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Der treue Zionswächter · 1848-09-01 · 35 (1.9.1848) · page 4

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Journal
Der treue Zionswächter
Volume
4 (1848)
Issue
35 (1.9.1848)
Date
1848-09-01
Page
– (sequence 4)
Language
German
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des Welrbürgerrhums, so daß wir uns mitten unter Deutschen nicht einmal deutsch fühlen und mitten in Deutschland nicht einmal wissen, wo und was Deutschland ist und sein könnte. Die alle deutsche Treue hat sich bei den Neudeurschen in Untreue gegen Deutschland verkehrt. Zch frage nochmal-, warum einem Scharrenbilde da draußen nachlagen, wenn der Gegenstand desselben Mitten unter uns als lebensvoller, blüthen: und fruchrreichcr Daum dasichr? Es har ja die Volksschule neben den nationalen Bildungsstoffen auch allgemein menschheirliche, namentlich einen von gewal. riglicher Natur, nämlich den des Religrone-Unterrichrs, erwirkt also neben der Nationalbildung auch zugleich allgemeinmenschliche, nämlich die speciellrelig'öse. Da man aber das speciell Religiöse der deutschen Nation innewohnend, als den edelsten und schönsten Zug ihrer Nationalität bezeichnen kann, so darf man neben den nationalen Bildungsstoffen dies nicht erst als einen allgemeinmenschlichen hervorr heben, eben weil es national ist. Und in demselben Verhältnisse stehen alle andern Momente des Allgemein, Menschlichen und der Welrcultur zur Nationalität, sie sind so weit möglich und natürlich, mit der Nation verwachsen, also auch national. Es scheint aber, als ob dte Gegner der Nationalbildung in ihrer Forderung des Allgemein Menschlichen und Welrbürgerlichen dieses als etwas außer der Nation liegendes betrachten und erstreben wollen, und da werden sie denn lange vergeblich luchen können, wie sie's denn auch mit der Schule leider gechan haben. Zch bin aber wieder engherzig stolz genug zu glauben, baß dies Allgemein Menschliche sich am reichsten, reinsten und schönsten eben in der deutschen Nationalität spiegelt. Und sind sie darin mit mir einverstanden, so laßt uns die Kinder nur erst getrost zu tüchtigen Deutschen bilden, und wir haben denn auch zugleich tüchtige Menschen der allgemeinen Men< schendildung, Weltbürger. Diese aber ohne jene zu bilden, vermögen wir nimmer. Die Gesammt Cukur der Welt also wird der Volksschule durch Nationalbildung nicht vorenthalten. Doch kann e«ne Nation nur ein solches Maaß der gesammten Welrcultur ihren Schulen bieten, als sie bereits in sich ausgenommen und sich zu eigen gemacht hat, oder nach Dedürfniß sich noch anzueignen veranlaßt wird. Denn Keiner vermag mehr zu geben, als er hat, und ses Maaß der Welrcultur aber kann sie auch nicht von ihren Schulen fern- und abbalren, eben weil es Nationaleigenrhum, ihr persönlich geworden ist. Deutsch, land ist, wie schon gesagt, diesem Stoffe reich, überreich: als das Herz Europa'S. als das Herz der alten und neuen Welt, als das Herz der Wel'cultur, scheint eS ferner äußern Weltbildunq und seiner innern Destimtionalirär. Sebald es aber diese »n dem Streben nach AllerweltSkulrur aufqiebr. verwischt und verflüchtig, wird es zu einem Schattenbild, wnd es ichwa l, und begreifen um seinen freien Slaarsfvrmeu die nöthige Fülle und Sicherheit ihres innern Lebens nicht nur zu geben, svlid.rn auch zu erhalten und zu erhöhen. (.rzernepimg felgt.) --c» «- ZkitrmgsNKchrichtrn. Freie Städte Frankfurt. Auf eine in Betreff der anzuordnrnden Wahl einer Commission zur Revision der hiesigen Verfassung vom Vorstand der hiesigen israelitischen Gemeinde beim Hohen Senat eiugereichte Vorstellung mit dem Schlußantrage: ,,Hochderselbe wolle sich dahin auszusprechen geruhen, daß bei der beabsichtigten Einberufung eines vorberathenden Verfassungsrathes hinsichtlich der israelitischen Gemein-

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