Der treue Zionswächter
- Journal
- Der treue Zionswächter
- Volume
- 4 (1848)
- Issue
- 43 (27.10.1848)
- Date
- 1848-10-27
- Page
- – (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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»ZH SA» verfolgen? Wo du nach Ueberfluß geizest, wo deine unersättliche, nie zu löschende Ehrsucht gehemmt, willst du weder Gut noch Leben deines Bruders schonen? Nichts ist dir da heilig, wo dein brennender Durst der Leidenschaft Befriedigung findet. Schämst, dich nicht, im mächtigen Kreise der Liebe, wo viele Millionen im Band der Liebe geschlungen, biktern Haß, tödliche Anfeindung zu verüben! Die in den Geschöpfen gepflanzte Liebe ist zu deinem Tröste da, betrachte, sie und du erliegst nie den auf dich lastenden Leiden auf dem dornigen Wege deines irdischen Lebenswandels. Bewundere die Zärtlichkeit bei den vcruunftlosen Geschöpfen. Betrachte sie, wie besorgt die Mutter für das Leben ihrer Erzeugten ist; sie strebt das Leben ihrer Jungen dauernd zu erhalten, mit mütterlicher Zärtlichkeit pflegt und nährt sie die junge Brut, schützt sie vor Gesahr. Finden wir diese Liebe, diese Zärtlichkeit beim vernunstk-osen Geschöpfe, in welcher Unendlichkeit muß sic da nicht beim Höchsten zu finden sein? Ist ja die Liebe dem schwachen Geschöpfe darum cingepflanzr, um auf der höchsten, unbeschränkten Liebe zu schließen. Ist das schwache, kraftlose Geschöpf an Mitteln reich, seinen Erzeugten zu erhalten und zu beglücken, so darf cs den Allvater an Mitteln nicht fehlen, uns die höchste Glückseligkeit zu spenden. Welcher das Gefühl der Liebe in Geschöpfe gesenkt, muß ja selbst Pie Liebe sein. Sorgt das Nöglein für das Wohl seiner Zarten, und du, dessen Liebe und Macht gränzenlos, wie sorgst du für das Wohl deiner Kinder! Erthcilt das schwache Wesen seine im Mqaße beschränkten Güter seinen Erzeugten, du, die Liebe selbst, theilst sie nach deiner Unendlichkeit, deine Huld, welche deinen Treuen unendlich ist. Des Gefieders Gefühl der Liebe bauet das Nest, das ihm kurze Leben auch seinen Jungen zu versüßen, was vermag deine unendliche Huld und gränzenlose Macht deinen Kindern zu ertheilen? Siche, mein Lieber! Ueber die ganze Schöpfung ergießt sich Lehre, der Wille Gottes, Hoffnung zum höchsten Glück und Trost für dich, wenn dein geistiges Auge durch Sinnlichkeit und thierische Gelüste nicht geblendet ist, dann erschauest du im Staube deine für dich beschiedene, höchste Wonne! Dein Leben heilige, dein Gemüth weihe zur Lehre Gottes; du wandelst dann dein Herz zum Altar, wo die heiligsten Gefühle und reinsten Empfindungen zum Höchsten aufsteigen, wohlgefälliger, denn Räncherdnft! Im Aufschwung meiner Gedanken, das Wort Gottes zu vernehmen, hörte ich den süßen Klang der gcweiheten Harfe, die die schlummernde Ahnung mit Kraft weckte. Höre du auch mein Freund, das trostreiche Wort! Ps. 8l, 1. „Auch das Böglern erspäht sich ein Haus, die Schwalbe ein Nest ihren Jungen Nabrung zn geben, du, mein König, mein Gott, deine Altäre.' Das Glück jener ist mit winzigem Maaß; die Milde des Unendlichen ist uncndltch! Die Allgürc, die Liebe lehrt. - Liebe in uns gepflanzt, daß wir sie nach unserer Kraft üben, wird uns nach seiner unbeschränkten Kraft und Huld seine unendliche Liebe fühlen lassen und zeigen. 'Nein, nein, wir enden nicht, wir erheben uns über Staub, Zeit und Natur! Diese vergehet, aber du bleibst derselbe. Deine Theucren, dir anschließend, laben sich an deiner Schönheit, mit jetzt unbegreiflich zu schildernder Wonne! Die von deiner Lehre sich Trennenden, scheiden vom Leben und sind moralisch todt; die dir anbängen, leben geistig ihrer hoben Bestimmung würdig, -pd' eW'a '?z. Ans welchem Gebiete des neuen Deutschlands soll die deutsche Volksschule erwachsen? (Fortsetzung.) Warum sollte der erste Unterricht nibt mir dem allgemein religiösen beginnen? Warum sollen diese Kmdec »i hr eher wissen, was sie in religiöser Einsicht mit einander verbindet, als was sie voneinander trennt? müssen ja doch wenigstens historisch damit bekannt werden, um die ihrigen desto gründlicher zu verstehen und zu beurrheilen. Sollten die Prediger nicht nachher im Stande sein, unterstützt durch die Eindrücke deS Familienlebens rc., bei einem rein consessionellen Unterrichte, sie bei dem väterlichen Glauben zu erhalten. Dr. Kcögcr fügt hinzu: Ich mußte gestehen, daß ich