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Der treue Zionswächter · 1848-08-18 · 33 (18.8.1848) · page 3

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Journal
Der treue Zionswächter
Volume
4 (1848)
Issue
33 (18.8.1848)
Date
1848-08-18
Page
– (sequence 3)
Language
German
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chunerei, Genußsucht, täuschendes -Blendwerk, äußern Flirrec ohne innern Grund und Boden. Man sieht Hunderte von Menschen, die aus falscher Scham durch: aus nicht scheinen wollen, was sie wirklich sind. Daher stammt mitunter auch der Hang zur Bequemlichkeit; daher die Entfremdung von schweren Verrichtungen, denn mancher dünkt sich zu vornehm, oder ist we< nlgstens genirc selbst Hand anzulegen bei Verrichtung einer groben Arbeit. Doch, glaubet es sicherlich, meine Theuern, jene Leute, die durchaus keine Arbeit scheuen, die mir einem schlechten Kittel gekleidet, ihre Haus- und Feldarbeit mir ernstem Fleiße selbst verrichten, verdienen weit mehr unsere Achtung als jene, die beständig mit vornehmer Miene und schönem Anzuge müßig einher streichen. tis> ö:ci ob wb ermahnen daher unsere Weisen (Abalh. 1, 10). Liebe die Arbeit und hasse die Vornehmrhuerei." Glaube ja nicht, daß du an Ansehen und Achtung verlierst, wenn du grobe, schwere Arbeiten verrichtest, o nein. O7Z2vc rHböv böna ob, „Schätzbar ist die Arbeit, denn sie ehret ihren Mann." (Thalm. Ned. 49, 6.) Za, sie ehret ihn weit mehr, als daS müjsige Herumtreiben mit stolzer Einbildung und eitler Großthunerei. Eine solche Lebensweise bringt keine Ehre, kein Brod, keinen Segen. Ein rhäriges fleißiges Leben fordert die heilige Religion von dir. Reform, Ln IVO Thesen -argestellt, Kritik B. Steinschneider, (Fortsetzung.) Und indem alle Nationen trotz ihrer vielfachen Kämpfe für die Freiheit, dle Religion mit allen ihren Mysterien „von denen keine befreiet ist", unbetastet gelassen, sollten wir, wie Verfasser im Wahne leben, man müsse um frei zu sein, auch die Banden der Re. ligion abwerfen, dem allgürigen Vater den Gehorsam versagen, und die köstliche Freiheit auch ins Gebier der Religion übertragen? Und indem alle Nationen sich enger verketten und vereinigen, sollen gerade wir uns selbst entzweien, und mit eigenen Händen uns die Hyder der Zwietracht am Busen setzen? Es giedt Pflanzen, die unter einem Himmelsstriche so schön gedeihen, und liebliche, für die Menschheit wohlthacige Früchte Hervorbringen, man versetze sie aber »n einen andern Welttheil, und ihre Früchte sind geschmacklos und bitter. Und eine solche Pflanze ist auch die Freiheit! Hienieden ist ihre köstliche Frucht das Glück und Heil der Menschheit, man versetze sie aber ins Gebier der Religion, und sie wird die bittere Frucht des IndifferentismuS, der Irreligiosität und der Zwietracht hervorbringen; denn in was bestehet dann die Religion wenn wir, wie Verfasser alle uns genirende, oder Was soll dann mehr dem Israeliten heilig sein, wenn die Thora keine bindende Kraft besitzt? Ferner giebc Verfasser als Motiv seiner Reformen an, daß sich nicht manche Juden der Apostasie schuldig machen, also blos einiger Individuen halber, »ollen wir die mir unserm Gut und Blut durch Jahrtausende erhaltene, theuer erkaufte Religion mir einem Schlage vernichten? Vlos um einige Glieder zu erhallen, sollen wir den ganzen Körper mit dem Miasma einer Krankheit vergiften, von dem selber niemehr geheilt werden kann? und ihn noch durch Partheikämpfe schwachen? Ol dann gleiche diese Politik, der eines Menfti-en, der seines Nachbaren Haus in Brand steckt, um an dein Feuer ein Ei sich zu sieden. Da nun Verlasst wol einsehen mag, daß man ihn seiner in der Völkerkunde erworbenen Gelehrsamkeit halber, nicht als einen zwei, ten Moses anerkennen wird, um zu glauben, daß er die Befugniß habe, das niederzureißen, was jener auf Geheiß Gottes erbaut, und da dieses L-n-v noch eine solche Dosis Vernunft besitzen wird, um dieses ein. fache Dilema aufzustellen: Wollte Moses mittelst seinen Gesetzen blos sein Volk separiren, warum hat er, nach Meinung des Verfassers mit vielen andern Nationen nachgeahmt; wollte er eS nicht durch Sitten und Gebräuche von allen Nationen absondern, wozu der vielen Separqtionsgesehe; und folglich sich nicht durch solche falsche, sich widersprechende Scheingründe, als wären nur sie die Triebfedern aller göttlichen Gebote, sich wird bethören lassen; will nun Verfasser auch als großer Theolog, als Lamden gelten, will er seinen Reformen den Anstrich der Reiigiösität geben, bemühet er sich seine in Gift getauchten Lehren ein wenig mir Zucker zu bestreuen, um sie so vielleichr Israel beibringen zu können, und der Talmud, man höre! der Talmud, welcher nach der Meinung des Verfassers

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