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Der treue Zionswächter · 1849-02-02 · 5 (2.2.1849) · page 3

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Journal
Der treue Zionswächter
Volume
5 (1849)
Issue
5 (2.2.1849)
Date
1849-02-02
Page
– (sequence 3)
Language
German
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»tztz 35 kein künstlich gedrechseltes, sondern ein gerades, mir bevor sie die Stufen des Thrones bestiegen, — «in gesunder Vernunft übereinstimmendes fnb vtwv, daS dem Richter als Leitschnur vorliegende Gesetz, sei ein einfaches, scharf dnrchschneibendes-? kein zweideutiges, das einer wächserne» Nase gleich nach allen Seiten sich drehen läßt, v^cn.twt;. Hb, und die Richterhand, die Wagschale und Schwert deS. RechteS Halt, an ihr hänge kein Beutel Goldes,i kein/Lohn, kein Sold für Ausspruch des Rechtes, 7rc,-r>p^ und Autoritär des Richters sei, die zu erhaltende Wohlfahrt deS Landes und der Volks Verfassung selbst, rici'i ''nr, jvp!»*) — sag' mir wo giebr'S einen kürzern, gradern Weg zum Rechte, wo einen festern und sicherem aiS diesen? Die große Idee des Welrbürgerthnmes, wo die ganze Menschheit eine Weltennation, und alle Menschen ein Recht, einen Schutz genießen^ Rede Dir Neuzeit nicht ein. Du habest sie mit Deinen» fein geschussenen Zartgefühl hcrauegefunden. sie wird von der Thora schon laut und warm verkündigt, einerlei Gesetz, sagt sie, für Euch wie für den Fremdeu.D«« Mite.HinguSblick unserer Zeit auf den an den Marken, des. MxyMrps rhunie laurcndeu Feind, „die Armuth",. dt«.,physisch z»nd moralisch die Menschheit entnervt, die Thora hat schon langst diesen Blick gelhan, und Anstalten« .die heften dagegen getroffen, sie ordnet an. Gaben und,,SpeMxn an den Armen, so daß. ohne ein Feld, zu h.gben,^ cher Arrne doch eine angemessene Ernte hat, ufltz.werMlHch aus fremder Hand bekommend, er doch nicht psiaArend zu stehen braucht. Oder von der untersten Schichte der Menschheit zu ihrem Gipfelpunkt« herauf, dem Königrhum und seinen Rechten, diese Kohse, hi«jcheute von Hand in Hand geworfen wird, ohne daß^.man ein erschöpfendes Wort darüber hört, auch, darinj.ist die Thora niit einer sehr Hellen Vorschrift vvra»»Sgeeilr, sie sagt, aus Deinen Brüdern wähle Dir ei»zen Regenten, nur soll er nicht viele Rosse hohen, um große Heere zu bilden, sein Herz von Weibern nicht verweichlichen lassen, übermäßige Schätze nicht häuftn, das Gesetz forsche er fleißig, und nur wenn er sich nicht stolz über seine Brüdern hebt, und sich selbst an Gebot und Vorschrift bindet, hak er Hoffnung mit seinen Kindern auf d«m Thron zu bleiben **) — so lautet die Charte, darauf Judas Könige schwuren. *) s. B M. 16. l8 -2l. ") Mä 17. l t^- ZV, volkSthümlichereS KönigSlhum giebt'S nichs! (Beschluß folgt. Wer wäre, und wer wäre nicht zu wählen? — r- Da- Volk, die Gemeinde hat fehl hier und dort Männer zu wählen, die in Versammlungen da-Wohl nnd Wehe ihrer Kommittenten berakhen und dabei heilsam eingreifen sollen. Da wird nun der Menge viel vorgereder, oder von Worten zu Werken ist ein weiter Weg; Manche kommen nicht von der Stelle, und Manche wollen gar sogleich mit dem ersten Ansatz über das eigentliche Ziel hinwegspringen. Da haben hie Einen vorbedacht und gar nichts zu Stande gebracht, die Andern zeigten nur Verstand, bet dein Vernunft nicht Eingang fand, doch in der hohlcn Rcdnerschaft waren alle meisterhaft. Wenn Ihr also, , Ahgeordyele wählt, so trauet weniger den jetzige» Horten,, als den früheren Thaten, und vergeßr nie- . m'a^/.daß es dein wahrhaft männlichen Charakter nicht ^eigen^ ist, -- oder nicht eigen sein soll — 'sich vorzu- H.ränEf mithin di« sich selbst Empfehlenden, sei eS purch 'Rcden^ sei es dnrch Zeitungen, eigentlich nicht besonders empfohlen sind. LaS mögt Ihr E»rch einmal..selbst'von allen Seiten genau überlegen. Wenn Ihr wählt,' dann wählt besonders nicht die, welche Euch. ,versich^rn, eS sei jetzt eine herrliche Zeit; denn eS ist im Gegenrheil eine trüb ernste Zeit, die nur mir schweren Sorgen und Kosten geheilt werben kann. Die aber, welche sie Euch als herrlich preisen, haben in der Regel daran geholfei», sie so melancholisch zu machen, »veil sie nicht zu ihrem Zwecke kamen, wenn die Menschen gescheidt sind, und gerade die Schlimm, sten verspreche»», waS die Allerbesten mit dein eifrigsten Willen nicht halten und erfüllen können. Hütet Euch überhaupt von allen Schönrednern, sie sind in der Regel einseirige Schlechtthuer, schwatzen mehr aus Eitelkeit mit beliebtem Sprachkram ans der Fremd.-, als aus begründeter, in den Zuständen heimischer Ueberzeugung. Das Wahre und Gute faßt sich kurz, und ein rechtes Wort zur Zeit schlägt tüchtiger ein, als lange, anfgeputzre Zungendrescher,i. Wählet keinen, von dem Ihr nicht wißt, er habe lange unter Euch,

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