Der treue Zionswächter
- Journal
- Der treue Zionswächter
- Volume
- 4 (1848)
- Issue
- 50 (15.12.1848)
- Date
- 1848-12-15
- Page
- – (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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cle udbreviut Iiebr. p. 233), ebensowohl für den vormaligen Verkehr mir den Barbaren und Heiden als im Umgänge mit andern Nationen, unter denen es wohnt, mithin für alle Zeiten und Umstände mir Umsicht und Fürsorge Gesetze gegeben hat. — Die Zeit, in welcher jede düstere Gesinnungsweise, solche Vorur- Des einfältigen Schulmeisters Befürchtiqungen und Bekümmernisse, ausgesprochen in einem Briefe an seinem Bruder. -. Bald werden wir, wie jetzt schon auf Erdrn so mannigfach über Uebersetzung NV. der Schneider und Schuster re. geklagt wird, solche Stimmen auch aus dem Himmel hören, und in dem himmlischen Jerusalem wird man von dem 27s, ssö o'pw 'ö 7gar bald nichts mehr wissen; man w-rd vielmehr auch dortvbcn genökhigr sein, ein Answandcrungs- und Colonisationssystem, welches immer mir den größesten Schwierigkeiten verbunden ist, einnnd auszuführcn. Und dieses Unglück wird Herr Dr.s undKirchenrarh Maier zu Stuttgart, im Königreich Würtcmberg, veranlaßt haben; weil er den unglücklichen Gedanken schieneneS Erbauungebuch, eine bequeme, schnell zum Himmel führende Straße, wie er sich ausdrückr, anzulegen, die es auch jedem Faullenzer um den spottwohl- Ncise in den Himmel zu unternehmen und bleibend dort häuslich sich niederzulasscn. Bedenkt man noch, daß auch viele Leute dorthin wandern dürften, in Hinsicht welcher man dort oben vielleicht gar nicht in die Lage zu kommen glaubte, Plätze für sie einrichtcn zu müssen, so wird ersichtlich, besonders weil eben diese Leute gewöhnlich sich so breit machen, daß die Gefahr der Übervölkerung sehr ernstlich zu befürchten steht. So etwas hat bei der ohnehin so sehr bewegten Zeit noch gefehlt! Zn einer Zeit, in welcher so vielen Leuten nur noch die Hoffnung blieb, im Himmel Ruhe nommcn werden? Wie, auch im Himmel keine Ruhe, auch im Himmel kein ^Unterkommen mehr?? Trauriges Geschick!! Ach! die politisch-demokratische Presse hat dock; nur d e Erde in Brand gesteckt: die schaafpelzig-liturgische aber wird sogar den Himmel in fieberhafte Verzuckungen versetzen!! /?§.- öv v'pc imc. Als vor vielen Tausend Jahren der Himmel einmal, vermittelst einer Ungeheuern Thurmbarnkade von Wahnwitzigen erstürmt werden sollte, wusste der liebe Gott den Wohnplatz der Seeligen nur dadurch zu schützen, daß Er die Sprache der Stürmenden verwirrte. Jetzt will aber Herr Kirchenrath Dr. Maier den gut angelegten Veriheidigungsplan dadurch vereiteln, stehenden Himmelsleiter besagt, daß Alle saminr und sonders die Marschordre und den Wegweiser verstehen. Wenn also in jenen Räumen oben nicht bald ein neues Mittel angewandt wird, so wird bald ein Proletariat sich daselbst einfindcn, das das vpnm v'öc .icw antiquiriren dürfte. So weit meine Desürchrigung! Noch größer als diese sind meine Bekümmernisse, die bei dieser Veranlassung mein Herz betrüben. Denn träfen meine Befürchrigungen auch ein, und käme es auch dazu, daß für unsereins kein Plätzchen im Fimmel mehr frei bliebe, und müßren wir auch dort wie hier auf Erden, weil wir das Seibstvordrängen nicht leiden mögen, vor den Pforten stehen bleiben, und sehen wie manche Unwürdige die bessern Plätze im Innern einnchmcn, so könnten wir uns, da wir durch langjähjähriges Hinrenanstehen abgehärtet und gestählt sind, wol beruhigen, wenn wir auch nur in den Vorhäfen der Seligen ein bescheidenes Plätzchen angewiesen erhalten. Aber die bittere Erfahrung machen zu müssen, daß die Leute, besonders in unserem Würtemberg, sogar gleichgültig gegen die Freuden der Seligkeit sind, und solch' eine um so leichten Kaufes ihnen dargrbotene Gelegenheit nicht ergreifen, das, glaube mir es, lieber Bruder, das bekümmert mich tief, und ich beweine diese Verblendung meines Volkes bitterlich.