Der treue Zionswächter
- Journal
- Der treue Zionswächter
- Volume
- 5 (1849)
- Issue
- 3 (19.1.1849)
- Date
- 1849-01-19
- Page
- – (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 90% known words query
- IRI
…/2625941-2626254-2626258--1728-2629395- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
St Kräfte muß er sich vielmehr dem hingeben, wozu ihm Neigung und Lust am .meisten hinkreibt. Hierdurch können wir den uns mir ^Unrecht gemachten Vorwurf der Gewinnsucht von uns abwälzen und zeigen, daß Beschränkung allein - unfern Standpunkt bisher ordnete und bestimmte. < s , Die zweite, hohe Pflicht, die uns durch die neue Errungenschaft anszuüben obliegt, ist: Mit aller Energie mehr als bis jetzt der göttlichen Lehre, dem uns vererbten Gute treu zu bleiben, dasselbe zu wahren und zu schützen suchen vor allem, und jedem Angriff. Wer gegen uns jetzt aufrrirr, der ist nicht mehr geschützt von einer äußeren Macht; nur kraft seiner inneren Ueberzeugung kann der Reformist sein Ansehen geltend zu machen suchen. Gegen solche Gegner nützt es nicht, blos nur auf des Gesetzes Ansehen sich zu berufen, sondern es muß auch des Gesetzes Ärgst und Werth erörtert und gelehrt »verden. Jenes davidsche '23 Ocp bbiL' rufen wir deshalb in doppelter DMinden Lesern dieses Blattes zu. Slers .müffen .»rur jetzt gerüstet sein, unsere Waffen von, Erz,wie die des Geistes müssen stets ruhmvoll glänzen.., . deshalb, daß unsere Schule eine wahre jüdische Schüfe sei, daß das so leicht empfängliche Gemülh des Ai.NkHS früh die wahren Eindrücke der göttlichen Lehre empfange. Und Ihr Väter, wachet unbeachtet darauf, daß Eure Kinder früh in der Religion erzogen werden, daß Euer Haus eine Stätte der Gottesfurcht sei,.- auf daß ln ganz Israel wieder Alles dem .Gefttze, nutz der Lehre zngethan, und daß Alle einen Bund bilden Md e»n pricstcrliches Reich und heiliges Volk weichen. . - CM. Was ist jetzt an -er Zeit? Von S. Durch diese Maaßregel würden alle Gemeindemitglieder mit Herz und Seele für'S orthodoxe Iudenthum gewonnen werden, während durch einen unverr zeihlichen Mißgriff, nur eine alles Jüdischen baar. mit allem modernen Zubehör ausgestakteke Predigt geboten wird, wodurch ein großer Theil ganz ohne geistige Nahrung und Kost bleibt, und endlich für den Vorrrag wie für die Vertragenden, und zuletzt auch für den vorgerragenen Glauben alles Interesse verliert und indifferent wird. Lassen wir all' die kleinlichen Inrriguen und egoistischen Rücksichten in so hochheiliger Sache fahren und. haltest nur unsere heilige Pflicht in sterem Augenmerk, so wird es auck an erfreulichem, segensreichem Erfolg?"3 nicht fehlen. Zweiten» muß man des Feindes Waffen kennen und wo möglich sich derselben bedienen. Unserer Gegner vorzüglichste Waffen sind: Predigt, Iugendunterrichr untz gegenseitige Unterstützung. Obenan steht aber unstreitig die Presse, sie ist die breite Heerstraße, auf der die AufklärunsiS- Priester aus allen Gegenden der Welt sich begegnen nnd die Hand zum allgemein»n Umsturz bieten; vermittelst ihrer wird jede fein auSgedachte und zierlich au-geschmückre Schöngeisterei lausenden von Ohren gepredigt. jede noch so unbedeutende Acnderung als eine heilbringende Folge ihrer allselig machenden Resormbestrebungen aueposaunt, jede in ihre Fußlappen zu gehen beginnende Dorfgemeinde mit Lobhudeleien gen Himmel erhoben. Alles, was noch dem Värergiauben stngehärr, mir unverschämtem Spotte Heruntergerifftn. Jedes von einem frommen Rabbiner oder sonstigen Verfasser gesprochene Worr wird entstellt, der Oeffenrlich^ir Preis gegeben, damit das Publikum wenigstens getäuscht werke; was Alles seine bedeutende Wirkung .hat, denn der literarische Einfluß ist bei unserer tesestschkigen Zeis, trotz der entschieden vorherrschenden Mlikischen Nlchrung, ein gar wichtiger, besonterS durch Hagedjakter. Zum Lesen eines DuchrS, noch dazu theologischen Inhalts, haben Wenige Lust, aber em Zeijunqs^'Ur liest jeder, und so wird der schlechte Saamcn weit und breit ausgeiact. Nun, so bedienen redlicher als unsere Gegner. Pom Neuen sollen sich alle.GlaubeijStreuen aus den entferntesten Zonen begegnen und die Hand zur Wahrung ves bestehend»»» religiösen Glaubens bieten, müssen jeden für das orthodoxe Indenlhum ersprießlichen Gedanken »veil hinaus verkünden, jeder äct-x jüdischen Handlung gebührender Lob spenden, das Trnggewebe der Aufklärnngvmaiime nach allen Seilen hm beleucht« », henchl» rischen Schein rung Preis geben, und so den mächtigen Einfluß der Presse zum Nutzen und Frommen der achten Religiosität nach allen Seiten hin benutzen. Dem ernsten, energischen Willen stehen immer Mittel zu Gehöre. Halten wir keine Mühe, dem heiligrn Zwecke geopfert, für erfolglos, khun wir nur immer da» Unftige, der göttliche Segen bleibt dann gewiß nicht ans.