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Der treue Zionswächter · 1849-01-26 · 4 (26.1.1849) · page 3

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Journal
Der treue Zionswächter
Volume
5 (1849)
Issue
4 (26.1.1849)
Date
1849-01-26
Page
– (sequence 3)
Language
German
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Auch die Seele, ob es gar solche giebt, als Wesen für sich bestehend/ oder ob sie weiter nichts, als eine bloße momentane Form der Organisation, nnd deS innern und äußern Gestelles des Körpersei, mit ihm lebend und zerfallend, ist stark die Frage, wenn Du einmal von der Offenbarung das Aug» wegthust? — Ich werde bitter, schneidend, jeder Federstrich reißt einen Nerv geistigen Lebens und der Tugend los. Aber die Wahrheit deck' ich nur auf, wie sie ist, Du sollst sehen, daß ohne Offenbarung bei hellstem Mittage der beleuchteten Schöpfung ringsum. Du selbst in tiefer Finsterniß sitzest, immer hera'uslangend nach Licht, und immer wieder von Dir selbst znrückgestoßen, dunkle Ahnungen beschwören das Bild der Ewigkeit herauf, und nüchterne Wirklichkeit schmettert es nieder; — sollst jedoch auch von der andern Seite sehen, wie Offenbarung allein, das Fenster in der ringsum verschlossenen Natur öffnet, durch das Licht hineinstrahlt und dte Stimme Hel! und laut schallt, nach der Dein Herz gedurstet, und die Du wie wahnsinnig, stummen ein selbstständiges Wesen für sich, es giebr eine Seele,^ und hier sichest Du Gott, den Schöpfer, sich ausdrücklich um sie kümmern, nach ihrem Betragen und Wohlergehen fragen, ihr Gang und Thar vorschreibcnd. Du sagst: „Seele ist mehr als Körper^, hier, in der Offenbarung, die Bestätigung, denn da stehest ihn zum Gehorsam zu zwingen, hier bei der Seele, wo der SDöpfer mit einem freien Prinzen, dem Geiste, unterhandelt. Alles der menschlichen Freiheit anheimgestellr ist, zu folgen oder zurückzuweisen. Du sagst „Moral ist ein erhabenes Sicrengesetz", und die Offenbarung, sie erst hebt dieses Gesetz herauf in eine höhere Instanz, verlegt es in die Oberkammer des Geisterreichs, und so wird es sich selbst ähnlich, denn Du handelst rechtlich nicht der irdischen Wohlfahrt halber, sondern der ewigen, um des Geistes selbst willen, der hierin leine Aufgabe hat, höhere Gotte«- gedanken nnd Zdeen in sinnliche Formen zu kleiden, und so von Staub, Gocres belebte Wesen zu machen, gerade so, wie Du selbst ein verkörperter GotteL-gedanke, ein schöpferischer Wille, im sinnlichen Kleide bist. — Du wünschest einen Orr der Dauer nach dem 27 Tod, hier hast Du ihn, von der Offenbarung verbürgt, es giebt einen solchen, denn sie selbst kommt von dorther, dekretirt von dorther Gesetze, die wieder nach dorthin sich beziehen. „WaS P Natur, fragst Dn Dich, wie soll ich dies «irrige Buch lesen, für Körper oder für Seele, als mechanisches Gesetz oder als ermahnendes, lehrendes Wort für die Ewigkeit? Nun, in die halb, als wildes Geräusch, halb als lehrendes Wort, dahin schwebenden Klange, sie zeigt jede Zeile in dem zwishen Himmel und Erd' aufgeschlagenen Buche der Natur, wie sie gelesen werden muß, „durch- Ewige, der aber erst zur Erläuterung kommt in der Offenbarung „ Jst's jedoch Dir anstößig, daß Gorr, der erhabenste Geist, durch sinnliche Erscheinungen, Gesichte, in hörbaren Stimmen und Worten: sich kundkhue — nun, so sag' mir nur, warum GvkteS Majestät es doch paffend gefunden, sich zn offenbaren durch in des Blitzes Feuerstreif, iu deS Donners Gebrüll u. s. w.? Dorr dunkel nicht sowol zur Belehrung, als um deS Daseins halber, hier bei der Offenbarung für den vernünftigen, begriffsfähiqen Geist deutlich, „Gorr sprach", „Gorr erschien", das sind alles Zeichen der Anwesenheit Gottes nicht Gorr selbst, sind Vatergrüße an die von oben zur Pilgersch.afc entsandten Seele, und das zn solchen Grügen Papier, Dmte und Feder der Allmacht bereit stehen, der Allmacht, die schon ohne dies in Donner und Blitz mir Deinem Körper redet, und Dein fleischliches Auge Wunder an Himmel und Erde sehen läßt — wirst Du Dieb ,chämen, mir zu leugnen; Gorr kann Stimmen, Worte und Rede ertönen, kann Gesichte, die merkwürdigsten

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