Der treue Zionswächter
- Journal
- Der treue Zionswächter
- Volume
- 4 (1848)
- Issue
- 37 (15.9.1848)
- Date
- 1848-09-15
- Page
- – (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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Hastigkeit und Redlichkeit der Lehre unseres Gölteimmer nur desto klarer, re ner und gerechter sich bewährte, daß sie. nachdem sie mir dem Volke, daaus Lottes Händen eben so rein sie empfangen, durch alle Stadien menschlichen Wahn«. durch die ganze Schule so hcider Prüfungen so wunderbar sich erhalten, ihren göttlichen Ursprung so klar bekundete, als sie ihre göttliche Bestimmung ruhmvoll erfüllte; daß sie, im Grunde unberührt von des Widersachers scharfyespitztcm Geschoß fest, selbst unter welterschürrernden Stürmen, fest und unerschüttcrt noch dastehr, als ein Fels für die Ewigkeit bestimmt! (Beschluß folgr.^ Die Wurde des Menschen. Von Moses Glogau in Schwabach. (Fo rtsetzung.) Die Seele obschon ein övpp 'pH p!w, ein Wesen dessen Abstammung göttlich unveränderlich «st, ebu vl ein 7->2, em Strahl des unendlichen Weltcnlichk.s, ward in einen vergänglichen Körper» in eine Welt, umgeben von wilden Begierden, und tobenden sinnlich. «, Treiben eingesetzt. Sie «vard also einem hohen, höchsten Standpunkte entrissen, um in einem vergänglichen, nieder,, Wesen beherbergt zu werden. Dies scheint nun allerdings eine Erniedrigung für die Himmelsrochter zu sein, wie eS auch die Engel meinten. Denn war sie früher ein geistiges Wesen, das nur daS Gute wollen, bei den Böses keinen Anklang finden konnte, so »st es in ihrem Zustande als Mensch ganz anders. Alles erscheint jetzt in einem andern Lichte, auch das der Vollkommenheit nachtheilhafte. schleicht sich >n ihren Gefühl, in ihren Streben ein; indem es sich ihr unter der Larve des Guten zeigt. Wie oft w,rd sie nicht fortgerissen vom Strom der reißenden Begierden? Uuem gedenk ihrer hohen Würde wird sie in das Irdische, Smnitche versenkt. O. wie oft vergißt der Mensch fern wahre- Ich. seine heilige Abstammung! W«e oft vergißt er seine Würde, seine erhabene Bestimmung! Nur zu häufig läßt er sich verblenden, vom Scheinglanze des Irdischen, und kann da« wahre Licht nicht ertragen. Nur zu häufig verdunkelt der durch sein Laster die göttliche Sonne, und dann sieht erDämmer runq für Tag Böses für Glnes, Lüge für Wahrheit an. O, nicht selten läßt er sich täuschen vom Anselm bischen. Dennoch sehn wir von unsren Weisen, diese Verbindung der Seele mir dem Körper, als eine für die Seele höchst günstige Veränderung bezeichnet, dennoch ist in diesem Stande, ihre Weisheit viel größer noch als die jener göttlichen Boten. denn eben diese scheinbare Erniedrigung, von sei»,cm früher,, über da« Laster erhabenen Standpunkt, ist eS ia, die ihn die Krone des Vorzuges vor allen irdischen und geistigen Geschöpfen verleiht. Wie sich diestS bewährt, wollen wir jetzt erläutern. Auf d«e Frage, wie sich der Mensch selbst benehmen würde, heißt es im erörterten Midrasch» antwortete unser Urahn si-rp'ö M«r geziemr es, der Skaudentnommene zu heißen, den Vollkommenheiten war. der semem Sä öofer den richtigen Namen beizulegen wußte; sollte dieser seinen vorzüglichen Theil, seine Seele, nicht erkannt haben? Sollte der seine Vorzüge im Staube »uchen, daß er sich visi nannte? Aber dennoch, trotzdem, daß wir als gewiß annehmen müssen, daß er von dem hohen Werrhe des ihm innewohnenden Geistes durchdrungen war, dennoch har er sich als irdilcheS Wesen dezeiwner, und Gott stimmte mir dieser Benennung üderem; denn von seinen beiden Theilen erkannre er den Irdischen als dem ihm nützlichsten hie,neben, und so ist es auch in der Wahrheit. Allerdings üble die Seele in «hrem abstrakt gc»st>aen Zustande, nur das Gute, nie d,s Anrrieb zum Guten, so wie ihre Abuelgung vom Bösen, die Ursache ihres Wollen«, ihres Handelns? Nein, es war vielmehr eine fast instinctmaßige Liebe zum Guten, da Alles um ihr geistig, göttlich war, die ihr die Nvthwendigkeir eines solchen HeiltgfeinS einprägte. Wahrend «hreö Pilgerlebenals Mensch hingegen, wird sie von keiner absolmen Nochwendigk. it gezwungen gut zu sein, eS stehen ihr zwei Wege, des Guten und des Dösen offen. Den Menschen beherrschen zwei Naturen, er fühlt jetzt für Beide, für Irdisches und Gökkr liches, ein Hinsterben einerseits, ein Abweichen andrer.