Der treue Zionswächter
- Journal
- Der treue Zionswächter
- Volume
- 4 (1848)
- Issue
- 42 (18.10.1848)
- Date
- 1848-10-18
- Page
- – (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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Glück wieder einkchren in unfern Mauern, der Segen Gorres wird unsre Häuser beglücken, das Volk Israel wird eine Leuchte sein allen Nationen, und wird alle Menschen zu ihrem Vater im Himmel führen, um alle Der Wille Gottes in der Natur, zur Nachahmung und heheren Verpflichtung Von Nabb. I. Ehrlich. (Fortsetzung.) Noch ein Wort, frommes Täubchen! Laß dich nicht täuschen, wenn du an der Stirne vieler deiner Genossen ein neues Datum, etwa das von "848" stehen sichst; dein Geschlecht wäre dann zu jung! 2ch sage dir aufrichtig, dein Stamm zählt mehrere Tausend Jahre! Ich sage cs dir aufrichtig, deine erste Mutter, die beim ersten Geburtstag der Welt gestanden, und im Jubellied der jungen Schöpfung jauchzend einstimmte, hätte jetzt 6609. Ja, so ist cs, Fromme! Jst's wahr, du bist erfreuet ob der Kunde? Halte dich, duldende Taube, an dieser Zeit! Und wie billig, denn bei allem unfern Thun, soll uns Seine Allmacht vorschweben — merke dies, ein hohes Alter, ja ein hohes, so ist es. Und sage mir doch, warum so lange diesen alten, ja, diesen uralten Brauch beizubehalten, warum nicht reformiren? Warum sich au das Alte noch anklammern? Welcher Nerz liegt nicht im Ungebundenen! Und haltest du dich immer an das Verrostete? Es ist in unserer Zeit so viel des Lärmens und des Schreiens mit diesem Abgott. Ahme unsere Aufgeklärten nach! Antworte mir, lege ab den alten Brauch! „Ich ablegen, was Gott geheiligt? Ihr, die ihr euch der Weisheit rühmet, könntet die Heiligkeit alt neunen?" Die Heiligkeit zählt keine Jahre; der mir dies Gefühl einpflanzt, ist ja auch heilig, unendlich seine Heiligkeit, sie ist über Zeit und Datum erhaben! Das nennt ihr Aufklärung? Ich lebe in ihr und vergehe mit ihr. Gottes Wort hat alles mit dem Siegel der Wahrheit besiegelt, nichts tretet ab vom vorgezeichneteu Gesetze in der großen Schöpfung; alles wandelt im treuen Gang, auf der ihm festgesetzt» Bahn, und ich soll abweichen? Nimmermehr!" Und du, Hirte der Schöpfung, Mensch! Was du mir erzählst, daß man unter euch reformirt, glaube mir, jene stehen uns weit, sehr weit nach; denn wir bleiben treu unserm Gesetz und jene wanken, weichen ab davon und von ihrer höchsten Seligkeit. Schön gesprochen, fromme Taube! Also was Gott geheiligt ist dir unzertrennlich. Sittlichkeitsgesetz in Thier gepflanzt, kann nicht reformirt werden, ja so ist; das Ceremonial, was uns als höhere Wesen heiligt, soll auch über Zeit und Raum leben. Es sei unzertrennlich von uns, unwandelbar, gleich dem Gesetzgeber! Schöpfungswie geoffenbarteö Gesetz sind gleich; kein Abweichen, kein Abändern, diese gleich jene. Zwar sahen wir ein Austreten der Natur; aber einstweiliger Stillstand war es nur, so auch das Gesetz leidet eine zeitweilige Aenderung rwc, keinesweges eine immerwährende Aenderung. Sie ist tödtliches Vergehen. Ist Naturgesetz unveränderlich, um wie viel mehr das Göttliche! An ihrer Macht zerstieben die mächtigsten Kräfte der Natur, diese Stolze beugt ehrfurchtsvoll das Knie dem Gesetz, fliehet vor dessen Wink; Wunder wirkend die Gesetzesübung; Liebe, Willfährigkeit dessen Beachtung. Der gottgewcihete, erglühete Augenzeuge sang sehr trefflich, Ps. 419: „Nahe bist Du, alle Deine Gebote sind wahr D. h., das Bewirken Deiner Liebe durch deren Befolgung, zeigt deren Wahrhaftigkeit. Du mit heiliger Vernunft geschmücktes Geschöpf, Mensch! Erwäge, hat der Allwcise dem in Kräften beschränkten Thiere, ein Gesetz in der thierischen Seele eingegraben und dir mit maunigfacher Kraft gerüstet, dennoch zügellos jegliche Schranken durchbrechend, dich frage ich: Ist kein Gesetz, dein Heil fördernd, vorgezeichuet? Allerdings! Und diese Wahrheit will der moderne Anhang, von stolzer Selbstüberschätzung aufgeblähet, nicht beherzigen. Der Mensch sich überlassen, anhängend den seiner bestechlichen Vernunft gezeichneten Gesetzen, o, was wäre diese zum irdischen Paradiese bestimmte Welt? Die zum Thiere erniedrigte Vernunft würde alles beschönigen. Traurige Freiheit der Vernunft! Solche Freiheit Kürzt vom