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Der treue Zionswächter · 1848-08-11 · 32 (11.8.1848) · page 4

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Journal
Der treue Zionswächter
Volume
4 (1848)
Issue
32 (11.8.1848)
Date
1848-08-11
Page
– (sequence 4)
Language
German
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…/2625941-2626200-2626233--1517-2629161
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»W 232 W» Euch eines Stammes anzunchmen, auf dem nicht der Fluch des Himmele, aber der Fluch des schrecklichsten Fanatismus so lange schon mir einer kaum zu ertragenden Last Hafter. Möge doch endlich das freie teulsche Reich, dessen Repräsentanten Ihr seid, der Pflicht ersten und der Freiheit obersten Grundsatz, Gerechtigkeit üben. Und wahrlich, die hohe Stunde des Rechts, sie hat geschlagen; Ihr habt sie murhig erkämpft und errungen, lasser ihren günstigen Zeiger nicht zurück mehr sinken. So empfanget denn, hohe Männer! diese schwachen Worte, die jetzt mein bewegtes Gemüth Euch und und untergeordnet Hervorbringen konnte. , empfanget diese Worte als die leisesten, kaum vernehmbaren Töne einer mächtigen, durch die in sich tragende Wahrheit zauberhaft gewordenen Feuersprache, die aus Hundert, tausender frisch athmcnden Herzen wie Tromperenschall und Kanonendonner beim Gottesgerichte welterschükternd ertönt. Reform, in lOO Thesen -argestellt, Kritik B. Steinschneider, aus Banat - Lugos. Sie werden mich vielleicht fragen, g. Hr. Red.: Wozu dieser Srurm in einem Glas Wasser? Eine Sache bekömmt ja gewöhnlich erst dann ihre Dedeuruna, wenn man ihr eine giebt, und man würdige der Art Machwerke gar keiner Widerlegung. Aber da leider die Reformumrrtebe hier um sich greifen, wozu noch da- Werk: „Reform deS Zudenthums, dargestellt in 100 Thesen, durch MoseS Becskerek, 1818," den Impuls giebt, und besonders, da brr ungelehrte Israelit öfters gleich dem Kinde, nach einer durch ihr AeußereS anlockenden Frucht hastig greift, ohne ihr inneres Gift wahrzunehmen, so werden Sie, Werthester! gewiß auch der Meinung sein, daß derart schädliche Saame im Keime erstickt werden müsse, damit sie nicht zur Frucht heranreife und in das Herz Israels tiefe Wurzel schlage. Und wahrlich, wer jetzt noch ruhig in der Noaarche sitzt, und glaubt, daß die verheerende Sündfluth von selbst versiegen wird, der gleicht den Dauern deS Horaz, die da warteten, bis daS Wasser deS Flusses von selbst ablaufe. Ich fühle daher in mir die unabweisliche Pflicht, Vers., trotz der zu erwartenden Schmähungen, öffentlich an den Pranger zu stellen, ihm seinen so fein aus fremden Fäden gesponnenen Mantel abzunehmen und ihn in seiner Nacktheit der Welt zu zeigen. Vers, ist der Meinung, da in der Jetztzeit viele Völker Reformen von ihren Fürsten verlangten, und selbe auch erhielten, die Nadbinen die Sünde der Verblendung, der Geisteskneet kung und des Unglaubens begehen, wo sic lenen Fürsten nachstehen, und Israel nickt von den drückenden Lasten, die uns die Religion, mir den Geboren deS RuhenS am Samstag, der Anschaffung der Mazorh, Ethrog rc.. und ihren so vielfachen Speisegesctzen aufgebürder, befreien. Vers, har also die Maske abgenommen, har. wie er selbst prah» lerisch sagt, mir s.inem Werke Israel die Binde von den Augen genommen, dam«r es sehen möge, welches Ziel sich unsere Herren Reformatoren, ausgesteckr, Verf. giebt nun nickt mehr vor. blos einige an uuserm Religionskörper schon morsch gewordenen Glieder, und rabbinische Auswüchse abzunekmen, um dadurch die Erhaltung des übrigen Theiles zu bezwecken, sondern dringt mir dem Bajonette seines Geistes, brs ins Herz desselben, um dem schon schwachen Körper seinen lehren Todesstoß zu versetzen, und lhu dann in einem Leichenruchc zu hüllen, wo jede religiöse Regung ersticken muß. Verf. genügt es nicht mehr blos einige Zweige des Mosatsmus abzuhauen, sondern er führt seinen Meißel gegen den Stamm selbst, und will die ganze Vergangenheit Israels, und ein Paar Jahrtausende seines Lebens mir einem Federzuge wegstreichen. Aber Verf will sich trotzdem dennoch im Gewände der Religivnslicbe hüllen, um gleich den Töchtern deS Pelias, die alte Murrer Religion unter dem Vorwände verbrennen, bannt sie dann wie ein Phönir verjüngt aus ihrer Asche emporsteige. Und die Schlange schleicht dennoch einher in der gleißenden Haur der Liebe, ja, sogar Frömmelei, um Israel zu dem Genüsse der schädlichen der Keime deS Todes in sich tragenden Frucht seines Erkennrmßbaumes zu bewegen. Verf har die Maske abgenommen, und denkt noch, daß man ihn dieses fremden GewandeS willen nicht erkennen wird? Der Zugang ins irdische Paradies ist dem Israeliten Ungarns noch durch viele inhumane Gesetze verrammelt, und Verf. will ihn noch aus dem himmlischen vertreiben? will ihn noch den Trost der Religion, daS Vertrauen zu seinem himmlischen Vater rauben?

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