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Der treue Zionswächter · 1848-08-25 · 34 (25.8.1848) · page 3

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Journal
Der treue Zionswächter
Volume
4 (1848)
Issue
34 (25.8.1848)
Date
1848-08-25
Page
– (sequence 3)
Language
German
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oder für die Freiheit zu erziehen und zu bilden, damit Alle ihres Glückes und ihrer Wonne theilhakrig werden, damit sie bleibende Wohnung auch in den Hütten des Volkes mache, damit keiner sie verletze und Unwissenheit und brutale Willkür sie nicht wieder Landes verweise. Nur dadurch allein können die Edlen dem Volke und Lande die errungene Frerheit bewahren und sichern. Ist es das Volk. daS in lichtvoller und heiliger Glurh sich die Freiheit erkämpft: so kann es ebenfalls nur durch eine Erziehung und Bildung zur und für Freiheit sich dieselbe erhalten und sichern und fein neu gewonnenes Volks- und Sraatsleben forkpflanzen. Darum bedarf ein sich mündig erklärendes, ein freies Volk mehr denn ein anderes einer wahren, d. h. einer lichtvollen und heiligenden Volksbildung. Ein unter Zwingherrschafr stehendes, ein geknechtetes Volk kann und muß derselben entbehren, weil der Zwingherr es nicht zur Freihric führen will. Fällt aber erst ein Lichtstrahl der Freiheit unter dasselbe, und eS erhebt dann sein Haupt, um in Freiheit zu alhmen: dann ist wahre Volksbildung erstes Bedürfniß — für das Leben der Freiheit. Denn waS frommen die besten und freisinnigsten Verfassungen, wenn die große Masse des Volks der Unwissenheit und brutalen Leidenschaftlichkeit überlassen bleibt, die immer nur zerstörend wirkt. Der FreiheitSbaum wurzelt und gedeiht nur in dem Boden wahrer, d. i. lichtvoller und heiligender Volksbildung. Und wie dex Baum wurzelt, so wipfeit er auch. Wir blicken in unfern Bestrebungen für'S theure Vaterland, für Deutschland oft hin auf den Freihetrsbaum von Nordamerika und ähnlichen Staaten. Nun wohlan, hier sind einige Dlükhen desselben, diewenn sie nicht vom Volke selber geknickt, köstliche Früchte der Freiheit zur Reife bringen könnten. William Penn, der menschenfreundliche Gründer Pennsylvaniens, sagt: „das, was eine gute SkaatSverfassung macht, muß dieselbe erhalten, nämlich Männer von Weisheit und Tugend, Eigenschaften, welche, da sie nicht mit weltlicher Erbschaft auf Andere übertragen werden können, eine sorgfältige Fortpflanzung durch eine tugendhafte Jugenderziehung fordern, wofür keine Kosten gespart werden sollten, weil Alles, waS auf solche Weise gespart wird, verloren ist. G. Washington, der große Befreier der vereinig« ten Staaten von fremder Herrschaft, sagte in seiner Abschiedsrede an die Nation: „Befördert, als e»nen Gegenstand erster Wichtigkeit, Anstalten zur allgemeinen Verbreitung von Kenntnissen. Im Verhältnisse, wie eine Verfassung der öffentlichen Meinung Macht verleiht, ist es wesentlich, daß die öffentliche Meinung aufgeklärt werde " Präsident Monroe: „Lasset uns durch alle weise und tvnstirutionelle Mittel Aufklärung unter dem Volke befördern, als daS beste Mittel, unsere Freiheit zu bewahren." Und Präsident Th. Zefferson, der Apostel der Freiheit genannt: „Ich halte die Verbreitung von Licht und Erziehung für die zuverlässigsten Hülfsquell. n zur Verbesserung des Zustandes, zur Aufmunterung der Tugend und zur Beförderung der Glückseligkeit der Menschen. Und in dem Streben des Zeitgeistes, die Segnungen des Unterrichts auf die große Masse des menschlichen GeschlechtauSzudehnen, glaube ich die erfreuliche Hoffnung zu erkennen, daß «n der Glückselig» keit des Menschengeschlechts große Fortschritte gemacht werden. Ein allgemeines Erz«ehungssystem, welches jede Classe unserer Bürger, von dem Reichsten b,s zum Aermsten, umfasien wird, wie es d«e früheste war, so soll es die lehre der öffentlichen Angelegenheiten sein, in welchem ich mir ein Interesse zu nehmen erlauben werde» Gebt es uns in irgend einer Gestalt, nnb empfanget für die unschätzbare Gabe den Dank der Jüngeren und die Segnungen der Alten, welche keine andere Dienste mehr leisten können, als für die Wohlfahrt des Vaterlandes zu beten." Dazu unser Landsmann Pölitz, Hoftarh und Lehrer der Skaakwtssenfchaften: „Oft forschte «ch «m einsamen Nachdenken, weshalb das über die Reiche und Staaten der eulrivirresten Hälfte unseres Erdtheilsver. breitere cvnstirukionelle Leben im Ganzen in die innere Lebenskraft dieser Völker selbst noch so wenig eingedrungen sei, und noch so wenige Spuren verkündige von dem neuen Geisteder mir diesem Leben in alle Verhältnisse und Verzweigungen des innern Staarslkbens eimreren muß. Ob nun gleich viele Ursache» denkbar sind, welche die tiefere Begründung und kraftvollere Entfaltung des constitukionellen Lebens aushaiten; so ist hoch gewiß keine dieser Ursachen allgemein» r verbreitet und folgenreicher, als die in den meist.:» constitukionellen Reichen und Staaten mangelnde Emau

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