Mannheim
Compact Memory

Der treue Zionswächter · 1848-08-04 · 31 (4.8.1848) · page 4

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Der treue Zionswächter
Volume
4 (1848)
Issue
31 (4.8.1848)
Date
1848-08-04
Page
– (sequence 4)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
89% known words query
IRI
…/2625941-2626200-2626232--1508-2629151
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

2U werbcu, wenn b-e Kö'verhülle abaestreift vom Staubo>-§ane bctrercr »nd die Seele in ihrem ke'Iiqen Glanz Soracke. was vermagst du zur Schilderung dieser Helvl'^keir und Wonne! Ja, Alles sah des Sehers heiliges Auge; nur diese Wonne erschanre es n»e Freue di.l, deiner Geschichte, was vermag der Speichel der B'asphenne wider dich, mein Treuer! Höre, die Glückseligen, von der Pracht seiner Herr- »,Heule da uns am Körper die Reinheit das Licktvolle mangeir, d,e Materie noch gemein, glanzlos »st -,'L eirev! Nicht so Mosche, dessen Körper eine Lichchülle Worte Gottes mittelbar zu vernehmen: wvv vip ans dem Feuer. Es kömmt jene glückverheiszcnde Zukunft, wo der Körper Lichkmaterie erhalten wird : wir vereinigen uns zum werden dann nicht der Erschütterung, der Körperkräsle Erlödlung bedürfen, davon erzählt wird, w-'i sie sahen nur durch Körpererschünerung und Erschlaffung, ihrer Kräne, pip-w i'wvn, sie waren fern, stunden weit von der Vollkommenheit. Und jetzt der Vervollkommnung halber, vernahmen wir Golteewort vermittelst dem Feuer, wir begreifen nun mehr, es kommt eine Zeit, i)7' '2 'N c'ph. wo die Gottheit mir dem Erdensohn reden w rd, d. h. in Kvrprrhülle wird er Gottes Wort vernehmen, und im gesunden Zustand bleiben, ohne Erschütterung und Erschlaffung. Endlich, was erzielen die göttlichen Gebote? Heiligung. Reinigung vom Thieriscben, den Seelenadel zu eniwirkein : den Wolkenschieicr, der die Seele verhüllt, zu lüften die Annäherung der Geister; Ihm, dem Höchsten zu ähnlichen, das Göttliche auf Erden pflanzen, den Lichtstrahl hier zu sahen, um dorr zur höchsten Vollendung zu reifen; hier die allmahlige Trennung vom Thier zu fördern; die ganze Ausscheidung dessen zu bewirken, daß das Thier der Erde, der Geist rein seiner Urquelle sich anschlirße. Hier sichest du die Unsterblichkeit nicht als Geistcsgrübelei oder Phanrasicgcbilde, sie sicher personificirt veranschaulicht. Aus deinem Brunnen genieße das lebendige Wasser, nicht aus fauler Pfütze, dann verfällst du nicht auf Irrchümer. Jenem gleich, den nur die Nabbinercaputze schmückr, den Mißgeruch seiner Arroganz verbreitet: „Die Unsterblichkeit a>s die Zeit, unbekannt ist. O2»v b'2 '2 V2VV s)-) 2I7 hö '2! '"N5V 2'»! --»«- ZertANgsRcchrichtLN. Von -er Tauber. Geeintester Herr Redakteur! Ihre wnrtembcrgischen Eorrespvndcnten berichten mit einer Schüchternheit, ja ich möchte sagen, Aengstlichkeit, daß man meinen sollte, so oft sie einen Bericht an den „Z- W." niederschreiben, schielten sie hinüber nach Stuttgart, um zu erspähen, ob in der langen Straße daselbst nicht etwa ein Zeuger geöffnet wäre, durch welches man ihnen aufs Papier schauen und den Bericht lesen könnte. Weil aber diese zaghaften, eingeschüchrerlen Menschen so furchtsamen Wesens sind, — von dieser Gemüthsbeschaffenheit ist auch Ihr „einfältiger Schulmeister", wie es scheint, befallen, weil er bei seiner Redseligkeit, doch acht charakteristische Tharsächlichkciten verschweiget, — so erfahren die Leser des W." nie den wirklichen religiösen Standpunkt der würtembergischen Israeliten, und nicht ihre wahre Hingebung dem Glauben der Väter. Da aber jetzt eine ist, wie n i c eine gewesen, so denke ich : „Wenn denn Niemand reden will, oder reden darf, so will ich der Wahrheit die Ehre geben, wenn gleich mein Beruf nicht am Schrcibetisch ist; denn, e-ft c-p pf-c 2^05 Werde ich auch etwas weit aushvlcn, wird mein Schreibstyl auch etwas holperig klingen, so werden Sie, gcehrtefter Herr Redakteur! mir das Nachsehen, und Ihre geehrten Leser werden auch Nachsicht mit mir haben, und die Worte unsers Iustinus Kerner bei der Wahl des Schlossermcistcrs „Nägele" aus Murrhart zum deutschen Parlament beherzigen, die da lauten: „Wir brauchen keine gelehrten Geister, Wir wählen einen Schlosscrmeister." rc. Seit dem Erscheinen der Synagogen-Ordnung, Daselbst ..Beleuchtung» unseres frommen, gelehrten 'wr-, 3. Jahrgang No. 27.

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.