Der treue Zionswächter
- Journal
- Der treue Zionswächter
- Volume
- 4 (1848)
- Issue
- 44 (3.11.1848)
- Date
- 1848-11-03
- Page
- – (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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»M 350 Hß. taS ehemalige preußische Schutzgeld beträgt. Der Minister hatte kaum sein Verlangen geäußert, als man zur That schritt und beschloß: alle Gelder, die durch den Tagzettel eingehen, der Schutzcommission zu über» geben, welches auch seit 1836 bis jetzt mit größter Strenge und Pünktlichkeit geschieht. 4) Etat-Steuer. 1823 verordnetdie Negierung, daß der kp in Warschau aufgelöst, und an dessen Stelle ein Synagogenvorstand eingesetzt werde, der unter Aufsicht und Theilnahme des Magistrats steht. Dieser hat die Befugniß, eine Etatsteuer jährlich festzüsetzen, die von jedem Gemeindemitgliede nach seinen Vermögensverhälrnissen bestimmt und erhoben wird. Anfangs war diese Steuer von keiner großen Bedeutung, da die meisten jüdischen Anstalten von den Einkünften deS jüdischen Tagzettels erhalten wurden. Allein seir 1836 wo dieses alles aushörte, muß die Etatsieuer jährlich auf 120,000 P. Gld. veranschlagt werden, wovon 40,000 p. Gld. für das Krankenhaus und die übrige Summe für Elementarschulen, Geistlichkeit und Kanzlei des SynagogenvorstandeS verwendet wird. Diese Steuer ist aus zweifachen Gründen höchst drückend, erstens exist«ren schon so viele drückende Ab» gaben, denen ein großer Theil des Erwerbes geopfert werden muß; zweitens findet bei dieser Steuer gar oft Parteilichkeit starr, so daß der Unbemittelte nicht selten mehr zahlen muß als der Wohlhabende. Wir werden aber aus folgender Steuer noch etwas Drücken, deres entnehmen und sehen, wie der Jude in diesem Lande auf unerhörte Weise geplagt und gebrandmarkt wird. 5> Concessionssteuer. DqS Patent um Branntwein oder Bier zu schenken kostet jährlich zehn Rubel Silber und en §ros 40 R. S. Für die Er» laubniß zur Destillation 40 R. S. und für Brennerei ebenfalls 40 R. S. Dies zahlt sowol Christ als Jude, letzterer aber muß noch besonders für Schenkrecht 400 p. Gl. jährlich zahlen, ebenso für den Handel en xros 400, Destillation 400 p. Gld. und in kleinen Städten 2 bis 300 p. Gld. und zwar vierteljährlich mit Zinsen, also für ein Vierteljahr 109 p. Gld. Die Gesammrsumme, welche hierdurch von den Juden dem Staate gezahlt wird, beträgt mehr als 300,000 p. Gld. Seit zwei Zähren haben eS die Polen dahingebracht, daß Juden nicht einmal Holzhauer bei einer Brennerei auf dem Lande werden können, nur in den Städten dürfen sie Gehülfen sein und dafür müssen sie 2 bis 400 p. Gld. Steuer jährlich zahlen. Metrische Übersetzungen.!>v cjvi» Heut' ist der Schöpsungstag der Welt, Heut' steh'n wir vor Gericht, Heut' wird das Urtheil uns gefällt, O Gott, zu strenge nicht! Wenn Herr, wir Deine Kinder sind. So üb' Barmherzigkeit. Wie ja auch dem geliebten Kind Sein Vater wohl verzeiht. Und wenn wir Deine Knechte sind, Hinauf zu Dir wir sehn Und bitten - «Richte uns gelind In Deinen heil'gen Höh'n!-- .IIS) N'Z'lv!) .NLP Id'dvlW Es dring' am Abend unser Flehen, O Herr, vor Deinen Thron, Daß wir am frühen Morgen sehen Beruhiget uns schon. Und bis zum Abend, die wir lallen Gebete mögen Dir gefallen. Des Abends mög' die Stimme dringen Zu Dir, o Gott, empor, Des Morgens möge sie dann bringen Gerechtigkeit hervor. Und die Erlösung sei beschlossen Noch eh' der Abend ist verflossen. Des Abends mög' die Bitte steigen Zu Dir, o Gott, hinauf, Und laß Vergebung sich doch zeigen Des Morgens unS darauf. Und gnädig werd' von Dir erhöret Gebet, das bis zum Abend währet.