Der treue Zionswächter
- Journal
- Der treue Zionswächter
- Volume
- 4 (1848)
- Issue
- 41 (11.10.1848)
- Date
- 1848-10-11
- Page
- – (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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»DH 324 W« auf seiner Seite, dann muß er das Feld behaupten., Hört ihn den Propheten, bei der Betrachtung des traurigen Zustandes seines Volkes die gottseligen Worte aussprechen? öö giebr es keinen Trost, kein Mittel für den Einhalt solcher Verwahrlosung? Er zürnt nicht, er flucht nicht, er sucht nur wie ein Heiliger durch göttliche Worte zu überzeugen. 2hm wollen wir nachahmcn, und zu unserer Ucbcrzeugung nehmen wir den Vers: „ich belege mit edlen Farben deine Steine, deine Thora sollt sie befolgen, wie meine Gebote, denn sie sind gegründet auf Saphiren/* Ja, der Grund aller dieser Umzäunungen ist ein edler und erhabener, cs ist die Erhaltung des inner» Gebäudes. Und diese Umgränzungcn sind jetzt: nr 'Mvo, „Goldene Aepfel in silberner Schaale, nehmet thr die Sckaale, so werden die Aepfel verderben, nehmet ihr die Hülle, so verdirbt der Stein." Verlanget Ihr, m. w. Z. Beweise hierfür? Es waren Tausende unserer Brüder, die im Anfang fest an der Thora hielten, doch die ganzen Ceremonien fallen ließen, sie sind bei ihnen gefallen, und nicht lange darnach die Thora selbst, die jn?7 rn-p wurden verworfen, bald folgten die sin''msi7 o2v. Darum ruft es euch gleicham zu: in 1 ntw iniHr, ob )!> pp ^'2 v»7ntö. Nimm diesen Straus, er soll unauflöslich recht gut die Gründe jener Verirrten, die gegen alle Ceremonien kämpfen, und ihre Stimme ertönt laut an den Markten, auf den Straßen: „sie haben keinen Werth für uns mehr, sagen sie, die Zeit hat sie verworfen. sie haben sich überlebt, und wir bitten, rettet nur den Stein, uud lasset die Einfassung/* Das sind ihre glatten Worte, sonder Werth, ihre freien Reden, sonder Wahrheit. Wenn sich die Ceremonien überlebt haben, so haben sich nicht minder überlebt alle Gebote der heiligen Thora, auch sie können wir nicht alle begreifen, auch sie sind unfern Ansicht öfters fremd, und sie, sie sind von Gott entquollen, von der heiligsten Wahrheit und Weisheit, und von dem Lichte aller Lichter, Geist aller Geister. — Aber nein! wenn alle Vorschriften und Ceremonien keinen andern Grund hätten, als den, daß wir uns bei der Ausübung derselben an Gott, an die Heiligkeit erinnern, und auch als Menschen heilig werden sollen, wenn sie keinen andern Grund hätten, als daß wir durch sie an unser zerstreutes Volk, an unsere Verbrüderung und gegenseitige Liebe denken sollten, um Alles dann zum Wehle der menschlichen Gesellschaft zu rhun; und wenn alle Ceremonien keinen andern Grund hätten, als durch die Beobachtung derselben nie ins innere Heiligthum treten zu können, um es zu entweihen, wären diese Gründe nicht hinreichend, um sie alle mir der größten Genauigkeit zu erfüllen? Und ist daS nicht Gedanke genug, wenn wir in vielen Dingen eingeschränkt sind, um einen Herrn über Alles anzuerkennen, wenn wir bei jedem Genüsse ein Geber und einen Lobspruch vorauszusenden, um den Schöpfer der Welt dafür zu danken, und um uns selbst bei dem Thicrischen geistig zu ergießen, ist es nicht ein hoher Gedanke, Morgens, Abends, Mittags, dem Herrn daS Herz zu ergießen, um für unser Thun und Lassen den Segen zu erflehen! Zst es nicht ein hoher Gedanke, am Sabbat und an Festtagen sich von den geringsten körperlichen Beschwerden auszuruhen, von den kleinsten Werklhärigkeiten uns zu entfernen, bedenken, daß wir größere Aufgaben hienieden haben, als zu arbeiten für unfern Körper und unfern Leib, bedenken, das wir zu was Höheren sind geboren. Wer kennt daS menschliche Herz aus Fleisch und Dlur, und du wagst es noch in Abrede zu stellen, daß es nicht durch sinnliche Mittel an Übersinnliche ermahnt werden müsse? Und liegt doch noch überdies, dies wagen wir unumwunden auszufprechen, bei allen diesen Dingen noch Größeres zu Grunde, hängen doch unsere Gebete mit den tiefen Welterscheinungen zusammen, sind sie doch verwebt mit den innern Kräften der Natur und der Schöpfung, und stehen M Verbindung mit Himmel und Erde? (Beschluß folgt.) Auf welchem Gebiete des neuen Deutschlands soll die deutsche Volksschule erwachsen? (Fortsetzung.) VII. 2m Vorliegenden ist in Kürze morivirt, daß die Schule auf absolute Selbständigkeit keinen Anspruch machen könne, daß sie als Volksschule weder Commuualnoch Kirchenanstalt werden dürfe: eS bleibt demnach kein anders Gebiet, auf dem sie erwachsen kann, als daS des Staates. Die Volksschule also muß StaatSanstalt werden. Diesen Satz habe ich bis vor wenigen Monaten immer scharf bestritten. Ich hatteeine starke