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Der treue Zionswächter · 1848-09-22 · 38 (22.9.1848) · page 1

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Journal
Der treue Zionswächter
Volume
4 (1848)
Issue
38 (22.9.1848)
Date
1848-09-22
Page
– (sequence 1)
Language
German
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Der z ttr WshrrmA Ver? ZAteDsMn des VethsdoxeN INdeNthrrMs. Redaeteur: Vr. En och, Direktor und Oberlehrer zu Altona. 4. Jahrgang. 22. Scptrmbcr 1818. I Altona. I Ni!? 7: 38. Bon diesem Blatte erscheint wöchentlich einmal, Freitags, ein Bogen. Das Abonnement auf ein Jahr ist 5 Kl Ct. (2 Thlr. pr., 3Fl. 30Xr.) Man abonnirk bei allen löbl. Postämtern, soliden Buchhandlungen und Zeitungs-Erpeditionen. Inhalt. Leitende Artikel: Das jüdische Gemeinwesen und die jüdische Gemeinde, oder die sogenannte — Entgeg- Moscs Elogau. — Zeitungsnachrichten aus: Presburg, Breslau, Altona, 'Michelstadt. — Anzeiger. — Briefwechsel. Das jüdische Gemeinwesen und die jüdische Gemeinde, oder die sogenannte (Schluß.) Haben wir im Vorigen nachgewiesen, wie die unter deii Juden vorherrschende Einheit aus dem Wesen des Judenthums selbst hervorging, und daß sie deshalb unbegrenzt alle Juden umfassen mußte, so ist es im Gegenwärtigen unsere Aufgabe zu zeigen, wie neben dieser unbeschränkten Einheit eine andere .sich bildete, die auf äußeren Verhältnissen beruhend, beschränkt und deshalb mannigfach wnr. Es ist dieses das Band der einzelnen Bewohner eines OrleS, die Gemeinde Die Juden, vertrieben von ihrem heimathlichen Boden, sammelten sich in ihrer Zerstreuung rottenweise, auf verschiedenen Plätzen. Ausgestoßen aus allem und jedem Staaks- und Stadtverband, sahen sich diese neue Ankämmlinge genöthigt, auf fremdem-Boden eine Einigung unter sich zu schaffen, damit , sie in dieser Vereinigung einen Schutz gegen alle äußere Angriffe hätten. Der Einzelne, welcher stets der Verfolgung und dem Angriffe ausgesetzt war, ordnete sich gerne einer solchen Vereinigung unter, zumal da er wußte, daß ein gleiches Schicksal allen Gliedern dieser Vereinigung gemeinsam, und daß also der Zweck derselben nur die Erleichterung der Lage der Einzelnen sei. Es entstanden hierauf Gemeinden, die also zunächst in ihrer Vereinigung eine Abwehr gegen äußere Gefahr suchten. Neben dieser rein äußerlichen Ursache war noch eine andere, die obwol aus religiöser Observanz hervorgehend, noch nicht minder als eine äußerliche zu dezeicbnen ist. Der fromme Jude, dem das Leben nach der zärtlichen Vorschrift eine unerläßliche nochwendige Pflicht ist, sucht stets sich mir Gleichgesinnten zu vereinigen, um so allen von ihm zu beobachtenden Geboren genügen zu können. Wir wollen hier nicht die einzelnen aufzählen» um das so eben Ausgesprochene naher zu begründen, zumal da wir sie bei unseren Lesern als be kannr voraussetzen dürfen. In jeder Gemeinde zeigt sich, wie norhwendig das gesellige Leben für den froni-- men Juden sei. Der von aller Verbindung getrennte Jude würde kaum alle ihm auferlegte Gebote ausüden können. Von Außen abgeschlossen und von jeder Verbindung getrennt, wie auch daS religiöse Bedürfnis; nach Vereinigung, gab also den jetzigen jüdischen Gemeinden ihr Entstehen. — Wir bemerken beiläufig, daß wir hier

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