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Der treue Zionswächter · 1848-09-15 · 37 (15.9.1848) · page 5

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Journal
Der treue Zionswächter
Volume
4 (1848)
Issue
37 (15.9.1848)
Date
1848-09-15
Page
– (sequence 5)
Language
German
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»M 293 GZ» seils. Liebt er daS Gute, strebt er nach dem Göttlichen, so ist es ein freies inneres Wollen, was ihm dazu anrreibr, und die Flucht hievon ist seine eigne Wahl. Dann erst, wenn er den irdischen Trieb bekämpft, wenn er die sinnlichen Begierden erstickt har, dann erst tritt die Kraft seines Geistes hervor. Wenn derblens übrige sinnliche, verzehrende gian.ine auf. So läßt denn das Wirken des Guten. wenn eS auch schon eigentlich zu unsrem eignen ^ivmm»u, zu unsrem eignen ders wäre es. würbe die Seele in ihrem Ursprung bleiben; würde dann noch bas Streben des Guten als Vorzug gerechnet? Wurde esverdlenstmäßig sein, wenn sie daS rhären, wozu ihr ganzes Wesen amrelbr? Gewiß Nicht! Nur dadurch daß der Ewige, m uns Repräsentanten des Guten und des Bösen, des Zr0l,chen und des Himmlischen ausgestellt har nur dadurch empfinden wir, wenn wir der guten Summe gefolgt und «ine gute Handlung erwirkt haben, erne himmlische Freude, ein Funken geistigen Vergnügens, der uns entstammt für das Gute den Kenn des Bösen in uns eriuckr. Mir Recht, »ehen wir nun, ei kannte der erste Mensch lernen Vorzug rn dem ,röschen Thett. und mir Recht zeigte der Schöpfer, «n der Kennrniß des Körperlichen, den Engeln, den Vorzug de« Menschen über sie. Als Gott den ersten Men,chen erschaffen wollte, sagte er: „Soll ich von den uvtern Wesen ihn erschaffen, er würde sterben, von den Oberen, er würde leben; so will ich ihn den obern und untern Wesen enrneymen, da kann er, wenn er will leben, wenn er will, sterben." (Ber. Radoa.) Der Schöpfer wollte also den Menschen nichr rein geistig erschaffen, sonst würde er leben, d. h. er würde das Gnte unfehlbar üben, und so von selbst sortleben — es fände kem selbständiges Streben nach dem Guten, folglich auch keine Belohnung und Bestrafung stakt. Aber auch von den niedern. körperlichen Wesen sollte er nicht geschaffen werden weil er so das Gute nie erkennen würde, vielmehr immer daS Sinnliche für gut halten, und natürlich sterben. So schuf ihn denn der Schöpfer von beiden Theilen zusammengesetzt, auf daß er als geistige- Wesen, sich deS Tuten bestreben, und leben könne, als Körper aber auch den Geist zum Irdischen hinabziehen, als Körper handeln und sterben könne, immer walket aber auch ein Gefühl, ein Regen in ihm, daß ihn z»m Guten hinleiret, dieser Stimme zu gehorchen, das macht die wahre Grüße des Menschen aus, die nicht allein darin bestehet, daß er jetzt daS Gute selbständig, freiwillig übt, sondern auch in der großen Kraft, daß er jetzr «m Zustande des Körperlichen 3) Seine Seel« von Stufe zu Stufe erheben kann. Zeinehr wir die Größe deS Menschen bewundern, desto mehr muß uns sei». Geringfügigkeit der seinem Erscheinen in die Köipirwelk ins Äuge fallen, desto mehr müssen wir über seinem geistesi und körperscdwachen Zustande, in der Zeir seiner Geburt erstaunen. Hier zeigt sich noch keine Spur von dem großen Geiste, der ,hn belebt. es dient ihm dieser vielmehr nur noch zur Erhaltung seines Körpers, zur Fr,stung seines irdischen Lebens. Viel weniger ist er, als das Thier, das doch sein Anliegen und Kräfte bei seinem Hervor treten ins Dasern oft in einem kleinen Maaße, doch alle von der Narur, ohne äußeren Einfluß erhält. Aber das neugeborne Kind, scheint ihm nicht die Natur, alle seine so viele in chm keimende Kräfte, versagt zu haben. Während die Ausbildung des Thieres ein Werk der Zeit, und zwar gewöhnlich einer sehr kurzen ist; bedarf der Mensch aller Mittel der Pflege und Wartung und der Obhur um nur seine körperlichen Organisation ans Ziel zu bringen, und har er dieses rriangl, wie vieler Anstrengung hat er nicht sein Leben zu erhalten, seine Bedürfnisse zu befriedigen, nnd dann erst, wie qroß ist nickt daS Feld, das er zu bearbeiten hat. seme ae'stlae Vollkommenheit zu Stande zu dringen! .'lber in eben dieser scheinbaren Schwäche liegt das Prinzip seiner Größe. Die erhabene Würde der selbständigen Thakigkeir, erstreckt sich nickt allein über die Erhaltung seiner Seelengröye, sondern M sogar auch an dem Fortschritten, der Veredlung und Vervollkommnung derselben wahrgenommen werden. Weleve kerrlick« Frucht des irdischen Lebens! Denn nur >» «hm, dem Tummelplatz aller Veränderung und Nichtigkeit, kann ein Solches gedeihen; während ein geistiger Zustand keine Veränderung, folglich auch keine Vervollkommnung zuläßr. Damit wir aber unsere Größe selbst erwerben, damit w,r Lerr unsrer Würde sein, hat der Allvater die erhabenen Kräfte des Geistes,

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