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Der treue Zionswächter · 1848-11-03 · 44 (3.11.1848) · page 3

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Journal
Der treue Zionswächter
Volume
4 (1848)
Issue
44 (3.11.1848)
Date
1848-11-03
Page
– (sequence 3)
Language
German
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»M 347 OK«. Aber eS fürchten diese Lehrer, daß durch das Nicht der Geistlichen, den Religionsunterricht zu beaufsichtigen, allerlei Reibungen und Conflicte hrrbeigeführk werden. Diese Furcht ist ungegründet. Bisher mag es freilich an vielen Orten der Fall gewesen fern, nämlich allenthalben, wo Lehrer und Geistliche in ihren religiösen Ansichten nicht harmonirten — was ich für die religiöse und kirchliche Jugenderziehung durchaus norhwendig erachte. Dieser Uebelstand, dieser Stein des Ansicßes und Zerwürfnisses aber ist eben durch die Freiheit der Kirche und des religiösen Bekenntnisses aus dem Wege geräumt. Bisher waren z. B. die Lehrer der freien Richtung genölhigt, unter orthodoxen Geistlichen zu arbeiten, und umgekehrt. Das aber wird in Zukunft aufhören, da sich freie Gemeinden bilden werden. Aber es dürfen dann auch hinfort die Lehrer sich nur um die Schulstellen bewerben, deren Gemeinden ihre religiöse Ansicht zugethan sind oder mit ihnen dasselbe kirchliche Dekennmiß haben. Kein orthodoxer Lehrer darf sich um die Schulstelle einer freien Gemeinde bewerben, und umgekehrt, kein Lehrer des freien Bekenntnisses um die Schulstelle einer orthodoxen Gemeinde. So will's das Recht der Gemeinden. Auf diese Weise findet denn auch von vornherein im Religiösem Kirchlichen Uebereinstimmung und Harmonie statt, wie zwischen Gemeinden und Geistlichen, so auch zwischen Lehrern. Geistlichen und Gemeinden, während nach den bisherigen Verhältnissen, die Gemeinden sehr oft einer argen Lehrwillkür ihrer Geistlichen und Lehrer überlassen waren, so daß einer eigentlich freien Gemeinde ein orthodoxer Geistlicher aufgedrungen wurde, oder eine orthodoxe Gemeinde mit einem gleichgesinnten Geistlichen einen, der neuen Richtung zugethanen Lehrer erhielt. Solche Ungerechtigkeiten werden in Zukunft nicht mehr Vorkommen. Darin wird, wie bemerkt, im Religiösen schon von vornherein Harmonie zwischen dem Lehrer und Geistlichen statt finden, eben weil sie einer und derselben Confessio», der Confesflon der Gemeinde angehören und dieser in und nach derselben diene»' wollen. Mithin wird rücksichtlich der religiösen Ansichten der Lehrer und Geistlichen in Zukunft nur em freundschaftliches Verhälmiß zwischen Beiden statt finden können. Aber eS müssen auch im einigen, nationalen Deutschland alle provinziellen Schranken der Bewerbung fallen. Es kann sich z. B. Herausstellen, daß eine Provinz mehr freie Lehrer hat als Gemeinden und Schulstellen, während eine andere mehr Schulstellen als Lehrer: — Da müssen die Lehrer wie die Geistlichen das Dewerbungsrechr durch das gesammte einige Deutschlnd haben, wofür auch nationale Gründe sprechen dürften. So habe ich denn die erste Frage zur Organisation eines deutschen Volskschulwesens zu beantworten versucht, und lege sie hiemir dem deutschen Volke, den Vertretern desselben in der hohen Nationalversammlung wie in den Provinzialversammlungen zur Erivägung, Entscheidung vor. Ob und in wie fern meine Stimme eine Stimme des Rechts und der Nation ist, werden die nächsten Monate lehren. Selig aber wird die Volksschule überall den belebenden Morgen begrüßen, wo die Nation sie für ihr Eigen und Heiligrhun» erklären und sie zu einer Volksschule im wahre,', weiten großen Sinne des Worts erheben, zu einer Volksschule, in welcher das deutsche Volk sein verlornes Dasein verjüngt wiederfinden und zu einer deutschen Nation voller Intelligenz, und Macht erwachsen wird. DaS wird dann sein der Tag der Wiedergebrt des „jungen Deutschlands"!! V. Grnlrrdrmg zur Grrbscriptivrr. Mit Freuden ergreifen wir die Gelegenheit, unfern geehrten Lefern auf die Herausgabe eines Werkes, dessen Inhalt, wie der Name des Verfassers selbst für den Werth desselben spricht, aufmerksam zu machen. Es ist dieses ein Werk vom seligen Oberrabbiner zu Breslau, Herrn Abraham Tiktin. Der Verfasser, dessen Ruhm verbreitet war, zu einer Zeit, wo nur gründliche, talmudische Kenntnisse, verbunden mit einem genau durchgrübelnden Scharfsinn, dem jüdischen Gelehrten Ruf und Ansehn erwarb, hinterließ uns in diesem Werke einen Schatz von Dieselben in Zahl 130, erstrecken sich auf alle Die allgemeine Anerkennung, welche dem Verfasser durch die

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