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Der treue Zionswächter · 1848-12-08 · 49 (8.12.1848) · page 2

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Journal
Der treue Zionswächter
Volume
4 (1848)
Issue
49 (8.12.1848)
Date
1848-12-08
Page
– (sequence 2)
Language
German
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Zeit, von der es heißt: LTsN M7 2vdc, die auf reinen Auirieb zum allgemeinen Wöhle startgefundenen Revolutionen vergleichen. — Wol scheint uns Samuel daS Verhälrniß zum Staalsoberhaupre in einem ganz absolutistischen Sinn errheiit zu haben; das ist es aber nicht. Ersagre nur die bei einem ungerarhenen Könige möglich verkommenden Dinge, und wollte sie dadurch von ihrem Vorhaben abbriugcn. Das „122cv 2'2' 7>r (so finden wir ,,v2w wv eonsuerullrnem qus utancln npuei r.uittivum» ebenso „2'7pn rrrv 1721" :c.) darf uns nicht abschrccken, dieses Wort v2cn ist hier so viel als rat!«, mvclus, evn8netu6o. Dle Vutgaca überseht hier, wie gar häufig auf die schlechteste Art, die (XX liegt nicht vor uns, denn diese gSnze Schilderung hat sich Gottlob bei den frommen Köwtzrll nicht bewahrheitet, „??' v'Iirv 22'0'li", wollte bios ein zbpfi rhun. — Zn dem Satze der h. Schrift '72 '7 hi»'* glauben wir eine Analogie zu finden, des -;!>» mit d. h. Zst dcr König seinem Volke ebenso w:e Gorr ein Vater, dann fürchte ihn. Den letzten Vers endlich des biblischen Zudcnthums, der namentlich sür uns von Wichtigkeit ist, 27^2 21^2 1577). der spricht es evident aus, nur um das Wohl jeder Stadt, edcs Orrs, jeder Provinz, jedes Landes habt ihr euch zu bekümmern, das Vvikeswvhl sucht zu fördern, auf die Seite der Könige habt Zhr Euch nicht zu stellen, wenn sie dem 8slus populi entgegen sind. Gehen wir zum rabbinischcn Zudenlhume über, nehmen wir uns da nur die Ethik zum Spiegel, so stoßen wir bald auf den Spruch, der von devoten Absoluristen öfters schon gebraucht wurde — oöc twiöc2 'N -- aber wip stehr, nicht 'jön, für den Wohlstand des Staates, sür dessen Bestand durch Ordnung und Recht haben wir zu beten, nicht aber für Staarsobrigkeiten, die dem Staate selbst nachtheilig sind. Und gehen wir weiter, c"ci> ör oder gar r>'272!>2 7pifi 7^7722;7M"27; wir übersetzen 2'272 gerade mir Revolution, denn das ist 7>'O72, eine Opposition; was ist in diesen Sätzen anders ausgedrückr, als der Gedanke, eine Selbsthülfe ist dann erlaubt, wenn ihre Ursache und wrirn der Zweck auf gewichtigen, gerechten, gottgefällige» Dingen beruht? Wir sind also mit unserer Antwort schon zu Ende. Und wir wiederholen das Resultat kurz. Das biblische und rabbinische Zudenlhum, wenn man einen solchen Unterschied, dem wir nicht beistimmen, machen sollte, verhalten sich zu einer Staatsumwalzung, gerade wie zu jeder andern That, ist sie.rechtest/ wird anerkannt,, unrechtsie wird bestraft. — Wir ^glaubten umsomehr eine solche Betrachtung anstellen" zu müssen da wir ja keineswegs die Weltgeschichte als Weltgericht in allen Dingen ansehen, also nicht von ersterer unser Urrheil abfällen dürfen, denn leider ist es nicht der Fluch der bösen That, daß sie fortwährend Böses muß erzeugen, nicht stets der Tugendhaften Lohn, daß süße Früchte ihrem Wege folgen^ Diese Zeilen sind uns 8?ne ira et 8tuü!o entflossen, nur im Znreresse der Wahrheit, nicht aber im Gegensätze zu dem Aufsätze des Herrn Professor Hengstenberg: „Wie verhält sich die Bibel zur Revolution?" - I. Schwarz. Auch eine Reaktion! (Beschluß.) Das löbliche Treiben ist aber ohne die gewünschten Folgen geblieben, und Herr Dr. Weil wird nach wie vor die Autonomie der Gemeinden und die Gewissensfreiheit seiner Glaubensgenossen, wie sein so eben erschienenes Sendschreiben an die Gemeinden versichert, kraftiglichst vertreten. Weil aber die Reaktionäre thun, als wüßten sie nicht, was die Gemeinden wirklich wünschen, und weil sie den Leuten weiß machen wollen, als sei ohne polizeiliche Bevormundung der Synagoge kein Heil für diese zu finden,*) und als wäre das wirklich Gute, dessen die Gemeinden Würtembergs sich erfreuen, das Werk der Oberkirchenbehörde, welches Gute also mit dem Aufhören dieser Behörde wieder in das Nichts verfallen müßte, so wollen wir zuerst den Anklagen, der bei dem kirchlich—polizeilichen System sich behaglich fühlende Reaktionäre folgen, Und dann ihnen Angesichts der ganzen Welt sagen, was wir wünsche», und sehen, ob sie alsdann die Sribne noch haben, die GittitlUden zu verlästern. Polnische Rabbiner ssunktkbnirken in Württwbevg nie und ^Ü keiner Zeit; wie überhaupt solche auch km ausgedrückt, daß das Aushören der Oberkirchenbehörde, den Verfall der Religion nach sich ziehen könnte! Zst oaS nicht lustig — traurig?

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