Der treue Zionswächter
- Journal
- Der treue Zionswächter
- Volume
- 4 (1848)
- Issue
- 50 (15.12.1848)
- Date
- 1848-12-15
- Page
- – (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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hältnisse nur sehr geringen Einfluß. Die Beiträge zur Gemeindecasse fließen immer spärlicher, werden auch von Vermögenden absichtlich vorenthalten, an die bequeme neue Organisation ist für den Augenblick nicht zu denken, und so gehen wir einem allgemeinen Chaos immer mehr entgegen. Hoffen wir um so mehr, daß gerade aus diesem Chaos das Licht des Glaubens vom Neuen sich erheben, hell leuchten werde, als indische Gemeinde schon längst mit Judenthum nicht mehr identisch, als wenn auch jene geschwunden, dieses in verjüngten Maaßstabe sich kräftigst erheben, neu beleben wird. Hefsen-CaM. Die ans Vorschlag des Kasseler Vorstandes berufenen Deputaten der verschiedenen Provinzen, haben sich der Mehrheit nach bereits, wenn auch nicht für sofortige Auflösung, doch für gänzliche Umgestaltung des Instituts der Vorsteherämter ausgesprochen, was natürlich auch auf den bisherigen zerfallenen Bestand dieser Behörden Einfluß haben muß. Ueber eine Negulirnng der Gemeindeverbände indeß, sowie über die Stellung von Rabbiner und Lehrer zur Gemeinde hat man sich bis jetzt nicht geeint, und möchte überhaupt wol schwerlich ein allgemeines Resultat bewirkt werden. (So eben erhalten wir die spec. Berichte hierüber, die wir in der nächsten No. mittheileu werden.) Gaden Die Synagogenraths-Wahlen sind jetzt überall im Lande, zuletzt in der Residenz, größtcntheils vollendet. Was sich kaum erwarten ließ, ist, daß die Betheiligung an denselben nicht nur den früheren Jahren ist nichts nachstand, sondern häufig dieselben noch weit überragte. Dadurch ist es denn auch gekommen, daß Neuwahlen, mit wenigen Ausnahmen durchgängig auf Männer von anerkannt religiöser Gesinnung gefallen. Das Resultat darf uns nicht überraschen; da wir fest überzeugt, politische Bildung und Freiheit stehen mit streng jüdischer Religionsauffassung nicht im Widerspruche; die Vereinigung beider aber gewähre die sicherste Garantie für die Nealisirung gemeindlicher Zwecke, so weit selbige unter jetzigen Verhältnissen noch zulässig. Der Oberrath beanstandet, theilweise geringfügiger Formfehler wegen, mehrere dieser Wahlen. Wie uns scheint, durchaus mit Unrecht. (Beschluß folgt.) Der wahre Glaube. Nach dem sie von Kindheit ans ringen. Der lallende Knabe, der denkende Mann, Sein Glanbe nur einzig beseeligen kann- Die konnten znr herrlichen Blum' nicht herbei. Weil zum Steigen die Kraft sie verloren. Sie holicn nun unten die Bliunlein rum Straus», Bon der sic das Schicksal nun einmal entrücki.