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Der treue Zionswächter · 1848-11-17 · 46 (17.11.1848) · page 5

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Journal
Der treue Zionswächter
Volume
4 (1848)
Issue
46 (17.11.1848)
Date
1848-11-17
Page
– (sequence 5)
Language
German
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»ZO 365 daran dachten, die Juden von einer Schmach de- Mittelalters, die noch in ihrer Mitte gegen diese Unglücklichen verübt wird, zu befreien. — Zwei Zahre nach dem Wiener Congreß, von dem die Juden mit Recht soviel Heil erwartet haben, also 181.7 sind die Statuten für den Wiener Leibzoll erneuert und genau bestimmt worden, Staturen, die an die spanischen Znquisirionsgesehe gar sehr «rmnern. --»- ZritrmgsNKchrrchteA. Freie Städte.j Hamburg. Wenn im vorigen Jahre bei Gelegenheit des bekannten Bes Hneidnngs-Falles hieselbst, in diesen Blätter» von berechtigten, anerkannten Autoritäten darauf hingewiesen wurde, wie derartig vorkommende Falle, damit nicht in spateren Jahren, bei Verheirathnngen etwa. Unschuldige aus Uukenntttiß in schwere Gewissens- Belastung verfallen möchten, wenigstens zur größtmöglichster Ocffentlichkeir^allen frommen Gemeinden , und Rabbinen Israels gebracht werden müssen, diesen Ansinnen damals aus hinreichend bekannten Gründen nicht Genüge geleistet werden konnte; so ist cs eine dankbar anzuerkennende Errungenschaft der Neuzeit, daß jetzt, wenn unsrerseits auch keinen Gewissenszwang ausgcübt werden kann und darf, wir aber eben so wenig gezwungen werden können, irgend einen derartigen religiösen Druck wider unser» Willen ertragen zu müssen. Und so nehmen wir denn zu dem letzten uns übrig gebliebenen rechtlichen Mittel unsere Zuflucht, um wenigstens unser und unsrer Nachkommen Gewissen zu beruhigen, unser Gerechtsame zu wahren. Es hat Hieselbst am vio>"v 'k> ei» « den 12. Novbr. 1818), Dr. Solly von der Porten sich mit Antoinette, geb. de LemoS, vertu ittwete Mankiewitz, welche letztere ez'ö war, ohne der religiösen Pflicht der z» genügen, vermählt, und Dr. Salomon die Trauung vollzogen. Da nun nach der Meinung der bedeutenden Schriftgelehrten*) die aus solcher Verbindung entstehenden Nachkommen als --»iw zu betrachten, so bringen wir jenen traurigen Fall zur Kenntniß aller frommen Gemeinden und Rabbinen Israels, vorzüglich derer, die sich damals bereit erklärten, über diese und ähnliche Fälle ein eigenes obrigkeitlich beglaubigtes Register zu führen, v'-r.vv üöc >?? Zbic'a. Frankfurt a.M. Das von der jüdisch-deutschen Nationalsynagoge Hieselbst ausgeschriebene Vorparlament für eine später zu constituirende jüdische Synode hat gleich von vorn herein kund gethan, daß es mit der ganzen Versammlung nichts ist. Nicht nur, daß auch kaum eine einzige größere Gemeinde vertreten war, hatten sich außer der hiesigen nur einige wenige aus der nächsten Nachbarschaft eingefunden, und dieses nur Rabbiner oder Prediger, so daß von einer Vertretung der Gemeinden auch kaum eine Spur vorhanden war. Eigentliche Verhandlungen sind nicht gepflogen worden, nur einige vertrauliche Mittheilnngen, in welchen, bei der Ueberzengung von der gänzlichen Theilnahmlosigkeit der jüdischen Gemeinden der Plan für den Augenblick freilich vertagt, aber darum noch nicht anfgegeben sein soll. Es giebt nun einmal Leute, die ihrer Eitelkeit zu Liebe selbst eine Lächerlichkeit nicht scheuen. Darin erinnern uns die Erfinder und Beförderer jenes bedenklichen Planes der Synode; die Majorität der Judcnheit verwirft sowol die Idee, als die Personen, die sich als Träger derselben hingestellt. Bayern. Bamberg. Der hiesige Landrath will noch jetzt die Emancipation der Inden nickt anerkennen, und hat sie so eben ans der Liste der Geschworenen gestrichen. Ein entschiedener Protest ist eingelegt und alsbald nach München und Frankfurt übersandt worden. Mähren Nikolsburg, im Oer. Unser Rabbiner hat folgendes Rundschreiben erlassen: An die ehrsamen israelitischen Gemeinden in Mähren. Geliebte Bruder? Der erste Kettenring unserer jahrhnndertlangen Schmach ist gebrochen. — Dank dem Vater im Himmel, der unS zu jeder Zeit geführt.

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