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Der treue Zionswächter · 1848-09-08 · 36 (8.9.1848) · page 3

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Journal
Der treue Zionswächter
Volume
4 (1848)
Issue
36 (8.9.1848)
Date
1848-09-08
Page
– (sequence 3)
Language
German
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dieser Fülle deS Seins. Zm Schooßeder Erde war die Kraft verborgen, harrend auf den der ihre Fesseln lösen würde. Getrennt waren noch die höhern Regionen von den niedern, das Geistige vom Materiellen, denn es war ja das Schöpfungsglied noch nicht da, welches im Besitze beider Extreme auch beide verbinden, und dadurch in der Schöpfung harmonischen Einklang bringen könnte. Um der Schöpfung nun ihre Krone zu verleihen. sprach Gorr zn den Engeln: D'pötz v7fi ocw Wir wollen einen Menschen machen, in unsrem Ebenbilde, in der Ähnlichkeit mir uns." Und ferner heißt es: „Wir wollen unfern Geist erschürren. auf ein niedres, dem geringsten Stoffe, ein der Erde entnommenes Wesen, es soll der Zweck der Schöpfung, es soll alles Irdische heiligen, es soll auch dem Materiellen eine angemessene höhere Würde erwirken, es soll genießen, beherrschen, und auch forrpflanzen. Alles wozu ich den Keim gelegt habe, cs werde gleichsam x-'pkn »cvvI -smo Gehülfe bei der Schöpfung. Die Engel aber, erhabene geistige Wesen deren Kreis des Seins und Wirkens von nur dem Geistigen allein begränzt ist, vermochten rin Solches nicht zu begreifen, und sie riefen auS: „Ewiger unser Herr, wie könnte mächtig sein dein Name auf Erden! O gäbest du doch deine Majestät im Himmel!^ „Ich will Köuig sein, sagte Gott," „und kein König ist ohne Volk" und ferner: „Das Kleinvieh und das Gewild, was im Wasser, was sich in der Luft bewegt, wozu wäre dieses Alles erschaffen worden'" „Ewiger unser Herr wie mächtig ist dein (Der Nabba Cap. 8.) DieWürde des Menschen und den Nutzen, welcher er für die Welt und diese für ihn har. anerkennend, huldigten jene göttliche Boren dem gütigen Schöpfer. Es sei nun der Zweck dieser Zellen. „O, wie mächtig ist deisi Name auf der ganzen Erde!" Alles und ein Jedes wäS sich auf der großen Schaubühne der Natur befindet, Verkünder es laut, wie mächlH. .ftm Name »st. Nicht allein die Himmel erzählen dre Herrlichkeit Gottes, auch der Wurm im die Merkwürdigkeiten, die großartigen Erscheinungen der Natur aufzusuchen, um die Allmacht ihres Urhebers darin zu erkennen. Nein, diese Lehre ist nicht fern, sie ist nicht vom Himmel herab, noch jenseits des Meeres herzuholen; nahe, sehr nahe bei dir und um Dich ist sie in dem immer offenen Buche der Natur zu lesen. sind ste nicht die klarsten Zeugnisse eines allmächtigen Werden?! Die Erde also der Tummelplatz alles sinnlichen Getriebes und körperlichen Wirkens, ist der Stempel der großen Allmacht Gottes, der Mensch, das Wesen, das ihn allenthalben zu verbreiten Kar."*) „Der Mensch heißt Welt, in welcher Gott der König, abgebilder;" zeichnet man das Bild eines menschlichen Königs auf irgend eine Fläche, so »st die Fläche größer als das Bildniß; Gottes Ditdniß, das gleichsam der Welt ausgeprägt ist, größer als die Welt." (Ber Radba Cap. 16.) Dieses ist also die erste Aufgabe, durch deren Beobachtung wir die nuS angewiesene Stellung hlenieben einigermaßen erlangen können, denn: „Ich will König sein, und kein König ist ohne Volk", sagte Gorr. Es entstehe nun das Wesen, das mitten aus dem sinnlichen All's huldige. Herr der Welt, sagen wir in umrein Gebete, welcher regiert, bevor noch ein Geschöpf erschaffen, als nach seinem Willen Alles gemacht war, da ward sein Name König genannt." „Dieses Volk daS ich mir gebildet, soll mein Lob verkünden," spricht Gott, vom Priesterreiche der Menschheit. Dieser Vorzug schon bekrönt den Menschen mir der Krone des Vorzuges vor allen andern Geschöpfen, ja sogar vor den Engeln. Der Midrasch erzählt, „als Gorr den Menschen erschaffen, fragten die Engel: Was ist denn dessen Natur? Seine Weisheit sprach der Schöpfer, ist vielfacher als die Eurige. Was ist denn wol die Benennung dieses Wesens, fragte sie hierauf der Schöpfer, indem er ihnen das Thierreich vorführre. Allein sie wußten es nicht, er brachte die Thiere nun vor den Menschen, und siehe, er wußte ein icdes Einzelne nach seinem Namen zu benennen. Hierauf fragre ihn Gorr nach seinem eignen Namen, und er anrwo!- tere: ,,mir geziemrs wol?7fi Erdensvhn zu heißen, denn

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