Der treue Zionswächter
- Journal
- Der treue Zionswächter
- Volume
- 4 (1848)
- Issue
- 31 (4.8.1848)
- Date
- 1848-08-04
- Page
- – (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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<»W 213 üben, welche auch diese als eine erquickende Atmosphäre des Glaubens, der Liebe, der Gefühle ansehen, in der sie leben und sterben. Wozu will man nun mir dem zweischneidigen, feurigen Schmerle der Vernunft und Weisheit sich an unsere Glaubenschüre anzustemmen suchen, um mir dem spitzigen Pfeile des Spottes und rcmonienwcsen geben wird und muß, so lange kann auch das jüdische nicht schwinden. — Doch wir kommen zu weit in das Gebiet der Polemik hinein, und sollten nur in das des Giaubrnsfeldes ein wenig eindringen. (Beschluß folgt.) Israels Trost ans der Natur überhaupt, aus seiner Geschichte besonders. Von Jacob Ehrlich, Rabbiner zu Navasch. (Beschluß.) Und du, mein frommer Bruder, komme, wir lassen die Natur weit hinter uns zurück, uno schwingen uns hinauf, ihren unbiegsamen Gang verachtend; an unsere Schwache zerstiebt ja ihre Macht, beschämt gestehend ihre Nichtigkeit. Komme, dich an das Göttliche weisend. hier findest du Labung der Fülle; sie g-ebr dir Starke, daß du nicht zagest vor der schwarzen Gegenwart und nicht erzitterst vor Grabes Finsterniß. .Komme, Theuerer, dich verweise ich auf unsere Entstehungs- und Entwickelungs-Geschichte, auf unjern Höhepunkt, unfern Glanz, aus unfern Sturz und Fortbestand. Nichts haben wir mir der Allsäugendeu, nur dieser Mntter-Närur gemein, ja, mir scheelem lenkte und zwang sie. obwol widerstrebend und halsstarrig, so zu wirken. Das kleine Völkchen, macht- und wehrlos, demürhigre den stolzen Tyrannen vom Throne zu steigen die Sklavenfessrl zu zertrümmern, die Pforten des Zwingers zu öffnen, durch Menschenkraft? Nein. Noch tönt in unfern Ohren der Erstgeburt Jammergeschrei, bei ihrem Hiinvürgen. Noch brausen d>e schrecklich rodenden Meeresflurheu bei ihrer zum Gelösten malerisch zu bahnen. Zitternd lauschte die Natur. ihre Ohnmacht gestehend, die aller Mächte bezwingende Allmacht zu bewundern. Sei stolz, mein Brudas Weltall erbebte, wo durch den Posauncnschall dein Ohr geöffnet, durch des Vlitzessirahl dein Aug' erlelicb rer. die Majestät Gorrcö zu erschauen, lein Gesetz zu vernehmen. Ueberirdische Wesen waren wir da, alle Naturkräfre waren gelöst, ihre Gesetze aufgehoben, das kleine Völkchen bereit die Priesterweihe aller Nationen z>, empfangen. Nun sage! Solches Aufgebot, derufu-and so vieler Wunder; die Natur aus allen Fugen gern', telr; die Selbsterfcheinung feiner Herrlichkeitdies alles ist geschehen der Staubgebilde irdischer Wesen wegen, die nur Geschöpfe eines Augenblicks sind, hernach vernichtend sich auflösen? für Wesen, deren Dasein d.r Kummer nagt, deren Leben mir kleinster Spanne uemessen? . Für diese hinflatternden Schatten ist ein görtliches Gesetz in Flammenschrift geschrieben, deren Tiefen für Sterbliche unerreichbar sind? Nein, nein! Die>e Fakten rufen laut Unsterblichkeit!! Droben ist deine Heimath, droben am Strome der Wonne wirst du dich laben; dorr, das hier Unbegreifliche im Gesetz, die unendlichen Tiefen erfassen, die dir als höchste Wonne geistiger Stärkung für die Unendlichkeit sein werden.'") Unter Donnerkosen, Posaunenschall und des Blitzes Flammen, erschien dir seine Majestät, unmittelbar ver nehmend, ferne Worte, schon da gewahrten wir seine Herrlichkeit, seine Worte zu hören, und dies in der Skaubhülle, >m Körperkleide. Zu welchen trostreichen Hoffnungen und erfreulichen Ansprüchen sind w«r nicht berechtigt, des Hochgenusses der Seligkeit lhei'chasng zu ReiO.