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Der treue Zionswächter · 1848-12-08 · 49 (8.12.1848) · page 4

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Journal
Der treue Zionswächter
Volume
4 (1848)
Issue
49 (8.12.1848)
Date
1848-12-08
Page
– (sequence 4)
Language
German
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„Unordnung in der Synagoge.«* Wik'sind' mit den Synagvgenzustanden eines großen Theils von Bauern, und zwar mir diesem Theil. in welchem die me'sten Zudengemeinden sich befinden, ziemlich genau bekannt, und wissen daher daß ungeachtet dieIsraeliten dalelbst zur Zeit des Glückes noch nickt theilhasrig ge, worden sind, eine Oberkirchenbebörde zu haben, und unaeack'er sie auf je 10,000 Seelen nicht beinahe 300 beeid,gre Klrckenbeamle sich erfreuen können, die Ordnung beim Gottesdienst in keinem geringer» Grade a>c in Würrembcrg angetroffen wird. Und sollte dort d:cse Ordnung hier und da einmal gestört worden sein, so liegt der Grund dieses Schweigens, in dem: „II sunt iever lö 1m§e «n „Streit auf den Kohelsstuben" giebt cs bei uns meinden. Seit 1831 fand eine Gemeindeversammlung n«chr mehr Statt; seit 18 Jahren sind diese Gemeinden, die früher bei iedcr, auch nur einigermaßen wichtigen sich seit jener, sic erniedrigenden Periode, von drei — vier, höchstens fünf — je nach der Secienzahl der Gemeinde — aus den wohlhabendsten Mitgliedern, und mnuren lassen. Da kann allerdings ein Widerspruch nicht geltend gemacht werden, und lebhafte, oder gar stürmische Erörterungen nicht Vorkommen. — Soll man aber den Was wir aber wollen, das ist nichts mehr und nichts weniger, als das, was wir früher schon hatten, und was nie hätte genommen werden sollen. gebilde der Herrn, denen die freie Bewegung der Gemeinden ein Dom im Auge ist, und die die Knechtung verewigen möchtenwissen, woher sie kommen und nicht vermuthen können, wohin sie gehen oder wohin sie uns führen werden; wir wollen keinen Rabbiner haben, von dem wir nichts Augen des kheol. Mitgliedes der O. K. Behörde. *) ihnen das gesetzlich vorgeschriebene Reiigionsbuch — gegen dessen Einführung Herr Dr. Weil so energisch prorcstirre — reichen, wollen ihnen ein Buch nicht alS ein Ncligionsbuch reichen, das zwar als Leseübungsbuch in Nom, in Stockholm, in Mekka und in Jerusalem, als ein Dtug, daß weder Schaden noch Nutzen bringt, gebraucht werden kann; aber als Neltgiousbuch überall schädlich seiü muß. Wir wollen unsere Gottesverehrung so üben, wie sie mit unserer Ueberzeugung und mir unfern Gefühlen üdereinstimmt; wollen uns aber nicht von der Residenz aus, eine Kulrdressur ankilten lassen, wollen uns nickt in ein Kreisgefängniß schicken lassen, wenn wir etwas beten, das eine kirchlich-polizeiliche Censur in einem Augenblicke der üblen Laune oder des Uebermuths verpönt har; wollen nicht daß eine Oberkirchenbehörde einer Gemeinde, die da bittet am einen ^'halten zu dürfen, solches verweigert, indem sie, der Lynagogenordnung zum Trotz einer andern Gemeinde einen dreijährigen Cikius beim Thoralesen bewilliget, ungeachtet letzter Wunsch nicht von der ganzen Gemeinde ausging. Wir wollen in jeder Gemeinde unsere Angelegenheiten selbst ordnen, und wollen nickt, daß wir unrer der Vormundschaft einer Kirchenbehörde stehen. Wir haben, wie alle Einwohner des Landes, als Vorgesetzte: Onsbehörden, Oberämler, Oberamtsgerichle, und so *) In Ihrem Blatte ist Herr Dr. Maier schon einigemal als Präsident der Oberkirchenbehörde bezeichnet geworden. Das ist Jrrthum. -Der Graf von Erinvur, ist der Mut» ter Gatte nur.« Der Kirchenrath Dr. Maier ist nur theologisches Mitglied, inden Herr Regierungsrath Steinhardt Präsident der benannten Behörde ist.

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