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Der treue Zionswächter · 1848-12-15 · 50 (15.12.1848) · page 5

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Journal
Der treue Zionswächter
Volume
4 (1848)
Issue
50 (15.12.1848)
Date
1848-12-15
Page
– (sequence 5)
Language
German
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»M' 397'Hx«. Herr KirckenratH und Rabbiner Dr. Maker, hat aus Liede zu seinen Glaubensgenossen und von dem edlen Wunsch angetrieben, ihnen sammt und sonders die Pforten Edens zu eröffnen, lange Zahre hindurch nur der Abfassung dieses Erbauungs- und Gebetbuches sich beschäftigt; ja, er hat noch mehr gethan, er hat auch an Vorsteher, an Lehrer und an andere Leute geschrieben, (was sonst wahrscheinlich seine Weise nicht ist, denn NM z>5 NN2 Zv ömvL I->„) und sie freundlichst aufgefordert, dem fraglichen Buche Subskribenten zu verschaffen. Die Aufgeforderken haben das Ihrige auch nach besten Kräften, und mitunter auf eine zudringliche Weise gethan. Was sollte, was konnte noch mehr geschehen? Und doch war der Erfolg ein nur höchst schwacher! Sehen wir ab von dem Rabbinat Stuttgart, dem Sprengel des Verfassers, vom Buchau, dein Orte des dreijährigen CikluS beim Thoralesen, von Jebenhausen, einem Orte in der Nähe Stuttgarts, und vom Rabbinare Oberdorf, in welchen drei von Herrn Verfasser brieflich aufgeforderte Subskribentensammler alle nur nur gar zu magere Theilnahme, und zwar lesen wir im Snbskribentenverzeichniß, für das Rabbinat Mühriugen Einen, für das Rabbinat Laupheim zwei, für Mergentheim zwei, für das Rabbinat Lehrensteinfeid drei, für das zu Braunsbach keinen, für Weikersheim die oft 10—12 Gemeinden enthalten nur sehr wenige oder dar keine Eremplare, und daß selbst im Nabbrnare Stuttgart drei Gemeinden auch nicht ein einziges Erempl arvon dem neuen „Geber- und Andachcsbuch" sich bestellten, und daß nicht Ein Rabbiner auf dem Subskribentenverzeichniß zu lesen, muß man dann nicht auf den Gedanken kommen, die diesseitigen Juden, verstehen ihr eignes Heil nicht? muß man nicht mir Buxtorf sagen? v'iw »cw, und das ist es, was mein Herz beunruhiget und meinen Geist umdüsterr. Darum erwartet von Dir, lieber Bruder, ein ttostendes Schreiben. Dein über die Unempfänglichkeit seiner Glaubensgenossen tiefbetrübrer rc. rc. Der einfältige Schulmeister. Aphorismen über Glanben rrnb Erkenner», in ihrer gegenseitigen Beziehung. Motto: Der Weisheit Anfang ist Gottesfurcht und Erkenntnis des Heiligen Vernunft. Da der Gottesfürchtige das Wesen des Unendlichen nicht durchschauen kann, so bemühter sich dir Eigenschaften desselben immer genauer und vollständiger kennen zu lernen, um aus ihnen endlich das Wesen zu ergründen. Gerade diese Eigenschaften der Gottheit, durch welche sie auch aus uns einwirkt, sind es auch, aus deren Vorstellung zugleich der größte prackrische Nutzen uns erwächst. Der Religiöse kann zwar nicht mir absoluter Gehabene Ziel zu erreichen, und je größer er hierin dcn Abstand zwischen Gott und sich findet, desto mehr muß er sich gedrungen fühlen, dem Heiligen wenigstens darin nachzuahmen, wozu auch menschliche Kräfte hinreichen, daß er gleich dem unendlichen Wesen Liebe gegcn züglich gegen den ihm gleichgeschaffenen Menschcnbruder hege, sich selbst immer mehr veredle, und unablässig für das Wohl seiner Nebenbrüder wirke. Dies ist die erhabene Folge der Gottesfurcht und ihr Z'el gleich dein des wahren Wellweisen. Allein durch die niemals zu Ende kommende, niemals ruhende Betrachtung Gottes in der Religion wird dieses Gebot dem Gemüthe weit öfter und selbst drin« gender vorgestellt; indem nicht nur die fortgesetzte Vorstellung von dem liebevollen Wirken des allmächtigen Gottes dazu unaufhörlich ermuntert, sondern daS später erlangte Bewußtsein von der unendlichen Liebe des

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