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Der treue Zionswächter · 1848-09-22 · 38 (22.9.1848) · page 4

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Journal
Der treue Zionswächter
Volume
4 (1848)
Issue
38 (22.9.1848)
Date
1848-09-22
Page
– (sequence 4)
Language
German
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Das Alle« aber könnte noch einen, irgend einen Eindruck auf den bewirken, der noch nicht so ganz entfremdet, wie leider der versteckte Vcrf. dieses erbärmlichen Lügengewebes, auch nur noch mir einem Fuße auf dem Boden des Judenthums steht; in dessen Brust der Glaube an Corres Wort, wenn auch durch die verschwunden! So aber nickt dieser unbenannle Verfasser. Losgesagt und wie feindlick und für immer losgerlssen vom Boden deö positiven Zudenthums bedeut doch so ausdrücklichen Gebote der Veschneidung, das Ansehen, die Authenricitär des göttlichen Gesetzes überhaupt, vermißt er sich, das, was der über Zeit und Raum Erhabene für alle Zeiten geboten, mit dem wie schwachen menschlichen Maaßstab ungescheur zu bemessen. Gottes Wort der Zeit, dem Geiste und der Gesittung unserer Zeit gebieterisch zu unterwerfen! So gilt der modernen wissenschaftlichen Kritik ein Spinnrauscndjahrige, mir der Existenz eines ganzen Volkes besiegelte Fakta, mir einem vornehmen, kritischen Achselzucken beseitigt, wenn diese Fakta ihrer Theorie sich entgegen stellen! So ist's denn auch von der Erbärmlichkeit eines solchen Machwerks nicht Wunder zu nehmen, wenn sein Verfasser, Triumphe feiernd über jene arme, so niederdrückende Vergangenheit und über die Negierungen. von denen nur ein Theil sich nicht zur Höhe des über das wahre Verhaltniß der Ceremonien und der Religion so erleuchteten Standpunktes des Verfassers erheben konnte oder wollte, in der Fieberhitze, die die gehässige Dcschncidung in ihm Hervorgerufen zu haben scheint, ausrufr: „diese jüngere aufgeklärte Generation sei auf's lebhafteste zu erinnern, daß diese Ceremonie von ihnen gestattet, ein wahrhaft gräulicher, durch nichts zu verantwortender Mißbrauch sei und bleibe, und getrost der Hoffnung sich hingiebt, daß wenn in unseren Tagen, nachdem alle andern früher im Wege gestandenen Hindernisse weggeräumt sind, zu den bereits vorhandenen Beispiel nur noch einige wenige hinzukommen, diese Ceremonie sehr bald bei dem unendlich größern Theil der gebildeten Israeliten außer Brauch gekommen sein werde. Man weiß wahrlich nickt, was hier überwiegend, was mehr empörend — ob die von Satz zu Satz sich immer frecher erhebende Lüge oder Ignoranz oder die granzcnlose Zerstörungswulh gegen göttliche Institutionen, die wenigstens ob ihres undenklichen Alters selbst dem Menschen der niedrigsten Bildungsstufe als unantastbar, als heilig gelten, oder endlich die namenlose Vermessenheit nicht nur den zahlreichen, an dem Väterglauben noch fesihaltendcn Bekennern des Zudenthums, sondern ungescheur vor aller Welt ein göttliches Geber, ein Facium, daß ohne die göttliche Auctorirär (und mir ihr die Authenticicät) der Bibel selbst in Zweifel zu ziehen, gar nicht bestritten, geschweige so angegriffen werden kann, als gehässige, barbarische Ceremonie, als einen wahrhaft gräulichen durch nichts zu verantwortenden Mißbrauch zu bezeichnen und zu verdammen. Doch! die Lüge, wie das Böse richrer sich selbst, bricht über sich selbst den Stab — nur die Wahrheit siegt. — Die Würde des Menschen. Von Moses Glogau in Schwabach. (Beschluß ) Der Mensch soll sich bestreben wieder seinen vorsündigen erhabenen Standpunkt zu erlangen. Er soll wieder wie vordem, als er noch nicht vom Baum des Erkenntnisses, des Guten und Dösen gegessen, nur das ihm keinen Anklang finden. Wie daö erste Menschenpaar, dem wegen seiner unbefleckten Vollkommenheit vor der Sünde, sogar das Forrschreiren unmöglich war, so erstrebe auch er sich immer vollkommner auezubikden, denn der erste Mensch ward von Gott, gleich allen andern Geschöpfen, auf dem höchsten Stand der Ausbildung und Größe, folglich auch ohne Keim und Antrieb, zur Selbstverbesserung geschaffen; denn das von der Vollkommenheit entfernte, nur kann verbessert werden, iccvm fH v'pnv vtw. „Sie waren beide nackt, schämten sich aber nicht. Was spater bei ihnen Mangel ward, davon spürten sie nichts. Waren sie von

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