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Der treue Zionswächter · 1848-08-25 · 34 (25.8.1848) · page 2

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Journal
Der treue Zionswächter
Volume
4 (1848)
Issue
34 (25.8.1848)
Date
1848-08-25
Page
– (sequence 2)
Language
German
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»GG 266 W--- eingicbt. wie sie eS am Entsprechendsten halten, im Interesse des öffentlichen Wohles, nebenbei des eignen, wolverstandenen Interesses. Und wenn sie nun sich auespncht, diese Synode, in welchem Sinne sie immerhin möge, und wenn sie racher, und wenn sie beschließt, mir überwiegender Majorität, mir Slimmeinheir, welche Folge wird dann aus solchem Rache, aus solchem Beschlüsse für das Iudcnrhum entstehen? Gar keine! Es wird vielmehr alles so bleiben, wie bisher. Die Freiheit und Selbständigkeit der Gemeinden, ist eine Errungenschaft der Neuzeit, die das orthodoxe Iudenrhum —wir glauben nicht, daß man unfern Ausspruch desavouiren wird — wenigstens in ihrem vollen Maaße Iudcnrhum bedarf zu seinem Bestehen keiner Synode, am wenigsten einer aus den Trümmern der Reformvereine und Rabbinerversammlungen hervorgegangenen, es wrrd seine Bekenner ernstlich vor dem Beschicken der projektieren Frankfurter abmahnen, und daß solches Abmahnen nicht vergeblich, hak die Geschichte der Theologeuvcrsammlung hinreichend bewiesen. Schon deshalb, damit jene Rabbiner und Prediger von denen dieser Vorschlag ausgegangen, es inne werden, wie sie das Zutrauen der großen Majorität der jüdischen Gemeinden nicur besitzen, wie ihre bisherigen sogenannten religiösen Reformen nichts, als eine gänzliche Auflösung des Zudenrhums bezweckten, schon deshalb kann und wird kein religiös gesinnter sich an solcher Synode berheiligen. Mag sie nun von Gleichgesinnten, die einen derartigen Spectakel sich sogar Etwas kosten lassen, besucht werden, mögen noch so viele Beschlüsse gefaßt werden, nie und nimmer werden diese, zumal unter jetzigen Verhältnissen, auch nur die geringste, verbindende Kraft für die Gemeinden erhalten. Man drohet mir Auflösung der Gemeinden, als ob diese nicht schon längst innerlich ganz getrennt und aufgelöst wären, so daß es vielmehr als ein wahres Glück betrachtet werden muß, daß der gezwungene äußere Verband da. wo der innere längst schon fehlte, endlich ganz Wegfälle. Za, eS gab eine Zeit, in denen diese alten mir dem Zudenthume identisch, Personificirung desselben, zu seiner Erhaltung dringend nörhig waren, diese Zeit liegt längst hinter uns, waö damals mehr als norhwendig, ist jetzt durchaus überflüssig, ja hemmend für uns geworden. Wir können, wir müssen jener bedeutungslos gewordenen Namen der Gemeinden entbehren, müssen in kleinerem Maaßstabe uns vom Neuen constiruiren, gewiß nicht zum Nacheile unseres heiligen Glaubens. Wir werden der Prediger, der Chöre, der Tempel, der theuren Gemeindeverwaltungen gerne entbehren können, wir wollen -rw wollen 'öv, dazu bedarf eS nicht der Gemeinden mit ihrem modernen Appendix; unser Glaubrnebckenntniß ist der v»c, dazu bedarf eS wahrlich nicht der Synode. Weg mir dieser modernen Spielerei und Nachäfferei, berechnet auf Täuschung, auf Egoismus und Selbstvergätterung. Geber endlich der Wahrheit den Preis, leister Verzicht auf dieses unwürdige Komödienspiel, zumal in dieser Zeit des bitteren Ernstes und der Prüfung. Wir erklären es nochmals. daS Zudenrhum bedarf keiner Sy» node, will sie nicht: mag sie auch zu Stande kommen, für die Majorität der Iudenheit ist sie nicht bindend, wir protestiren schon jetzt gegen etwaige Beschlüsse aus solchem Organe hervorgcganaen! Auf welchem Gebiete des neuen Deutschlands soll die deutsche Volksschule erwachsen? 1. DaS Volk ist aufgestanden, hat sich mündig erklärt und sicht im Kampfe sich die Freiheit, das höchste Gur, zu erringen. Es will frei sein von äußerer Zwrnghcrrschasr, sor wol ausals inländischer. Das Volk will sich forran selbst regieren. Das erhabenste, ehrenhafteste, aber auch schwierigste Unterlängen. Heit, dreifach Heil! dem Volke, das sich selbst zu regieren vermag. Es »st em Volk und Heil-glhum Gottes. Von äußerer Zwingyerrschasr kann ein Volk sich befreien; aber damit har es noch nicht die Freiheit errungen. Dann erst joll es zeigen, ob es mündig ist, sich selbst zu regieren, ob es des höchste», des göttlichen Gutes der Freiheit würdig ist. Denn die Freiheit ist ein so keuscher und so zarrer, ein so reiner und heiliger Himmelsodem, daß er vor dem Hauche der Unwissenheit und den Händen der Rohheit rn lichtvollere urd heiligere Gefilde entfiiehr. Sind es nun die Edelsten des Volkes, welche demselben die Freiheit erwerben und dasselbe in den Freiheftsodem stellen: so ist es ihre erste und heiligste Pflicht, das ganze Volk, die Masse auch der Freiheit würdig

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