Gemeinde ebenso, und dann ckcuuen sie.nachhep weder die Menschen, noch Staat und Gemeinde wiederlebendig machen. Die Lehrer erziehen in der Regel zu viel, oder zu wenig, doch stets nach bestimmten Vorauesehungen. die sic sich selbst.konstruirs, .uzrd^'ann als ihre Ideale, auf die ihrer Pflege Empfohlenen übertragen, ohne Rücksicht darauf, . ob die Znbividua selbstgeschaffenen. Proportion stehe. Auch ^bc/ den Dcamren ,st die Vorsicht wchl angebracht^ wxi.l sie, wenn sie auch sich selbst für unabhängig halten, ge- und weiß übrigens sehr wol, daß Abgaben nnd Stenern nochwendtg sind, weshalb. Ihrauch keinen wählen mögt, der sie verweigern will. Wähler, um nun zu schließe», nicht starre Leute die mir.Grsr nnd Gatte die bestehende Krankheit, vermehren, sondern d>e mit Balsam und Verband nahen, um schwere Wunden zu heile,,. Wählet mir dem -Glauben an Gott, mu der Liebe zur Menschheit, mir der Hoffnung auf ein Bcsserwcrden, und Eure Wahl ^ird das sein, was sic «n der Thar und durchweg sein soll, -unrer den Guten, der Veste, unrer den Fähigen, der Desähigste. MiseeLle. Reise nach dem Ararat und dem Hochlande Armenien von Moritz Wagner.. Zwei Reisende hatten unter Arabern nnd Kabyleu sich 1836 zufällig gefunden, und trafen sieben Jahre später ebenso zufällig wieder in Tiflis zusammen. Verfolgten auch beide verschiedene Zwecke 77denn Den Einen trieb ein mächtiger Wissensdrang und den andern ein unruhiger Geist Nach fernen Ländern so schließen sich doch Landsleute in der Fremde enger an einander an als es im heimischen Vaterlande sonst geschehen möchte. Beide vereinigten sich zu einer Reise nach Enden. Der Axarat, Dieser Mächtige Koloß, der alle Berge ringsherum überragend, zur Zeit der biblischen Sünvflnth den zweiten Mcnschcnvatcr Noah mit seiner Arche auf breitem Rucken aufnahm, und von dem die Erde sich znm zweiten Mal bevölkert hatte, der Ararat, dieser Inden und Möharnedanern gleich heilige Berg, war daS Ziel unserer beiden Reisenden. Auf den kleinen, von verschiedenen Reisenden schon erwähnten und beschriebenen Posiwag'en, Telegen, fuhren diese am ersten schonen Maitag ans dem durch Soldaten nicht weniger als durch rührigen Handel geräuschvollen Tiflis dem Süden zu. Eine Ebene, die um so breiter wird, je östlicher man kommt, und vom Kur, dem Kyros der Alten, durchflossen wird, nahm unfern forschnngsglühenden Naturforscher, dessen Resultate znm Theil im vorliegenden Buche niedergelegt sind, und den greisen General, als Eremit von Gauting vielleicht bekannter, auf. An den ersten Vorhöhen des untern Kaukasus, Sdon'n Goffkas — denn so heißt dieser Hochlands-