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Der treue Zionswächter · 1848-07-04 · 27 (4.7.1848) · page 5

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Journal
Der treue Zionswächter
Volume
4 (1848)
Issue
27 (4.7.1848)
Date
1848-07-04
Page
– (sequence 5)
Language
German
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»ZO SIS W» So blick', o Gott! aus Deinen Höhen Auf unS herab, Lies Glück zu sehen. Mehr Freude legst Du mir nach Trauer, Mehr Muth tress ich im Innern an, Als je ein Winzer oder Bauer. Bei reichen Ernten haben kann. Nun will ich ohne Sorgen schlafen. Du Herr! wirst Ruhe mir verschaffen. - - Zeitungsnachrichten. Schleswig-Holstein. Altona, MN N">. Aufruf an alle talmudisch und wissenschaftlich gebildeten Jünglinge. Seitdem die jüdische Literatur ein Gegenstand allgemeiner wissenschaftlichen Forschung wurde, ist die Geschichte derselben vielfach von den Koryphäen jüdischer Gelehrten bearbeitet, worden, und die jüdischen Jünger der Wissenschaft, welche sich ihrer Nationalliteratur widmeten, suchten nun auf dieser betretenen Bahn ihre Lorbeeren zu gewinnen. Vielfaches und Werthvolles wurde auf diesem Gebiete geleistet, dennoch ist dasselbe keinesweges erschöpfend bearbeitet; noch liegt ein ganzes Feld auf dieser sehr ergiebigen Flur ganz brach und erwartet der fleißigen Bebauer. Wir meinen die Geschichte der Talmudim; diese ist es, welche noch der tüchtigen Forschung entbehrt. Bei aller Anerkennung, die wir gern der neuesten Zeit für ihre Leistungen in der jüdischen Literatur zollen, können wir doch nicht umhin, die Rüge auszusprechen, daß gerade diesem reichhaltigen Stoffe höchst wenig Aufmerksamkeit geschenkt wurde, und daß selbst das Wenige, welches man auf diesem Gebiete leistete, nicht mit der Würde, welche jede wissenschaftliche Untersuchung fordert, behandelt wurde. Nicht wollen wir hier die Motive dieser Erscheinung näher angeben, wir dürfen sie übrigens auch als bekannt voraussetzen. Getrost aber können wir behaupten, daß die freudige Anerkennung, welche das Judenthum in unserer Zeit unter einem großen Theil seiner wissenschaftlich gebildeten Jünger zählt, ein bedeutender Antrieb ist, diese unsere wichtigste Literatur, die rabbinische, allgemein zu beleuchten, und ihren wissenschaftlichen Werth immer mehr zu erforschen. Um dieses große Ziel aber mit der Zeit erreichen zu können, bedarf es vor Allem einer sorgfältigen historischen Darstellung der Talmudim, und zwar genügt es nicht, die Entstehung derselben auf kritischem Wege zu ermitteln und zu erforschen, es muß vielmehr eine genaue Biographie derjenigen v'biwb' v'ko, deren Wirken eine neue Epoche auf diesem Gebiete hervorbrachte, gegeben werden.*) Wir enthalten uns jetzt die Art und Weise einer solchen Bearbeitung näher zu beleuchten, und begnügen uns mit dieser Angabe; hoffen aber baldigst, so Gott will, wieder darauf zurückzukommen, und unsere Anforderung zu einer vollständigen historischen Darstellung der Talmudim in einem Entwurf näher anzugeben. Für jetzt beabsichtigen wir nur, Gleichgesinnte aufzufordern, gemcmschafllich an die Bearbeitung dieses großen Werkes heranzugehen. Der reichhaltige Stoff, welcher hier zu bearbeiten sich darbietet, würde die Kräfte eines Einzelnen, wenn eine solche Bearbeitung Jemand in unserer Zeit unternehmen wollte, erschöpfen, ohne ein günstiges Resultat herbei zu führen. Wir wollen hierbei nicht einmal die dazu erforderliche Zeit in Betracht ziehen. Dagegen kann durch eine gemeinichaftliche Bearbeitung von mehreren Kundigen dieses Unternehmen schnell seinem Ziele näher gebracht werden. Die Nothwendigkeit einer solchen, historischen Darstellung der Talmudim glauben wir, kaum weiter beleuchten zu dürfen. Jeder, wer mit dem Talmud vertraut ist, wird wol mit uns das Bedürfniß fühlen, welches bei m Studium desselben sich herausstellt. Es ist dieses das Bedurfniß, welches sich bei jeder anderen Wissenschaft kund giebt: eine genaue Kenntniß von den Männern zu haben, deren Lehren uns als Leuchte durch da- Leben dienen sollen. Welchen Einfluß dieses für die tiefere Erforschung des Gegenstandes selbst ist, leuchtet von selbst hervor; denn nicht verlangen wir bloß eine solche Biographie der -'bvvkn *) Wir. glauben hiermit keinen Anstoß zu geben - denn wenn auch Alle ev-i, für unS gleichen Werth haben, so muß doch die Verschiedenheit ihrer Auteruär anerkannt

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