Der treue Zionswächter
- Journal
- Der treue Zionswächter
- Volume
- 4 (1848)
- Issue
- 49 (8.12.1848)
- Date
- 1848-12-08
- Page
- – (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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»W 391 treu zu bleiben, wenn auch'bei den damaligen Aussichten auf Verbesserung seiner Lage in Deutschland vielfache Verlockung zum Abfalle versucht werden. Er wies nach, daß Standhaftigkeit, um der Religion selbst, um des Zweckes der historischen Entwicklung und um der Ehre der jüdischen Nation willen, nothwendig sei. Zum Tertverse diente Gen. 18, 22, im Wochenabschnitte ft-m 's. — Posen. Der Oberpräsident der Provinz Posen hat jeder jüdischen Gemeinde des Großherzogthums dieser Tage folgende Erklärung zugehen lassen: „Es ist mir mehrfach mitgetheile worden, daß unter den jüdischen Glaubensgenossen Besorgnisse sich regen, als könne die Absicht des durch die Allerhöchsten Cabinets-Ordre Sr. Maj. vom 8. d. ernannten Staatsministeriums dahin gehen, die den Juden in der Ausübung staatsbürgerlicher Neckte öurch die neuere Gesetzgebung bewilligte Gleichstellung mit den Christen zu verkümmern, oder in der dieserhalb betretenen Bahn nicht fortzuschreiten. Ich muß diese Furcht auf das Bestimmteste als ungegründet bezeichnen und spreche die dringende Bitte aus, im festen Vertrauen auf die Regierung Sr. Maj. zu verharren und denen keinen Glauben zu schenken, welche, um Parteizwecken zu dienen, durch Anregung leerer Besorgnisse den Samen des Mißtrauens auszustreuen bemüht sind. Ich ersuche den Vorstand dieses Rundschreiben in der Gemeinde möglichst zu veröffentlichen und auch seinerseits im Sinne desselben zu wirken." (H. C.) Palästina. Jerusalem. (') Der als Literat rühmlichst bekannte Rabbi Joseph Schwarz aus Jerusalem, welcher mit einem gewissen Sachs wegen der schlechten eingesandten Unterstützungen des Occidents als Bevollmächtigter i. e als möc nach Amerika gesandt wurde, um dort eine großartige Collecte für die frommen Brüder im heiligen Lande zu veranstalten, hat bereits seine Reise über Amsterdam und Paris genommen, und wird möglicherweise wegen der im Winter gefährlichen Befahrung des Oceans, Deutschland besuchen. Wir wünschen diesen frommen Mann überall die ihm gebührende Anerkennung. Die Sabbathnacht. Schon geht der Tag nach seinem Ende, Die Sonne steigt hinab ins Meer, Sie ruft den Mond, daß er nun sende Die weisen, kühlen Strahlen her — Da kommt vom Felde heim der Jude, Der Arbeit Schweiß läuft ihm herab- Doch ach, wie wohl ist ihm zu Muthe, Er legt die schlechten Kleider ab» Mit feinerem Tuche bedeckt er sich schnelle, Es stehet der Sabbat bereits an der Schwelle Und rufet den Frommen zum himmlischen Gruß. ) Bald hört man schöne Lieder schallen. Es freut sich das Herz in dem scl'gcn Momente, Es stürzen die Thränen der Freude behende, Wie glücklich, wie selig ist's da doch zu sein. Dann kehret er im Glan-cnsfriedeu, Man denkt nicht furchtersüllt daran, Man läßt es kindlich sich behagen, Was Gott that, das ist wohlgethan. Da speisen sie — singen auf herzliche Weise Dankcnsgesänge aus f.liger Brust.