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Der treue Zionswächter · 1848-07-21 · 29 (21.7.1848) · page 5

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Journal
Der treue Zionswächter
Volume
4 (1848)
Issue
29 (21.7.1848)
Date
1848-07-21
Page
– (sequence 5)
Language
German
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229 und der Allmächtige, auf den ich vertraute, vereitelte ihre bösen Anschläge. 40 Tage schmachtete ich in dieser finstern Grube. Hunger, Durst und jeden möglir chen Mangel mußte ich hier erleiden, dis endlich die Juden mich von meiner Gefangenschaft loskauften, denen ick beinahe 200 Bücher, die ich hatte, als Der weis meiner Erkenntlichkeit schenkte. Hierauf ging ich nach der Hauptstadt Fez. Dort war eine solche Hunr gersnorh, daß wir das GraS vom Felde essen mußten. Täglich mußte ich in einer Mühle arbeiten mir beiden Händen. wofür ich nur ein kleines Stückchen Drcd erhielt, das kaum ein Hund genießen konnte. Nachts mußte ich auf der Erde ruhen, und wegen der großen Kälte, denn wir hatten weder Kleidung noch Wohnung, um daselbst zu übernachten, gruben wir uns Höhlen in dem Koth, um uns darin einigermaßen zu erwärmen. Dorr kam des Herrn Wort in Erfüllung: Die in Purpurgewändern erzogen waren, mußten in Koch- Haufen lagern. Bald nach unzähligen Leiden und Trübsälen kam ich nach dem Königreich Neapel. aber noch war mir die so lang ersehnte Ruhe nicht gegönnt. Auch hier mußre ich mir den übrigen Juden unter dem Drucke des französischen Königs schmachten. Man schlug mich, verwundete mich, und nahm mir meine ganze Habe. Endlich nach diesen Trübsalen kam ich nach Venezia, mir einem Sack bekleidet, wo die ehrwürdigen Ein» wohner mich freudig aufnahmen. Gerührt von mei> nen Leiden, die fast unüberwindlich waren, sorgten sie auf jede mögliche Weise für mich und schafften mir Kleider. Möge ihnen der?err ihre Wohlrharen der lohnen. Von da reiste ich nach Mantua, wo ich wie» der meinen Studien obliegen konnte. Metrische Harfenklärrqe. Von H. Cap. ä- Errettung von Gefahren. Trostgefühl im Geber. Höre. Herrjetzt Deinen Knecht. Der vor Dich getreten; Merk' mein Schrei'n und Rufen recht, Ich will zu Dir beten; Laß mein Gott und König früh Dich erhörend finden; Rein zu sein von Sünden. Du. o Herr! bist nicht ein Gott, Der Gottloses liebet; Und der Bosheit und dem Spott Eine Zuflucht giebet. Heuchlerisch die Zunge. Du wirst fie als Schuldige Schwerer Sunden, richten; Stürz' die Widerspenstige Durch ihr eig'neS Tichten. Du umgiebst Gerechte hier, Wie ein Schild, mit Gnade. Zeitrrrrgsrmchrichtcn. Freie Städte. Frankfurt a. M. Eine glorreiche Zeit ist für Deutschlands Volk aufgegangen, vielleicht die herrlichste, die je in der Geschichte eines Volkes erschienen ist. Der Despotendruck wurde entfernt; die Fesseln wurden weggehoben; die Hand geschwächt, die es wagte, das Volk so schmählich zu

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