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Der treue Zionswächter · 1848-12-15 · 50 (15.12.1848) · page 8

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Journal
Der treue Zionswächter
Volume
4 (1848)
Issue
50 (15.12.1848)
Date
1848-12-15
Page
– (sequence 8)
Language
German
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400 Derselbe nimmt jüdisch-religiöse Mittheilungcn gegen iz e i g e r. Sgr. Gebühren für die gespaltene Zeile ans. Die Redaction. Wolf Fuchs aus Fuchsstadt bei Würzburg, wünscht von seinem Sohne Elieser, einem Zögling an der r>I'c' zu Preßburg, von dem seit drei Monaten kein Brief an seine Eltern gelangt ist, der sich aber bis dahin immer als ein braves und folgsames Kind gegen dieselben bewährte, aus der peinlichen Verlegenheit um ihn befreit zu werden. Ein bayerischer Candidat, der somol das Rabbinerals auch das Lehrerexamen gemache, zugleich 'st-rn don von den ersten Autoritäten, wie 'icw >'a rc. erhalten, nicht minder von seinen Gemeindevorstehern ein höchst vortheilhaftes Zeugniß über seine bisherige Wirksamkeit beizubringen im Stande ist, wünscht baldigst in einer größern oder kleinern Gemeinde eine entsprechende Stelle einzunehmen. Seine Anforderungen sind die mäßigsten, nur für den norhwendigen Lcbenserwerb berechnet. Auf besonderen Wunsch ist derselbe auch befähigt, in Verbindung mit einer Neligionslehrer-Stelle die des vwL und slv zu übernehmen. Hierauf Neflektirende erfahren das Nähere durch die Expedition dieser Blätter. — Es bedarf wol kaum der Erwähnung, daß unser Zions-Wächter, der in einigen Wochen seinen 5. Jahrgang beginnt, ungestört fortfahren wird, in bisheriger Weise zu erscheinen, zu wirken. „Orient" und "Zeitung des Judcnthums", die einzig noch vcgetirendcn unjüdischen Blätter, mißgönnen ihm freilich das Leben, haben es zum 10. Male wenigstens ihren Lesern verkündet, das verpönte Organ der Orthodoxie wird jetzt gewiß zu cristiren aufhören. Aber sie vergessen, daß wir in Wahrheit Vertreter der orthodoxen Interessen des Judenthums, daß so lange dieses noch gefährdet, oder angegriffen erscheint, unser Bestehen gerechtfertigt, nothwcndig gefordert, somit auch zugleich gesichert ist. Die aufregenden Wcltverhältnisse sind freilich nicht geeignet, dem ernsten Gange religiösen Lebens, ruhiges Gehör und Aufmerksamkeit zu verschaffen; die politischen Interessen nehmen so sehr jegliches Gefühl, jegliche Herzens¬ und Gcistesregung in Anspruch, daß augenblicklich dem religiösen Felde nicht leicht genügende Aufmerksamkeit geschenkt werden möchte. Aber eben deshalb, weil wir unser Organ nicht gleichfalls zu einem Tummelplätze politischer Leidenschaften hcrgcben, wie dies in den genannten Blättern bis zum Ueberdruß der Fall, eben deshalb, weil uns die religiösen Interessen auch jetzt noch wichtig genug, nicht zu kleinlich erscheinen, um neben dem politischen ein eignes Feld zu behaupten, dürfen auch wir mit Gewißheit darauf rechnen, von unfern Lesern nickt mißmuthig bei Seite gelegt, anfgegeben zu werden. Das politisch freie Deutschland bietet den orthodoxen, jüdischre igiösen Interessen, einen so weiten Kreis des Denkens, Formens und Schaffens, daß wir darauf rechnen dürfen, gerade jetzt den wahren Standpunkt, für unser bisher durch äußere Verhältnisse beschränktes Wirken gefunden zu haben. Nun denn, wir. werden fortfahrcn, werden ausharren. Schließlich nur noch den geehrten Herren Abonnenten die Erinnerung, ihre Bestellungen für das kommende Semester bei den Löbl. Post-Ämtern und Buchhandlungen, und durch diese an die Buchhandlung von A. Lehmkuhl in Altona, so frühzeitig zu machen, daß eine Unterbrechung in der Versendung nicht stattzufinden braucht, zumal die zu spät aufgegebenen Bestellungen nicht immer vollständig effcctuirt werden können. Die Redaktion. Briefwechsel. Verlag: Herold'sche Buchhandlung in Hamburg. Druck: Gebrüder Bonn in Altena.

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