Der treue Zionswächter
- Journal
- Der treue Zionswächter
- Volume
- 4 (1848)
- Issue
- 37 (15.9.1848)
- Date
- 1848-09-15
- Page
- – (sequence 3)
- Language
- German
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Ml torität bastrten- Autoritäten, mit unerbittlicher Rich, terstrenge den-Skgb bricht, überwiesen und beschämt vor dem großen Publikum, vor das er unberufen auf, zulreten sich erkühnt. Gleichwol werde der. Richter, er, der am unbefugtesten über das heilige Gesetz, mir leidenschaftlicher Parcheilichkeit über seine Interpreten, die Mischna und Gemara, richrerisch sich aufgeworfen, durch den übereinstimmenden Ausspruch eines dritten höher stehenden Richters —7 treu Laeiunl eoUeZrum — gebührend zurückgewiesen. Die den Hebräern gehörigen besehe Und mannigfachen Gebräuche, sagt Theodor Hacksspqnn (krolex. not. HieolvA. k. 1.) wird Niemand besser erklären, als sie selbst; die Gesetze zwar ausgenommen, die sie den übrigen Völkern geheim hielten, die aber auch (für Andere) weniger. Interesse habest. Doch wollen wir über die Gesetze, die einen großen Theil des A. T. ausmachen, nicht weniger die Juden zu Rache ziehen, asS wir ja über die 12. römischen Gesetz» tafeln, die Römer, über die der Arhenienser die Athenienser und über die. muhamedanischen Gesetz-, die Muhamedaner befragen müssen. Wenn aber, mir einem Worte, schon die historischen Dücker ohne jene Schriften der Juden nicht verstanden werden, so können eL um desto weniger die füstf Bücher MaseL, in welchen. Waden Ritus und andere Dinge betrifft, noch jetzt vielemir großen Schwierigkeiten verwickelt ist, im Dunkeln schwebt, und nur von jenen Philologen aufgehellr und klar gemacht werden kann. Hier hast du also (heißt ein Sureokys. in 6eäie. sä Wsekn.) unter Andern: Hier hast Du, erlauchter Fürst, das Duck, dessen Gesetze nicht nur die weisesten Männer zu Verfassern, die rhsrigsten und vortrefflichstes,, z», Vertheidigern, und die heiligsten und frömmsten zu Verehrern haben, sondern ein Buch auch, warm, wir mögen auf seinen Zweck, seine Absicht,, feine Tire?,, seine Nansen, ja endlich aus seine ganze Materie hmsehen, Alles.Heiljgke.ir, AllLe,göltlichen,1srsprung athmer..So viel es «mmer der Schriftengiebr,. gegeben har, und geben wird, aus jenem stoß, alle .^enntniß d«S hebräischen Rechrs und der Gebräuche,, wie aus einer unerschöpflichen Quelle. Auf ihn läßt sich .mir Recht Wes. Ironische 'My anweyden^ voll sind alle Dücker, voll Aussprüche der Welsen, voll das Allerthum von hebräischen Mustern, die aber in der Finsterniß verkümmert sein würden, wenn nicht da- Licht in den Wissenschaften der Mischna aufgegangen wäre. *) Um aber da-, (sagt an einer spärern Stelle derselbe Gelehrte), wadie Dücker der Mischna mir an. deren Gejehtafeln gemein haben, zu übergehen, und deine Geduld mit dem Lesen desselben nicht zu erschöp, sen, weisester Herr, bleibt mir offenbar nur dieses zu sagen ührig, daß bas Lesen der Mischna ganz außerordentlich. ja wir einer unvergleichlichen Annehmlichkeit den Geist des Lesers hinreißr; darum weil zuvörderst die Meinungen einiger Gelehrten in großer Versammlung vorgerragen. diese hierauf, um den Geist zu verfeinern, bestritten, **) und endlich nach den meisten Stimmen entschieden wurden, damit die Rechrmäßigkeit des Gesetzes, bevor es gegeben wurde, jedem einzelnen Zuhörer einleuchre." Wo aber freilich schon vornherein eine durch krasse Ignoranz sichtbar genährte, durch Haß und Lüge erhöhere Erbitterung gegen den Culru- und Ritus eines gerade hierin so denkwürdigen, man darf sagen, unvergleichlich und einzig dastehenden Volkes so überwiegend sich bekundet; wo man Thaksachen, die bald das vierte Jahrtausend zählen, starr mir Gründen sie zu bestreiten — aber wie? auf weichen Grund als nothwendig immer vorauszusetzend,» Urgrund könnte das geschehen? —mit einem Schwertstreiche ohne Weiteres vernichtet sehen möchte; wo man, weil man in der Zeit, im Sinne des Verfassers zu reden 7 in dieser Zeit (und so freilich auch mir dieser Zeir) lebr, statt diese selbst einem Hähern zu unterwerfen und zu heiligen, das Heil allein darein setzt, über Glauben und Tradition und Geschichte und Erfahrung mir dem allgewaltigen, Alles niederschmetternden Dannspruch: Es ist dem Geiste und der Gefllkung unserer Zeit enlgegen das Veto kühn auszusprechen, um folgerecht die allgeliebre und allverehrre Zeit und ihre allein entscheidende Gesittung über das göttliche Gesetz selbst zu erheben, da ist's wahrtich nickt Wunder zu nehmen, wenn mir dem Leugnen, mindestens mir dem vermessenen De. streiten des göttlichen Gesetzes auch seiner ganzen Kraft und Macht Hohn gesprochen wird. Gottlob jedoch, daß unter allen gewaltigen Skrei» chen und Angriffen upd selbst Verfolgungen dreWahr- *) Cic oral pro Lrckia cßp. 6. **) Und danennt d^r ehrenrverche Anonymus -rabu- Ustisch..