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Der treue Zionswächter · 1848-12-08 · 49 (8.12.1848) · page 6

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Journal
Der treue Zionswächter
Volume
4 (1848)
Issue
49 (8.12.1848)
Date
1848-12-08
Page
– (sequence 6)
Language
German
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Näherliegenden Dieses Gcldspareu am Unrechten Platze, das ist Schuld daran. Da wird ein Nabbi von einer ganzen Provinz besoldet, und eben dieses wenige Geld einer jeden Gemeinde, es ist am meisten hinausgeworfen. Unmöglich, wenn es nicht ein höchst thatenreicher Mann ist — kann eine Person sich der Psiichtcn gegen so Dielen entledigen, unmöglich kann er da und dort und überall als thätigcs Glied lttnc'z ow-rv vnvI ivw -)ct> auftreten, — und er tbut es auch nicht. Ich unterlasse es, persönliche Beweise aufzustellen. — Das sollte, in keinem ordentlichen Blatte geschehen, wenn es Achtung beanspruchen will. Durch Trivialität verdirbt eö^so^leider oft unsere Parthci; aber '-w ivv c-ch. Was gicbt es für eine größere Arroganz, was für ein himmelschreienderes Unrecht, als wenn ein Mann, überzeugt von der Unfähigkeit einer größer» Verwaltung, solche dennoch annimmt, und dann solche müssig die Hand in den Schooß legen, und sich um Schule sind Gotteshaus, um Lehre und Leben nichts kümmern? Ein zu großes Rabbinat ist ein ungeheurer Schaden für die religiöse Entwickelung, daher kommen auch bei uns die so mannigfachen xwv '.wo, weil m Ermanglung eines Nabbi, jeder sich befähigt hielt und hält, sein Urthcil über hochwichtige Dinge abzugeben. Das sollten unsere jetzigen Gemeinden nie mehr tbun und bei den kommenden neuen Einrichtungen möglichst darauf hinwirkeu und in nicht bei zu großer Familienanzahl einen Rabbi sich zu wählen, und sich lieber vom kolossalen Nabbinatssprengel treten. Wie wäre cs wol, wenn man zu diesem Ende eine Ncligionskassc in jedem Lande einrichten würde — ähnlich der Kirchcncassc — um unvermögenden Gemeinden bülfreich beizustchcn, und um die Existenz dcS Nabbi möglich zu machen? — Wie cs mit unfern Glanbcnsbrüdern dort im Gegensätze der Nichtjudcn zugchc?, so gehören zwar die Nheinkrcise in ihren politischen Ansichten ganz zu den Aufgeklärten, die Toleranz will aber dennoch nicht gehörige Fortschritte nehmen. Lesen Sie einmal die »neue rheinische Zeitung," ein ganz republikanisches Blatt, das ist beinahe judenfcindlich gestimmt, und die Kölner stellt im neuesten Blatte vom 3. Nov-, wo sie die Generationen Oesterreichs beschreibt, nachdem sie die Deutschen, Italiäuer, extra gerechnet hat, zuletzt „Zigeuner 128000 — Juden-ÄTHOOO"! Meinen Sie nicht die Kölnerin sei für die Interessen -es Herenthums mehr eingenommen als für jüdische, weil sie den Juden eine untergeordnetere Stellung giebt als den Zigeunern? Aus dem Würtembergischen Geehrtester Herr Redakteur! Las so eben erschienene „Gebet- und Andachtsbuch" von Dr. Maier, ist das schon vor länger als einem Jahre durch Subskribentensammlung zur Herausgabe verbreitete Ding. Damals fürchteten die Zaghaften es möchten Zwangsmittel eingcführt werden. Diese Furcht ist seit dem März dieses Jahres geschwunden, und es erscheint jetzt als eine schlechtberechnete Buchhändlerspekulation. — Es erregt in Württemberg nicht mehr Aufsehen, als irgend ein anderes, uns gleichgültiges und uns nicht angehendes Buch, das in irgend einer Buchhandlung erscheint. Niemand redet davon, als die Subskribenten, die der Mehrzahl nach, der Meinung waren, es sei eine gewöhnliche mit neuer Übersetzung, und die wenigen, die von Dr. Maier das erwarteten, was wirtlich geschah, aber jetzt die Furcht einer Zwangsmaaßregel nicht mehr hegen. Ucbcr den Geist, der darin herrscht, schwieg ich um so mehr, als Sie das Buch bei H-t in Altona, oder bei H-d in Hamburg (jener hat auf ein, dieser auf zwei Exemplare subskribirt) anschcn können. Ich bitte Sic einliegenden, dieses Buch betreffenden Zinssatz, in Ihr Blatt aufzunchmen. *) Wenn auch der Styl mir dem Ernste JhreS Blattes nicht übereinstimmt, so dürfte er doch sich als eine Kritik gegen das Buch eignen; und darum wird mancher leichtfertig erscheinende Ausdruck, um so weniger Anstoß finden, als auch ich meiner reinen Absicht bewußt bin. Bayern. VZLirzburg, im Marcheschwon. HerrSalomon Plessner besuchte auf seiner Reise nach Frankfurt auch die hiesige Stadt und erfreute die israelitische Gemeinde durch eine sehr inhaltsreiche Predigt, in welcher derselbe Israel äufforderte, seiner Religion

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