Der treue Zionswächter
- Journal
- Der treue Zionswächter
- Volume
- 4 (1848)
- Issue
- 33 (18.8.1848)
- Date
- 1848-08-18
- Page
- – (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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261 DM oder die fünf Bücher MofiS. (S- Anzeiger im heutigen Blatte.) Der gläubige Israelit verehrt die Lehren seiner Weisen, auch wo sie sich ihm nicht klar aus der heil», gen Schrift zu ergeben scheinen. Um so freudiger muß es ihn aber überraschen, wenn ihm eine solche Mann wre unser Rabbiner Meklenburg, dargeboren wird. Der Vers, hatte schon früher (Leipz'g 1839) einen höchst oriamellen Pentateuch-Commenkar unrer dem Namen' Iw herausgegeben, aus den wir seiner Zeit Kenner der hebräischen Literatur aufmerksam zu macken uns gedrungen fühlten. Seitdem har derselbe seine Forschungen bedeutend erweitert und immer mehr gefunden, daß in dem einfachen Worrsinne des ^»esenius haben ihm nicht den ganzen Sprachschatz der Brbel erschöpft. Männer vielmehr wie Wessel»), Papr penhelm, Herdenheim, Luzzaro, und besonders sämmrliche Heroen des Talmuds und des späteren Nabblnismus sind auf dieiem schwierigen Pfade ferne Wegweiser abgerundet in der vorlr.genden neuen Thora-Ausgabe medergelegr, welche neben dem Texte und dem fortlaufenden ^rrginal-Lommenrare noch eine deutsche Ucbersetzung des Dr. Loßmann enthält, die ganz im leiste und Sinne des Herrn M. bearbeitet, die beabsichtigte auch dem Uneingeweihten möglichst zur Anslauung bringt. Nascht nnd Targum werden wol gegen den ursprünglichen Plan, der Kostspieligkeit halber vom Ganzen ausgeschlossen bleiben. Wir weisen den Leser dieser ersten Lieferung: bis)'», welches Buch eines zufälligen Umstandes wegen zuerst anS Licht getreten ist, beispielsweise auf die Erklärungen der Worte n-r und IIc niw'uc 24, 20, als auf zwei klassische Stellen hin, die einerseits die VergerstigungS-Fähigkeit deS scheinbar grobsinnlichen Ausdruckes bekunden, andrerseits die JnterprerationSweise des Talmuds hinlänglich rechtfertigen; und überlassen ihm selbst das weitere Studium des merkwürdigen Buches zur eigenen De, lehrung und zur Verherrlichung des göttlichen Gesetzes. Wir schließen dtese Anzeige mir dem Wunsche, daß das Werk die größte Verbreitung finden und in seinen übrigen Theilen eine ähnliche Unterstützung erhalten möge, wie sie diesem ersten Theile durch die gorresfürchtige Frau Dorothea Pollack (die ehrwürdige Matrone des hiesigen berühmten Handlungshauses: worden ist. ün» .12 cwöt: ''7>o 7>wLM 7,^2 '7 2^>5' Königsberg m Pr. Dr. M. Freystadl. 6. August. Dieser Tage hat der Hr. Oberlandesrabbiner mit dein auch seiner Seits beigefugteu Dank für die von den mähr, israel. Gemeinden so bereitwillig geschehene Förderung der von ihm veranlaßten, in diesen Blättern bereits mitgetheilten Sammlung, nachstehendes, an ihn herabgelangtcs h. Gubernial-Rescript den Gemeinden zugemittelt: Die von den israelitischen Genreinden Mährens durch Sammlungen hercingcbrachren patriotischen Gaben, bestehend in Baarein 2139 fl. 47 L'r. C- M., in 2 Stuck Dukaten, und in den an das k. k. m. schl. Mnnzprobieramt abgelieferten 2t t Mark 19 Loth Silber im Lergütigungswerthe von 4319 fl. 42 Xr. E. M., bewähren einen so regen Sinn der hierländigen israelitischen Bevölkern»»?., daß ich mich angenehm veranlaßt sehe, Euere Wohlgeboren aufzufordern, den einzelnen Gemeinden, und allen jenen, die zu dem günstigen Erfolge dieser Sammlnng mitgewirkt haben, den wärmsten Dank der Staatsverwaltung bekannt zu geben. Brünn, am 17. Juli 18 t8. Vom k. k. schl. LandeS-Präsidium. Lazansky. Unser erster constituirender Reichstag wurde bereits, »vie Sie aus den Zeitungen ersehen haberr werden, am 22. Juli eröffnet. Aus seinen bisherigen Sitzungen, in denen im Allgemeine» noch keine Lebensfragen eines konstitutionellen Staates zur Sprache gekommen, läßt sich für unsere Angelegenheit durchan skein Prognostiken stellen; wir begnügen —» -- Zeitrrngsrrrrchrichten. -----Von -er mährischen Grenze.