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Der treue Zionswächter · 1848-06-13 · 24 (13.6.1848) · page 7

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Journal
Der treue Zionswächter
Volume
4 (1848)
Issue
24 (13.6.1848)
Date
1848-06-13
Page
– (sequence 7)
Language
German
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schwarzen. So wird die, von der höchsten Rechte ger zeichnete Fenersgluth, Religion, zum Dampfglauben entweihe. Darauf stch stützend, daß-er WaheheirKind jede Waffe der Beeidigung nicht scheue; der begeifernden Saryre fruchtlos Trotz bieten. Lege diese meine Am sicht zur Beherzigung nieder, mit dem heiligen Entr feierten Plaimisten schließen: '? vcz Weder Haß noch Feindlichkeit leiteten meine Felder, vielmehr ward sie von Liebe geleitet; ich bin von nur Verächter den vorsetziichen Irrungen meiner - - ' ZeitMgsNKchrichteK. Freie Städte. Frankfurt a. M. Mein in Nr. 20 dieser Blätter niedergelegter Vorschlag der Berufung einer eigenen jüdischen Nationalversammlung ist durch einen ferneren „Vorschlag von Jehudi" in Nr. 21 d. Bl. dahin modificirt worden, daß statt der Versammlung, eine bejondere jüdische Deputation an die eonstituircnde deutsche Nationalversammlung abgesandt werden möge. Ueber den Zweck sind wir, jener Verfasser und ich, gänzlich einverstanden. Nicht um eine bloße Demonstration soll es sich hier handeln, vielmehr nur eine offenkundige, aufrichtige Darlegung der innigsten Gefühle und Überzeugungen , wie selbige der Zusammenhang der gegenwärtigen Zeitumstände besonders mächtig zu Tage fördert. Der Druck, der Hunderte und Tausende von Jahren auf uns gelastet, er ist schon jetzt gebrochen, und nicht lange mehr, und einer der ersten und bedeutungsvollsten Grundsätze des neuerstandenen einigen deutschen Reiches wird der, der völligen Gewissens- und Religionsfreiheit, der unumschränkten Emancipation für alle Deutschen, ohne Unterschied des Glaubens sein. Nächste Folge aber solcher Emancipation wird ein.innigeres Anschließen sämmtlicher Juden Deutschlands an ihr gerechtes Vaterland sein, ein näheres Betheiligen an seinen Verhältnissen, an seinen Schicksalen, ein Aufgehen in dasselbe. Unbeschadet solchen Anschlusses steht aber die jüdische Nationalität da, wobei der Umstand, daß selbige rein religiöser, nicht politischer Art ist, uns nur dringender dazu auffordern muß, beider Gerechtsame nebeneinander zu bewahren; die Eme durch die Andere nicht gänzlich verschlingen zu lassen. Nationalitäten zählen ihre Geschichte nicht nach Kalenderjahren; ein Jahrtausend vermag ihre Ansprüche, ihre Gerechtsame so wenig zu verwischen, wie e i n flüchtiger Tag. Unsere religiöse Nationalität behält mitten im deutschen Vaterlande als wesentlicher, inkegrirender Theil desselben nach wie vor, beziehungsweise sogar mehr noch als zuvor ihre ungerheilte, volle Berechtigung, ganz so, wie sie seit der Auflösung des eigenen Staates sie behalten hat, bis auf den heutigen Tag. Das ist es, was wir unfern deutschen Brüdern, vertreten durch die Nationalversammlung zur Aufklärung, zur Verständigung, wie zur Wahrung unserer Gerechtsame mittheilen müssen. Den Weg solcher Mittheilnng betreffend, möchte ich zuvor, da der Gegenstand jetzt durchaus nicht beeilt werden braucht, Vorschlägen, eine diesem Sinne entsprechende Adresse anznfertigen und selbige durch ganz Deutschland hindurch überall von den jüdischen Gemeinden unterschreiben zu lassen. Hat man erst eine Grundbasis gewonnen, dann mag das Abschicken einer geeigneten Deputation späteren Verhandlungen Vorbehalten bleiben. Für's Erste also eine allgemeine Adresse den Gemeinden zur Unterschrift vorgelegr. Preußen. Breslnn. Die auf Geigers Anregung vom Vorstande seiner Synagoge genehmigte und bewerkstelligte Auslieferung der silbernen zum Behufe der freiwilligen Staatsanleihe hat hier die allgemeinste Entrüstung hervorgerufen. Und in der That ist es so empörend, wie ekelerregend, wenn man sieht, um welchen Preis gewisse Herren großsprechend und prahlerisch ihren Patriotismus heutigen Tages zu bekhätigen suchen. EinHeldenmurh, eine Seelengröße freilich ohne Gleichen, über fremdes, einem gewissen, zumal heiligen Zwecke gewidmetes, testamentarisches Vermögen nach eigenem Gutdünken zu schalten, es seiner ursprünglichen Verwendung entziehen, und zwar aus keinem andern Grunde, als einen Patriotismus zu erheucheln, den man nie besitzt. Der Zweck freilich, ffen über seine

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