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Der treue Zionswächter · 1848-09-22 · 38 (22.9.1848) · page 2

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Journal
Der treue Zionswächter
Volume
4 (1848)
Issue
38 (22.9.1848)
Date
1848-09-22
Page
– (sequence 2)
Language
German
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keineswegs auf die vorexilischen Gemeinden Rücksicht nehmen, diese gingen in jenen Zeiten aus rein patriarchalischem Verhältnisse hervor. Daher ihre Verwaltung diesem zum Theil entsprach. — ward die Leitung über die einzelnen Glieder vertraue, und jeder willigte sich freiwillig die Ordnung desselben, besonders da man durch dessen Einflug sich sicher glaubte, vor jeder drohenden Gefahr. Ein solcher Mann, obwvl nicht auf unbestimmte Dauer gewählt, erlangte doch bald eine gewisse Autoritär, da ihm nur ein Ebenbürtiger zu widersprechen wagen durfte. So lange derer war. welche von Frömmigkeit und Religiosität durchdrungen, daö Wohl der Gemeinde beförderten, so lange stand von dieser Autorität nichts zu befürchten, vielmehr war zu erwarten, daß sie nur dem Wohl Aller dienstbar sein werde. Wie es auch in der Thal sich immer bewies. Die v'vnv leiteten mit der größten Uneigennützigkeir alle Verhältnisse der Gemeinde, mir eigner Aufopferung gaben sie sich oft dem Nutzen derselben hin, und Israels Gemeinden waren dadurch, gren die Vorsteher, daß an die Spitze der Gemeinde ein solches Oberhaupt gestellt wurde, dessen Charakter und Kenntnisse norm und maaßgebend für alle GemeinLemrrglieder war. Bei einer solchen Verwaltung konnte man zufrieden sein, obgleich der Einzelne nie sich unmittelbar an derselben bethciligcn durfte. Er war überzeugt, daß gleichgesinnte Männer die Leitung in den Händen hatten, und mehr bedarf es nicht, um Vertrauen zu einer Behörde zu haben. Blicken wir jetz( umher, wie sieht es nun 'in Israels Gemeinden aus. Die Zerrüttung, Zerspaltung der einzelnen Mitglieder uriter einander sucht sich auch in der Verwaltung geltend zu machen. Jede Partei, aus Furcht, die andere würde zu viel Boden gewinnen, scheuet keine Ränke, um sich an die Spitze der Gemeinde zu stellen, und jener ursprünglichen Einheit unter den Juden wird durch diesen Parrheizwist ganz und gar untergraben. Wir brauchen nur uns die großen Städte Deutschlands einen Blick zu Wersen, und wir finden dieses vielfach bestätigt. Kein besseres Mid tel wäre daher, als daß sich die Gemeinde auflöjen. und nur diejenigen sich vereinigen, die gleiche Gesinnung und ein gleiches Streben haben. Wie diese Auflösung zu befördern sei, und wie die Gestaltung der neuen Gemeinde sein soll, behalten wir uns vor ein ander Mal mirzutheilen. Entgegnung. Von L. Silberstein. (Beschluß.) So könnte ich nun, und woll:e anfangs wirklich, den ganzen Aufsatz einzeln, Satz für Satz, von Grund aus widerlegend durchgehen und ihn dann, wie verdient, in sein Nichts zurückweisen, wäre das Machwerk nur einigermaßen einer solchen Widerlegung werrh. Denn mit einem Manne — ich kann nicht sagen, mit einem Israeliten — über die Auctvrilär, die unerläßliche Verpflichtung der Beschneidung und eben hierdurch über die Aucrorirät der Bibelder Lehre unseres Gottes, rechten zu wollen, dem das so wichtige, nicht umsonst in der Schrift wiederholte, und aus tiefem Grunde bei dem Ueberschreitungsopfer nochmals strengst bedingte Gebot der Beschneidung (wiewol im Grunde alle Gebote der Lehre, als Gottes Worte, uns gleich heilig sein müssen) eine baare „Eeremonie^, und zwar von allen bte gehässigste ist, die dem Geiste und der Gesittung unserer freilich nur deö frommen Verfassers Zc«c am meisten entgegen wgre, durchaus überstüssrg, vielleicht gar erweislich unerlaubt. Wie sollte auch der Versuch den eines Bessern belehren, den durch die so klaren, sich selbst erklärenden Worre der Schrift vom Sünderweg zurückführen zuwollen, nur gewagt werden dürfen, der nichc nur einem gewissen Publikum, der Jedermann and aller Wett, somit auch-allen Bekennern seines Glaubens —'wenn-anders er, wenn:er wirklich Jade ist, Jade noch zu nennen -— gegenüber laut und >deurl»chiasszufprechen-sich ^nicht.«rrblöder, daß das Geborder Be schneid ung <nach d er Rechensotgeder Ge- und Verbote, das zweite, ^mir der Geburt des Knaben für ddu Varer däs-erste, uNd freilich auch nttchttgste) nickt nur - eine Ceremonie, sondern daß noch obendrein das Widrige und Barbarische dieser'Ceremonie im Wesentlichen in-einer Mit Schmerzund Blutverlust verbundenen Verstümmlung bestehe u.s.w." 'Aber auch mit welchen Vernunskgründen 'sollte man -dem noch beikommen können, der in seinem .Grimm Hegen IS oueS

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