Der treue Zionswächter
- Journal
- Der treue Zionswächter
- Volume
- 4 (1848)
- Issue
- 24 (13.6.1848)
- Date
- 1848-06-13
- Page
- – (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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Neben dieser freiwilligen Wahl der Richter und Beamte war da Ansehen und Würde derselben durch das Diese Gleichheit, welche Jerael's Freiheit im Innern wahrte, war inchr bloß in staatlicher Hinsicht ausgesprochen; auch im geselligen Leben und Verkehr liche Freiheit konnte keiner dem Andern gan Preis „eben, zeitlich war der Verkauf des Grundbesitzes, und nur für eine kurze Dauer war cs gestattet, sich zum Diener eines Andern hinzugebcn. Die Freiheit des getragen und geschützt sein. Doch nicht immer ward des Glückes Gunst gleichmäßig Allen zu Theil. Zn dem Zeiteuwechsel ändert sich das Loos der Einzelnen, Armurh wechselt mit Reichrhum. Damit der Mensch sich dieses Wechsels des Geschickes bewußt werde. war daher das Gesetz, miltelten einen Theil zu geben, so daß der Arme stets mir dem Begüterten gleichen Genuß von dem Sergen Gottes habe. gäbe Zsrael's als selbiistandiges Volk zu erkennen. Der sittlich freie Mensch sollte durch das Gesetz allein, nicht durch irgend eine äußere Macht die sittliche Vollkommenheit erreichen. (Fortsetzung folgt.) Der Dampf. Eine Betrachtung. Von Z. E. In unserer, an Erfindungen reiche, Epoche, hat es der menschliche Verstand im Materiellen sehr weit gebracht. Vor Alters, als der Mensch dem Geistigen mehr zugethan, das Himmlische seiner Würde gemäß amtete, an dem Urquell, dem er emsorungen. sich fest hielt, da dampften Altäre der Gottheit als Huldigung seiner Allmacht, als Dank kindlicher Liebe, als Bild menschlicher Vergänglichkeit hier, und der Anerkennung, daß dort dem Gottgeweihten, dem der Sinnlichkeit sich entwindenden in die Pforten jubelnder Geisirrwelc Einlaß, Aufnahme gestattet wurde. Unsere hochgeprie« jene Jetztzeit dampft und raucht ebenfalls, doch mir wesentlichem Unterschied, es dampft und raucht in Städten und auf Straßen; Dampfmaschinen, Schiffe Dieses Feurrkind, dieser nur dem Menschen gewechete Dampf, wäre fast Entweihung göttlicher Kunst, bliebe er bel'm Profamen stehen; man lenkte und leitete diesen Dampf auch auf das Heilige, auf Glaube, Lehre und Lehrer, und eine fälschliche Intelligenz unserer Zeit freucre sich dieser Entdeckung, war bemühet eine Dampfiehre zu organisiren. Ihr Losungswort ist: „Eile und Schnelle." Eisendahnliche Schnelle sott im Kultus wie im Ritus, kurz in Allem, was göttlich «st, soll und muß Kürze und Schnelle eintreren. Laßt uns aber auch das Nachkhcilige beherzigen, was Schnellfahrten bewirken. Die Aussicht mag noch so herrlich sein, die Natur in ihrer mannigfachen genweide im Entstehen schon erloschen. Im schnellen Flnge schwindet Alles, ohne von den Herrlichkeiten in der Seele Eindrücke zu lassen; das Nicsenarrige erscheint in Puppengestalr, weder Form noch Bild wird aufgefaßr. Einen Orr, den der höchste Spender zur Wonne schuf, auf das Dankgesühle kindlich ihm enrgänger hingegen, er labt sich an der Fülle dieser Wonneergießung, er faßt Bild, Größe und Form aus, gesättigt vom reichen Seegen üppiger Schönheit, unaustilgbaren Eindrücke in seiner Seele ersetzen ihm die Wirklichkeit, vom Ideal wird Urbild ersetzt. So das Glaudensverhälkniß. Noch sind die Der cennien kaum zu Ende, in denen das jugendliche Gemülh gelabt, das Herz mir heiliger Weihe gesalbt wurde. und Talmud wurden in die göttliche Tafel reiner Seelen eingegraben. Von Jahr zu