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Der treue Zionswächter · 1849-02-02 · 5 (2.2.1849) · page 2

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Journal
Der treue Zionswächter
Volume
5 (1849)
Issue
5 (2.2.1849)
Date
1849-02-02
Page
– (sequence 2)
Language
German
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Deinem ganzen Vermögen, gieb' einen Beweis Deiner Lieb« zu <8vtt, 77ftp ^22'! Jeden Tag gehet Dir Thora zwar mit solcher Ermahnung an's Herz, sie heißt Dich die Rolle der Liebe knüpfen an Hand und Busen, auflegen auf's Haupt an der Thüre Pfosten, — Du schwanktest; heute jedoch Fr. ein Za oder Nein, im Angesicht des sich bei der Gränzscheibe der Zähre, durchspaltenden Lebens, keine Zweideutigkeit! Zeit und Leben trennen sich jetzt auseinander in zwei Hälften, Hi« eine, dje Vergangenheit nur allem Durchlebten reißt sich vor Deinen Augen loS, und stürzt in'S Meer der Vergangenheit hinab; die andere Hälfte, die Zukunft, stiegt wie eine rosige Wolke nach der Bergspitze der kommenden Tage, und flattert da, wie ein glühendes FlÜMMchpn in den Lüften hin! Nun, da wähl', ob ZÄ blaß und bleich, kalt und tobt wie die Vergangenheit in Deinem Herzen sein willst, für Gott und daS Göttliche, für Thora und Glauben, oder frisch und kühn, dvschglüher von der feurigsten Liebe, wie haS junge hineinsieigende Jahr.- II. Und staunest Du über mein« Forderung, scheint sie Dir zu übertrieben, da Du keine sonderliche Anstalten zur Geltendmachung der Gorresregentschaft auf Erden, in und außer Dir gewahrest; scheint Dir/ was die soeben geforderte, feierliche Kundgebung d^siflnern JudenthumS betrifft, Zeit und. Welr.heuteganzütid gar nicht dazu sein? Nun, ich sage Dir, Fr, Du irrest Dich in der Geschichte her Welr vor ,Dir, l>rr Welt mit Dir und Deines eigenen'S'e Thue einen Blick, wenn auch nur eft,en flüchtigen, in die Jahrbücher der 'THelr; die Geschichte der Vorzeit und Deines Lebens rollte jetzt ihre Täfeln vor Dir auf, damit Du auch etwas Neues, gus dem Alten, vielleicht schon Vergessenen, zu Deiner eigenen Neberraschung lernest. -»7, wc vöw nw' 7pk! Wie, «S fehlt an Anstalten zur Anerkennung Gottes und devon der Thora verkündigten Glaubens? Sv richte denn Deinen Blick nach Ost und West. Süd und Nord, wo ist da ein Volk, daß nicht schon «US dem Schlafe dumpfer Bewußtlosigkeit erwacht? Wo eine Nation auf den entferntesten Znsefn des HceqnS, die nicht schon aus ihrer Wiege steigt, und unter dem Hellen, hereinbrechenden Morgen des GvtteSglanbens, dem Alliebenden änderet, wie der Psalter sagt: inwp 7 vc Arw 7V cvc! Siehe, zweimal ging und gehet die Sonne auf im Osten, verrückend nach Westen, auS dem Ost kommt der Strahl der ausgehenden Sonne, und von ddher, aus dem Orient, ward im Stürm« gerrageü die Weltenfackel, „Zudas Volk," welches im Herzen die Lampe seiner Thora barg, cin- UNd nochmals darin hineingießen sein Herzblut, seinen Nervrnsafr, als Oel, dann auf dem Flügel des Sturmes fahrend, immer weiter und weiter damit, bis tief in»s Abendland leuchtete; dk Morgenwelr hat an diese Flamme «in Lichtchen, wenn zwar ein spärliches angezündet, und sie lebt noch; die'griechische und römische Welt, sie ließen die Thorafiamme unbenutzt brennen — und gingen unter; die spätere europäische Welt streckte den Arm aus, und zündete wieder an die Lampe in ZudaS Brust, und sie steher heure davon in Flammen. WaS die Neuzeit Großes und Erhabenes in ihren Ideen hat, selbst die welche den Schwefelgeruch des Aufruhrs noch an sich tragen, sie stammen aus der Thora das Wilde, Verderbliche, Unreife an ' Ihnen^ vü s rühre daher, daß sie nicht mir Gründlich- ^lr'aüS^tssek Quelle geschöpft sind. Zch nenne nur einige» die schonende Rücksicht, die heure auf den Arbeiterstand genommen wird, die Aufmerksamkeit, die man ihm jetzt zuwender sie stehet vor Jahrtausenden schön, auf Thoras Blättern verzeichnet. Uebernachre sie, des Arbeiters Lohn bei dir, bis an den Morgen';" desselben Tages sollst Du ihm seinen Verdienst - daß ' die -'Sonne' nicht darüber untergche, denn erlist arm, und hat darum seine Lebenskraft eingesetzt. *)> - , - , Die heute so eifrig angestrebte und verlangte Freiheit in Reden und Schriften, sie stand im Zudenthume politisch sicher, da gab es Propheten, die Königen Vorwürfe ins G» sicht sagten, derb und unverhölen, die mit geißelndem Worte nach allen Seiten hinschlugen, wo Heuchelei- Nechtsverdrchuvg und Gcsinnungslvsigkeir aufkeimen wollten, und den Führern solcher harten Reden, ihnen krümmte man kein Haar. Handhabung des Rechtes, Rechtspflege, und Rechtsprinzip, Punkte, worüber herm viel gestritten wird, sie hat die Thora längst geordnet, „setze Dir Richter und Vögte in die Thare aller Deiner Städte, sagt sie, allenthalben, wo Recht-erforderr wird, da ein selbstständiger Gerichtshof — iwd sein Urtheil *) 3. B- M. 19. l3; 5. B. M. 24, 15. Vglnoch daS talmudische i»nl> und 7'2r? vw »72 v,»? v. »*) Einige wenige Ausnahmen sind nicht von Belange.

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