Der treue Zionswächter
- Journal
- Der treue Zionswächter
- Volume
- 4 (1848)
- Issue
- 24 (13.6.1848)
- Date
- 1848-06-13
- Page
- – (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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Diese doppelre Aufgabe Israels, ein Reich von Priestern und ein heiliges Volk zu sein, bestimmt das Leben jedes einzelnen Israeliten einerseits, anderseits das des ganzen Volkes; in beiden aber ist uns das Verhälmiß nach Außen gegeben. Betrachten »vir nun zunächst die Aufgabe, welche das Gesetz jedem Israeliten auferlegr. Jeder sollte ein Priester sein; ein Reich von Priestern sollt ihr mir sein, war die Bedinqung, unter welcher Israel das göttliche Gesetz empfangen konnte. Nicht sollte das der Gottheit sich weihende Volk nach Priestern und Laien getrennt sein, dieser in jenen den Mann GorleS erkennen. von ihm seine Handlungen bestimmen lassen; es sollte vielmehr nahe für die schwache Menschenkraft unmöglich. Allein der Schöpfer des Menschen, der diese Anforderung stellte, kannte die Kraft und bestimmte nach der Stärke derselben die Leistungen. 27^7, icf> mtiv 7>4si 'M. Dieses sind die Gebote, welche der Mensch zu thun harre, und in welchen er leben soll. Die Schrift sagt uns also, daß die Gebote für den Menschen gegeben sind, auf daß er mit und in ihnen und durch sie leben solle. Damit aber der Mensch ein Diener Gottes sei, mußte all' sein Thun und Lassen geregelt werden, daß er nicht einerseits, um seine Aufgabe zu erfüllen, ein rein beschauliches Leben führe, andererseits, um seinen menschlichen Trieben zu genügen, den Beruf ganz vernachlässige. Diesen Mittelpunkt zu bestimmen, und den Menschen mir dem Diener Gottes zu vereinigen, ward nur durch das göttliche Gesetz möglich. Es Kräfte zur Vermehrung seines Besitzes vergeude und ununterbrochen arbeite, wurde seiner Thärigkeir durch 2'7vwi omsc Grenzen gesetzt. Tage, dir ihn an di« heilige Weihe, die der Welt bei der Schöpfung wurde, osc, wie an sein Entstehen in der Vergangen, heir 2'.^-) 'a und an sein Bestehen in der Gegenwart erinnern sollen. Um seine sinnliche Triebe nicht zügellos walten zu lassen, wurde ihm das Verbot der svw. und daß er seinen Genuß in den gemessenen Schranken Hai e, mahnen ihn die mHfw. Und so wie durch bestimmt wurden, so wurden sie wieder durch Gebote geheiligt und geweiht, damit auch sein Thun ihn als den Diener Gottes bezeichne. Stets sollte der Mensch als Israelit sich seines Verhältnisses zu seinem Gotte bewußt sein, r":'ch 20, setz im Dienste Gottes standen, so wurde ferner der Besitz durch die Gabe der O'-np'zi 2-)'7Z geheiligt, und durch Hv? 7>v'vc als von Gott empfangen bezeichnet, so daß der Mensch anerkenne, daß er durch Gott das har, was er „sein" nennt, und nicht durch Reich, lhum stolz werde und seiner Abhängigkeit von Gort Die Aufgabe wurde daher der Gesammtmasse, ihr sollt mir ein heiliges Volk sein. Nicht wie jedes andere Volk sollte Israel seine Laufbahn von der desvolaufen, und auf dieser langsamen Entwickelung sein Beruf als Gottes Volk ganz vergeßen; eine Herrschaft allein hatte Israel anzuerkennen, und zwar eine solche, die allein zum Menschen Heile schaltet und waltet, die Gvttesherrschafr; und so lange Israel diese anerkannte, konnte keine Macht auf Erden von dieser Himmlischen es entreißen. In Israel herrschte das Gesetz, kein Brüder, nur das Gesetz und dessen Repräsentanten, die Gesetzeskundigen, harren die Aufsicht für die Erhaltung und den Schutz der Ordnung. P tno?'27'r. Du sollst Dir setzen Richter und Beamte, und sie sollen das Volk nach gerechtem Urctzeile richten, war der Befehl Gottes.